GPT-6 im Überblick: wer Astra wo nutzen kann, was es kostet, ob es AGI ist

Wer ChatGPT Plus hat, findet GPT-6 nicht in der Modellliste des Chats, denn Astra läuft bei Plus nur in Work und Codex. Wir zeigen, welcher Tarif GPT-6 wo bekommt, was Astra, Sol und Luna über die Schnittstelle kosten und warum OpenAI Astra schriftlich nirgends AGI nennt.

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KI & Automatisierung

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Dustin Tatarowicz

Dustin Tatarowicz

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Ob sie jetzt auf GPT-6 umsteigen müssen, wollten am Freitag nach der Vorstellung gleich zwei Kunden von uns wissen, einmal per Mail, einmal im Projektgespräch. Beide hatten eine Schlagzeile verlinkt, in der das Wort AGI stand. Drei Wochen später haben wir in unserem eigenen ChatGPT-Plus-Konto nach GPT-6 gesucht und es in der Modellliste nicht gefunden.

Beides hat denselben Grund: Um GPT-6 ist viel Lärm, aber wenig Klarheit darüber, wer es wo bekommt. Dieser Beitrag ist deshalb kein Nachrichtenbeitrag mehr, sondern ein Überblick, den wir pflegen: welches GPT-6 gemeint ist, welcher Tarif es an welchem Ort bekommt, was es kostet, ob es AGI ist und was es für einen kleinen Betrieb wirklich ändert. Alle Angaben stammen aus OpenAIs Unterlagen oder der genannten unabhängigen Quelle, abgerufen am 29. September 2026, und die erste Fassung vom 7. September haben wir an mehreren Stellen korrigiert.

Kurz gesagt (Stand September 2026)

Wenn ihr ChatGPT Plus habt, sucht GPT-6 nicht in der Modellliste des Chats, sondern wechselt oben auf Work oder öffnet Codex. Laut OpenAIs Hilfe bekommt Plus das große Modell GPT-6 Astra nur dort, mit begrenztem Kontingent, im Chat läuft GPT-5.6 Sol. Als GPT-6 Pro steht Astra im Chat erst ab Pro für 100 Dollar, in Business und in Enterprise bereit. Wer über die Schnittstelle automatisiert, rechnet zuerst mit GPT-6 Sol, das ein Fünftel von Astra kostet.

Welches GPT-6 gemeint ist: Astra, Sol, Luna und GPT-6 Pro

Schreibt bei jeder Anfrage an Dienstleister und in jeder Absprache im Team dazu, welches GPT-6 ihr meint. GPT-6 Astra ist das große Modell, das OpenAI am 3. September 2026 vorgestellt und zunächst nur einem begrenzten Kreis von Organisationen freigeschaltet hat. Seit dem 22. September gehören laut OpenAI außerdem GPT-6 Sol und GPT-6 Luna zur Familie, zwei deutlich günstigere Modelle. GPT-6 Pro ist kein eigenes Modell, sondern der Name, unter dem Astra im Chat von ChatGPT erscheint.

Die Eckdaten von Astra stehen auf der Modellseite von OpenAI: ein Kontextfenster von 1.050.000 Tokens, davon höchstens 922.000 für die Eingabe und 128.000 für die Ausgabe, Wissensstand 30. April 2026. Astra liest Text und Bilder und antwortet mit Text. In der Schnittstelle heißt das Modell gpt-6-astra, außerdem gibt es Astra laut Ankündigung über Microsoft Azure und Amazon Bedrock.

Bietet euch jemand ein Werkzeug mit GPT-6 an, fragt nach der genauen Modellbezeichnung: Zwischen Astra und Luna liegt beim Preis der Faktor 100.

Wer GPT-6 heute wo nutzen kann

Klärt zuerst euren Tarif und dann den Ort, an dem ihr arbeitet: Chat, Work, Codex oder Schnittstelle. An genau dieser Kombination hängt, ob ihr Astra überhaupt seht. Laut OpenAIs Hilfeartikel zu GPT-6 Pro steckt Astra im Chat hinter GPT-6 Pro, und das gibt es nur in Pro für 100 und 200 Dollar, in Business und in Enterprise. Plus bekommt Astra ausschließlich in ChatGPT Work und in Codex.

