Online-Shop fördern lassen 2026: wann ein Webshop bezuschusst wird

Gibt es Fördergeld für einen Online-Shop? Wo Webshops ausdrücklich förderfähig sind, wo nur mit Anbindung an eure Abläufe und wo Standard-Shops ausgeschlossen sind.

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Strategie & Wachstum

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Dustin Tatarowicz

Dustin Tatarowicz

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Ein Online-Shop ist für viele Betriebe der größte Digitalisierungsschritt: neues System, Zahlungsabwicklung, Versand, Anbindung an Lager und Buchhaltung. Entsprechend oft wird gefragt, ob es dafür Fördergeld gibt. Die gute Nachricht: Ein Shop hat bessere Chancen als eine reine Website. Die schlechte: Standard-Shops aus dem Baukasten sind in den meisten Programmen ausdrücklich ausgeschlossen.

Für diesen Ratgeber haben wir am 13. Oktober 2026 die Richtlinien, Merkblätter und Positiv- und Negativlisten der Bundes- und Landesprogramme gelesen. Hier steht, wo ein Online-Shop heute förderfähig ist, unter welchen Bedingungen, und was ihr tun könnt, wenn es nicht klappt.

Kurz gesagt (Stand 13. Oktober 2026)

Ein Online-Shop wird gefördert, wenn er mehr ist als ein Standard-Template. Ausdrücklich förderfähig sind Webshops in Sachsen-Anhalt und in Schleswig-Holstein, dort als „professionelle Webshops“ für kleine Unternehmen. Im Saarland und in Sachsen geht es nur mit Verkaufsfunktion beziehungsweise Anbindung an die Warenwirtschaft. Bundesweit finanziert der KfW-Förderkredit Digitalisierung digitale Vertriebskanäle, als Kredit mit 3 bis 5 % Zuschuss. NRW und Bayern schließen Standard-Shops aus, NRW sogar die Zahlfunktion. Den Shop erst nach dem Förderbescheid beauftragen.

Die Programme im Überblick

Die Übersicht zeigt, was die wichtigsten Programme zum Online-Shop sagen.

Förderung für einen Online-Shop 2026 nach Programmen und Bundesländern

Förderung für einen Online-Shop nach Programmen, Stand 13. Oktober 2026.

Wo ein Shop ausdrücklich förderfähig ist

Schleswig-Holstein fördert professionelle Webshops. Das Programm DKU der WTSH nennt in seiner Positivliste die „Einführung neuer, digitaler Vertriebskanäle inklusive Aufbau des elektronischen Handels optimiert für unterschiedliche Endgeräte“ und die „Einführung professioneller Webshops“. Gefördert werden 40 % bei Investitionen ab 10.000 €, aber nur für kleine Unternehmen unter 50 Beschäftigten, und freie Berufe sind ausgeschlossen. Achtung: Wer beim Antrag hilft, darf laut Richtlinie nicht gleichzeitig der geförderte Dienstleister sein.

Sachsen-Anhalt fördert Online-Vertriebswege. Das Programm Digital Innovation nennt „Online-Vertriebswege, zum Beispiel Webshops, eSupport, elektronische Marktplätze“. Der Zuschuss beträgt bis zu 50 %, höchstens 70.000 €. Das nächste Antragsfenster öffnet am 16. November 2026 um 13 Uhr für 90 Anträge.

Wo es nur mit Bedingungen geht

Im Saarland zählt der Verkaufserlös. Das Programm DigitalInvest KMU fördert „Webseiten und -shops, die als Schnittstelle im Rahmen einer B2B- oder B2C-Fähigkeit einen direkten Verkaufserlös ermöglichen“, schließt aber „Einfache Standard-Webseiten oder -Webshops“ aus.

In Sachsen braucht der Shop eine Anbindung. Der Zuschuss Digi-Z fördert Shops nur mit Prozessmehrwert, etwa der Anbindung an die Warenwirtschaft. Derzeit gilt dort außerdem ein regionaler Antragsstopp.

Der KfW-Kredit finanziert digitale Vertriebskanäle. Im Merkblatt zum ERP-Förderkredit Digitalisierung stehen „Digitale Vertriebskanäle“ und „Angebot auf digitalen Plattformen“ als förderfähig, wenn digitale Systeme miteinander vernetzt werden. Es ist ein Kredit über die Hausbank mit 3 bis 5 % Tilgungszuschuss. Hamburg bietet mit dem Hamburg-Kredit Digital ein ähnliches Modell ab 25.000 €.

Wo ein Shop ausgeschlossen ist

NRW schließt Webshop und Zahlfunktion aus. Im Programm Mittelstand Innovativ & Digital stehen in der Liste der nicht förderfähigen Maßnahmen „Webseiten, Webshop, Social-Media-Tools, Marketingtools“ und zusätzlich „Entwicklungen oder die Einbindung von Funktionen zur Abwicklung des Verkaufsprozesses wie beispielsweise Zahlfunktion“.