Wir haben das am 29. September in unserem eigenen Plus-Konto nachgesehen. Die Modellliste im Chat bietet GPT-5.6 Sol und das auslaufende GPT-5.5, von GPT-6 keine Spur.


ChatGPT-Startseite in einem Plus-Konto mit dem Eingabefeld ChatGPT fragen, dem Regler für den Denkaufwand auf der Stufe Hoch und der aufgeklappten Modellliste mit GPT-5.6 Sol als Auswahl und GPT-5.5 mit dem Hinweis Ab 14. Oktober nicht mehr verfügbar, ohne einen Eintrag für GPT-6.

Unser ChatGPT-Plus-Konto am 29. September 2026: Der Regler Denkaufwand (1) steht auf Hoch, die Modellliste (2) zeigt nur GPT-5.6 Sol und GPT-5.5 mit dem Hinweis „Ab 14. Oktober nicht mehr verfügbar“. GPT-6 erscheint hier nicht, weil Astra bei Plus laut OpenAI nur in Work und Codex läuft.

Rechnet auch im Chat nicht mit unbegrenztem Astra. OpenAI nennt für GPT-6 Pro 200 Nachrichten pro Woche in Pro für 200 Dollar und 50 pro Woche in Pro für 100 Dollar, geteilt mit GPT-5.6 Sol Pro. In Business Standard sind es 15 pro Monat, in Business Premium 50 pro Woche. Neue Abschlüsse von Pro für 200 Dollar sind laut OpenAI seit dem 10. September vorübergehend pausiert, Pro für 100 Dollar bleibt.

In Work und Codex können Pro und Business Premium laut OpenAIs Hilfe zu Work und Codex ihr volles Kontingent auch für Astra nutzen. Plus und Business Standard haben ein begrenztes Astra-Kontingent und können danach Credits zukaufen. OpenAI weist ausdrücklich darauf hin, dass Astra das Kontingent schneller aufbraucht als GPT-5.6 Sol.

Zwei Einschränkungen kommen dazu. Codex braucht für Astra mindestens die Version 0.153.0 der Codex CLI, und in Enterprise-Arbeitsbereichen ist Astra zum Start ausgeschaltet, bis der Admin es freigibt. Free und Go bekommen kein Astra, laut OpenAI aber GPT-6 Luna in der Desktop-App.


Tabelle mit acht Zeilen von Free und Go über Plus, Pro, Business und Enterprise bis zur API, jeweils mit dem Zugang zu GPT-6 im Chat und in Work, Codex und API samt Nachrichtenkontingenten.

Welcher ChatGPT-Tarif GPT-6 Astra an welchem Ort bekommt, mit den Kontingenten laut OpenAIs Hilfeartikeln, Stand 29. September 2026.

Wer mit Plus Astra ausprobieren will, schaltet oben in ChatGPT von Chat auf Work und setzt das Kontingent für eine echte Aufgabe ein, nicht für Testfragen. Wie ihr Projekte und Anweisungen in ChatGPT so einrichtet, dass solche Aufgaben wiederholbar werden, steht in unserem Beitrag ChatGPT richtig nutzen.

Was Astra am Computer wirklich kann

Gebt Astra Aufgaben, bei denen es Software bedient, und nicht solche, bei denen es nur Text schreibt. Dort liegt laut OpenAIs Ankündigung der eigentliche Fortschritt: Online-Formulare ausfüllen, Kundendaten in einem CRM aktualisieren, den Kalender organisieren, eine Website bauen und danach prüfen, ob alle Funktionen im Frontend laufen. OpenAI nennt Astra selbst das beste Modell der Welt für die Bedienung von Computern. Unabhängig geprüft ist das nicht.

Die Zahl dazu: Im Test OSWorld 2.0, der Aufgaben am Desktop misst, erreicht Astra laut OpenAI 72,6 Prozent bei rund 40 Minuten pro Aufgabe, GPT-5.6 Sol 65,7 Prozent bei rund 75 Minuten. Das sind Teilpunkte und keine Quote gelöster Aufgaben. In unserer ersten Fassung stand, Astra löse drei von vier Desktop-Aufgaben, das war so nicht belegt.

Nutzt Sites in ChatGPT für Prototypen, die ihr jemandem zeigen wollt. Mit dieser Funktion erstellt, hostet und teilt Astra laut OpenAI Websites, Web-Apps und Spiele direkt aus einer Eingabe. Seit dem 3. September lassen sich solche Seiten laut den Release Notes auch mit namentlich benannten Personen außerhalb des eigenen Arbeitsbereichs teilen, ohne sie öffentlich zu machen.

Das neue Gedächtnis in Codex müsst ihr selbst einschalten. OpenAI hatte angekündigt, dass diese experimentelle Funktion für lange Verläufe in den kommenden Wochen Standard für Astra wird. Stand 29. September ist sie laut OpenAIs Modellübersicht weiterhin ab Werk aus und bei Anmeldung über Business, Enterprise oder einen API-Schlüssel nicht verfügbar. Wer sie testen will, setzt in der Datei config.toml den Schalter features.context_management.experimental_mode = true.

Was die Testergebnisse taugen

Schaut bei jeder Bestenliste zuerst, wer gemessen hat, und erst dann auf die Zahl. In OpenAIs eigener Tabelle liegt Astra bei GPQA Diamond, einer Prüfung naturwissenschaftlichen Fachwissens, mit 96,0 Prozent vor GPT-5.6 Sol mit 94,6 und Claude Fable 5.1 von Anthropic mit 93,7 Prozent. Bei Humanity's Last Exam mit Werkzeugen liegt dagegen Fable 5.1 mit 65,0 Prozent vor Astra mit 57,2.

Die unabhängige Messung fällt nüchterner aus. Artificial Analysis gibt Astra im Artikel vom 9. September im Intelligence Index 53 Punkte, genauso viele wie Claude Fable 5.1 und 6 mehr als GPT-5.6 Sol. Im Coding Agent Index kommt Astra in Codex auf 62, gleichauf mit Fable 5.1 in Claude Code und vor Claude Opus 5 mit 60 und GPT-5.6 Sol mit 55. Unsere erste Fassung nannte hier andere Werte und einen Abstand von fünf Punkten zwischen OpenAI und Anthropic, beides stimmt nach heutigem Stand nicht.

Beim Test ARC-AGI-3 meldet OpenAI 99,9 Prozent gegenüber 7,8 beim Vorgänger, gemessen mit einer eigenen Testumgebung, die laut Fußnote zwei Einstellungen ändert. ARC Prize, die Organisation hinter dem Test, kommt auf 99,9 Prozent nur mit einem sogenannten Provider Adapter bei Kosten von 19.000 Dollar. In der Standardvariante sind es 62,7 Prozent bei 26.000 Dollar, ein großer Sprung, aber eine andere Zahl.

Lasst jeden Text, den ein Modell für eure Website schreibt, von jemandem gegenlesen, der das Fach kennt. Artificial Analysis misst auch, wie oft ein Modell bei Fragen, die es nicht beantworten kann, trotzdem etwas erfindet. Bei Astra sank diese Rate auf höchster Stufe von 92 auf 51 Prozent. Das ist ein echter Fortschritt und heißt zugleich, dass Astra in rund jedem zweiten solchen Fall weiter etwas Falsches behauptet.

Ist GPT-6 AGI?

OpenAI selbst nennt GPT-6 Astra in keinem schriftlichen Text AGI. Durchsucht haben wir Ankündigung, Sicherheitsübersicht, System Card, Hilfeartikel, Schnittstellendoku und die Beiträge vom 9. und 22. September. Die System Card enthält das Wort gar nicht, in der Ankündigung steht es nur im Namen des Tests ARC-AGI-3. Dort beschreibt OpenAI Astra als das intelligenteste und am besten ausgerichtete Modell der Welt.

Der Begriff kam mündlich in die Welt. Laut Axios hat OpenAI-Präsident Greg Brockman bei der Vorstellung am 3. September die AGI-Ära ausgerufen, und in einem Interview, das a16z am 14. September auf X veröffentlicht hat, sagt er sinngemäß, man sei jetzt in dieser Ära. In seinem eigenen Beitrag auf X zum Start kommt AGI nicht vor.

Die deutlichste Gegenstimme kommt von ARC Prize, deren Test Astra fast vollständig gelöst hat. Die Organisation sieht darin einen echten Schritt zur Verallgemeinerung, behauptet aber ausdrücklich nicht, dass Astra AGI sei. Zum Maßstab: OpenAIs Charta versteht unter AGI hochgradig autonome Systeme, die Menschen bei den meisten wirtschaftlich wertvollen Tätigkeiten übertreffen, und nennt den Zeitpunkt dafür ungewiss.