Bayern fördert keine Standard-Shops. Laut den Vollzugshinweisen zum Digitalbonus zählen zu den ausgeschlossenen Standard-Webshops „insbesondere Standard-Shop-Templates ohne zusätzliche Anpassungs-Dienstleistungen“. Ob ein individuell angepasster Shop gefördert wird, entscheidet die Bezirksregierung im Einzelfall.

Was einen Shop förderfähig macht

Die Anbindung an eure Abläufe ist das entscheidende Argument. Fast alle Programme unterscheiden zwischen „Standard“ und echter Digitalisierung. Ein Shop, der Bestellungen automatisch an Warenwirtschaft, Lager und Buchhaltung übergibt, Lieferzeiten aus dem Bestand anzeigt oder B2B-Kunden eigene Preise gibt, ist ein Digitalisierungsprojekt. Ein Template mit ein paar Produkten ist es nicht. Beschreibt im Antrag genau diese Vernetzung. Was ein Shop technisch können sollte und wann Shopify reicht, steht in Onlineshop erstellen.

Holt Angebote ein, aber unterschreibt sie erst nach dem Bescheid. Für fast jeden Antrag braucht ihr ein Angebot oder eine Kostenschätzung. Das ist unproblematisch. Schädlich ist erst der Auftrag: Bei BAFA zählt schon der Abschluss des Beratungsvertrags als Beginn, in Bayern sogar ein mündlicher Auftrag, und in NRW dürfen vor der Bewilligung keine Vereinbarungen rechtskräftig geschlossen sein. Wir schreiben euch gern ein Angebot, das ihr dem Antrag beilegen könnt, und fangen erst an, wenn ihr grünes Licht habt.

Rechnet Mindestbeträge und Eigenanteil ein. Schleswig-Holstein verlangt mindestens 10.000 € förderfähige Investitionen, NRW 8.000 €, Bayern 4.000 €. Fast überall bleiben mindestens 50 bis 60 % Eigenanteil, und die De-minimis-Grenze von 300.000 € in drei Jahren gilt für alle Zuschüsse zusammen.

Holt euch vorab kostenlose Beratung. Handwerksbetriebe können ihre Kammer fragen, alle anderen die Beratungsprogramme der Länder oder die BAFA-Beratungsförderung, die noch bis Ende 2026 läuft. Eine gute Beratung klärt auch, ob ein Marktplatz oder ein eigener Shop besser zu euch passt.

Und wenn die Förderung nicht klappt?

Dann zahlt ihr bei uns in Raten. Förderprogramme haben Kontingente, Losverfahren und Fristen, und oft passt das eigene Vorhaben schlicht nicht in die Richtlinie. Damit ein sinnvolles Projekt nicht daran scheitert, bieten wir bei allen unseren Leistungen Ratenzahlung an. Die Website für 999 Euro zahlt ihr zum Beispiel in vier Raten ohne Aufschlag, bei größeren Projekten legen wir die Raten im Erstgespräch gemeinsam fest. Fragt einfach danach, auch wenn ihr parallel noch auf einen Förderbescheid wartet.

Was sich geändert hat und was das für euch heißt

Shops werden heute nur noch als Teil echter Digitalisierung gefördert. Mit go-digital, dem DIGI-Zuschuss Hessen, der Digitalisierungsprämie Plus in Baden-Württemberg und dem Digitalbonus Niedersachsen sind mehrere Programme weggefallen, die Shops gefördert haben. Die verbliebenen setzen auf Vernetzung statt Schaufenster. Für euch heißt das: Plant euren Shop von Anfang an mit Anbindung an eure Abläufe, dann steigen die Förderchancen, und der Shop spart euch auch ohne Förderung mehr Arbeit.

Stand dieser Fassung: 13. Oktober 2026. Förderprogramme ändern sich oft, Kontingente sind manchmal nach Stunden ausgeschöpft. Prüft den aktuellen Stand immer direkt beim Programm, bevor ihr plant. Dieser Beitrag ist keine Förder- oder Rechtsberatung.

Ihr plant einen Online-Shop?

Wir bauen Shops, die an eure Abläufe angebunden sind, auf Shopify oder individuell. Wenn eine Förderung in Frage kommt, schreiben wir das Angebot passend zum Antrag. Dazu passt: Onlineshop erstellen · Was kostet eine Website? · Leistung: Online-Shops

Schreibt uns, was ihr vorhabt und in welchem Bundesland euer Betrieb sitzt, über unser Kontaktformular. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden, persönlich und ohne Vertriebsgespräch.