Für euren Betrieb ist das Etikett unerheblich. Entscheidend ist, welche Aufgabe ein Modell verlässlich erledigt und was sie kostet. Wenn euch jemand ein Produkt mit dem Etikett AGI verkaufen will, fragt nach genau diesen zwei Dingen.

Sicherheit: was Astra verweigert und was ihr selbst regeln müsst

Rechnet damit, dass Astra Sicherheitsaufgaben ablehnt, und begrenzt die Rechte eines Agenten selbst, denn das nimmt euch kein Modell ab. Laut OpenAIs Sicherheitsübersicht ist Astra das erste OpenAI-Modell, das im Preparedness Framework die Stufe Critical für Cybersicherheit erreicht. Gemeint ist, dass es mit den richtigen Werkzeugen bisher unbekannte Lücken in vielen gut geschützten Systemen finden und ausnutzen kann, ohne dass ein Mensch jeden Schritt anleitet. Bei der Prüfung hat Astra zwei solche Lücken entdeckt und genutzt, OpenAI meldet sie den Verantwortlichen.

Deshalb verweigert Astra fortgeschrittene Sicherheitsaufgaben wie Beispielcode für den Angriff auf eine Schwachstelle. In OpenAIs Tests mit Umgehungsversuchen im Cyberbereich lehnt Astra laut OpenAI 91,5 Prozent der Anfragen ab, GPT-5.6 Sol 59 Prozent. Weniger strenge Schutzmaßnahmen will OpenAI über das Programm Daybreak nach und nach für Sicherheitsteams öffnen.

Zur Vorgeschichte: Im Juli 2026 haben OpenAI-Modelle bei internen Sicherheitstests Kontrollen umgangen, die sie vom Internet trennen sollten, und Teile von Hugging Face kompromittiert, wie OpenAI in einem eigenen Bericht schreibt. Danach hat OpenAI bestimmtes Training, darunter Training für Astra, zwei Wochen pausiert und Teile von Entwicklung und Start verzögert. Astra selbst war laut OpenAI nicht beteiligt.

Zwei weitere Punkte stehen offen in den Unterlagen. Astras schriftlich nachvollziehbare Gedankengänge sind laut OpenAI schwerer zu überwachen als die von GPT-5.6 Sol. Gegen versteckte Anweisungen in Websites oder Dokumenten, sogenannte Prompt Injections, ist Astra laut System Card dagegen robuster geworden: 99,79 statt 96,23 Prozent.

Was nicht automatisch läuft: Ein Agent, der in eurem CRM Daten ändert, bringt keine Rechtegrenzen mit. Legt ihm ein eigenes Konto mit genau den Rechten an, die die Aufgabe braucht. Enterprise-Admins können laut OpenAI seit dem 9. September zusätzlich festlegen, welche Websites und Desktop-Programme erlaubt sind, Uploads und Downloads steuern und den Browserverlauf kontrollieren.

Preise und Schnittstelle: Astra, Sol und Luna im Vergleich

Nehmt für Routineaufgaben über die Schnittstelle GPT-6 Sol oder Luna und Astra nur dort, wo die kleineren Modelle scheitern. Astra kostet laut OpenAIs Preisliste 10 Dollar je Million Eingabe-Tokens und 50 Dollar je Million Ausgabe-Tokens. GPT-6 Sol liegt seit dem 22. September bei 2 und 10 Dollar, GPT-6 Luna bei 0,10 und 0,50 Dollar. Astra ist damit fünfmal so teuer wie Sol, der Vergleich mit GPT-5.6 Sol aus unserer ersten Fassung ist überholt.


Tabelle mit den drei Modellen GPT-6 Astra, Sol und Luna, ihren API-Preisen je Million Tokens, den Orten, an denen sie laufen, und unserer Empfehlung, wofür sich jedes Modell eignet.

Die drei Modelle der GPT-6-Familie mit ihren Preisen laut OpenAI und dem, wofür wir sie im Alltag eines kleinen Betriebs einsetzen würden.

Bei Astra gibt es Aufschläge und Rabatte. Hat eine Anfrage mehr als 272.000 Eingabe-Tokens, verdoppeln sich laut Modellseite die Preise für Eingabe und Cache, die Ausgabe kostet das 1,5-Fache, und zwar für die ganze Anfrage. Der Fast-Modus liefert bis zu doppelte Geschwindigkeit zum doppelten Preis, Batch und Flex kosten die Hälfte. Eingaben aus dem Cache kosten bei Astra 1 Dollar je Million Tokens, OpenAI nennt für die GPT-6-Familie 90 Prozent Rabatt auf solche Lesezugriffe.

Wer Daten in der EU verarbeiten lassen muss, plant 10 Prozent Aufschlag ein. EU-Datenresidenz gibt es für Astra, Sol und Luna laut Preisliste nur in der Standard-Verarbeitung, der Fast-Modus fällt damit weg. Bei Microsoft Azure steht Astra laut Microsoft weiterhin nur in der globalen und der US-Datenzone bereit.

Für Entwickler: Werkzeugaufrufe gehen laut Changelog nur über die Responses API, und temperature, top_p und logprobs unterstützt Astra nicht. Den Denkaufwand stellt ihr über reasoning.effort mit den Stufen low, medium, high, xhigh und max ein. Rechnet vor jedem Umstieg eine typische Anfrage mit euren echten Tokenmengen durch.

Was GPT-6 für ein kleines Unternehmen ändert und was nicht

Stellt nichts um, nur weil ein neues Modell erschienen ist, sondern prüft eine einzige Aufgabe, bei der heute jemand Software von Hand bedient. Das ist die eigentliche Neuerung: Formulare ausfüllen, Daten zwischen Programmen übertragen oder eine Website auf Fehler durchklicken lässt sich mit Astra in Work oder Codex zum ersten Mal ernsthaft abgeben. Mit Plus geht das ohne Tarifwechsel. Was Agenten in kleinen und mittleren Betrieben heute schon selbstständig erledigen und was das kostet, haben wir in unserem Beitrag über KI-Agenten im Mittelstand gesammelt.

Was sich nicht ändert: Für E-Mails zusammenfassen, Anfragen vorsortieren oder Texte entwerfen braucht ihr kein Spitzenmodell. GPT-5.6 Sol im Chat oder GPT-6 Sol über die Schnittstelle reicht dafür, und Astra würde euer Kontingent nur schneller leeren.

Datenschutz geht vor Tempo. Wer Kundendaten über die Schnittstelle verarbeitet, nutzt die EU-Datenresidenz, auch wenn sie mehr kostet und den Fast-Modus ausschließt. Prüft außerdem, ob euer Vertrag zur Auftragsverarbeitung die neue Modellversion abdeckt.

Ein Fehler aus unserer eigenen Arbeit gehört hierher. In der ersten Fassung dieses Beitrags stand, Astra sei seit dem 4. September in Plus verfügbar, weil OpenAIs Ankündigung das so in Aussicht gestellt hatte. Für Leser mit Plus war das irreführend. Seitdem prüfen wir Verfügbarkeiten im eigenen Konto.

Eure Website bekommt Besucher, die Agenten sind

Prüft eure Website darauf, ob ein Programm ohne Geduld eure Leistungen, Preise und euren Kontaktweg findet. Ein Modell, das Formulare ausfüllt und Websites bedient, wird früher oder später im Auftrag eurer Kundschaft unterwegs sein, etwa mit dem Auftrag Such mir drei Elektriker in Köln, die nächste Woche Zeit haben, und frag Angebote an. Findet der Agent Leistungen, Verfügbarkeit und Kontaktweg nicht schnell, ist der nächste Betrieb nur eine Suche entfernt.

Was hilft, ist nichts Neues: eine saubere Überschriftenstruktur, Leistungen und Konditionen als echter Text, vollständige Kontaktangaben und ein Formular ohne Umwege. Füllt euer eigenes Kontaktformular heute einmal nur mit der Tastatur aus, ohne Maus, und notiert jede Stelle, an der ihr hängen bleibt.

Eine mit Sites gebaute Seite reicht für einen Prototyp, aber nicht für euren Auftritt. Für eine einfache Landingpage oder ein internes Werkzeug ist das eine echte Option, und dafür sollte niemand viel Geld ausgeben. Das Modell baut aber, was man ihm beschreibt, es kennt weder eure Kundschaft noch eure Einwände noch eure Preislogik. Wann eine KI-gebaute Website genügt und wann nicht, haben wir in Website mit KI erstellen durchgespielt.

Fazit: was heute, was diese Woche, was später

Heute schaut ihr nach, welchen Tarif ihr habt und wo GPT-6 für euch überhaupt verfügbar ist. Mit Plus heißt das: Work oder Codex, nicht der Chat. Wer im Chat noch bewusst GPT-5.5 auswählt, gewöhnt sich jetzt an GPT-5.6 Sol, denn am 14. Oktober verschwindet GPT-5.5 laut OpenAI aus ChatGPT, Work und Codex, in der Schnittstelle bleibt es.

Diese Woche sucht ihr eine Aufgabe, bei der jemand im Team Software von Hand bedient, und lasst sie einmal von Astra in Work erledigen, mit einem Konto, das nur die nötigen Rechte hat. Wer über die Schnittstelle arbeitet, rechnet dieselbe Aufgabe mit Sol und mit Astra durch.

In den nächsten Monaten macht ihr eure Website für Agenten lesbar: Leistungen, Preise und Kontaktweg als klarer Text, ein Formular ohne Hürden. Wenn ihr das nicht selbst angehen wollt, genau diese Prüfung gehört bei uns zu jedem Website-Projekt dazu.

Was sich geändert hat und was das für euch heißt

25. September 2026: OpenAI hat einen Fehler beim Bildverständnis von GPT-6 Sol und Luna behoben. Für euch heißt das: Wer über Schnittstelle, Codex oder Computer Use Bilder mit diesen Modellen auswertet und davor schwache Ergebnisse hatte, testet noch einmal.

22. September 2026: GPT-6 Sol und GPT-6 Luna kommen für Work, Codex und die Schnittstelle, dazu 90 Prozent Rabatt auf Eingaben aus dem Cache. Für euch heißt das: Automatisierungen, die bisher auf GPT-5.6 Sol liefen, neu durchrechnen, Sol kostet mit 2 und 10 Dollar die Hälfte.

Mitte September 2026: OpenAI kündigt an, dass GPT-5.5 am 14. Oktober aus ChatGPT, Work und Codex verschwindet. Für euch heißt das: Abläufe, die im Chat auf GPT-5.5 eingespielt sind, jetzt mit GPT-5.6 Sol prüfen. In der Schnittstelle bleibt GPT-5.5 verfügbar.

14. September 2026: Plus und Pro schalten im Chat nicht mehr automatisch von Instant auf Thinking um. Für euch heißt das: Bei schwierigen Fragen den Regler für den Denkaufwand selbst hochstellen, sonst bekommt ihr die schnelle, flachere Antwort.

10. September 2026: OpenAI pausiert neue Abschlüsse von Pro für 200 Dollar. Für euch heißt das: Wer Astra im Chat braucht, landet derzeit bei Pro für 100 Dollar mit 50 Nachrichten pro Woche oder bei Business.

9. September 2026: ChatGPT Voice kann für schwierige Fragen auf Astra zurückgreifen, und Enterprise-Admins bekommen neue Kontrollen. Für euch heißt das: Admins können jetzt festlegen, welche Websites und Desktop-Programme ein Agent nutzen darf, und sollten das vor der Freigabe tun. Seit dem 23. September gibt es Voice auch in Work.

9. September 2026: Artificial Analysis veröffentlicht die unabhängige Auswertung mit 53 Punkten für Astra, gleichauf mit Claude Fable 5.1. Für euch heißt das: Meist entscheidet nicht der Anbieter, sondern wie gut ihr die Aufgabe beschreibt und kontrolliert.

4. September 2026: Astra wird für Pro, Enterprise und Business Premium in Work und Codex freigeschaltet und ist in der Schnittstelle verfügbar. Für euch heißt das: Plus und Business sollten laut OpenAI in einigen Tagen folgen, im Chat ist Astra bei Plus bis heute nicht angekommen. Sam Altman entschuldigte sich am selben Tag auf X für den holprigen Start.

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Wir schauen uns an, wie eure Seite für ein Programm aussieht, das im Auftrag eurer Kundschaft Angebote einholt, und wo es heute hängen bliebe. Schreibt uns kurz über das Kontaktformular, eure Domain reicht als Einstieg. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden, persönlich und ohne Vertriebsgespräch.