Was kostet Google Ads? Klickpreise, Budget und Agenturkosten 2026 mit echten Zahlen
Was ein Klick bei Google in eurer Branche kostet, wie viel Budget ihr einplanen solltet und was neben der Werbung noch dazukommt: mit Keyword-Planer-Werten für 18 Suchbegriffe, einem Rechenbeispiel und einer Checkliste.
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„Was kostet Google Ads?“ ist eine der Fragen, die wir im Erstgespräch am häufigsten hören, und die ehrlichste Antwort klingt zunächst unbefriedigend: so viel, wie ihr einstellt. Google verlangt keine Grundgebühr und keinen festen Preis. Ihr bezahlt pro Klick, und der Preis eines Klicks entsteht in einer Auktion, die bei jeder einzelnen Suche neu läuft.
Trotzdem lässt sich ziemlich genau sagen, womit ihr rechnen müsst. Für diesen Beitrag haben wir am 12. Oktober 2026 im Keyword-Planer von Google die Gebote für 18 typische Suchbegriffe aus Handwerk, Dienstleistung und Energie abgefragt, die Kampagnendaten der Google-Ads-Konten ausgewertet, die wir betreuen, und alle Regeln zu Budget, Abrechnung und Steuern in der deutschen Google-Ads-Hilfe nachgelesen. Am Ende wisst ihr, was ein Klick in eurer Branche ungefähr kostet, wie viel Budget ihr einplanen solltet und wo das Geld unbemerkt versickert.
Kurz gesagt (Stand 12. Oktober 2026)
Ein Klick auf eine Google-Anzeige kostet in Deutschland je nach Suchbegriff zwischen etwa 70 Cent und 17 Euro. Günstig sind Suchen, bei denen sich jemand erst informiert, teuer sind Notdienste, Anwälte und Solaranfragen. Euer Budget legt ihr selbst fest: An einem Tag darf Google bis zum Doppelten des Tagesbudgets ausgeben, im Monat höchstens das 30,4-Fache. Wer 20 € pro Tag einstellt, zahlt also höchstens 608 € im Monat. Für einen lokalen Betrieb in einer umkämpften Branche sind das grob 100 bis 200 Klicks. Was davon als Anfrage ankommt, entscheidet vor allem eure Landingpage. Eine Agentur kostet zusätzlich, Google selbst verlangt für die Betreuung nichts.
So entsteht der Preis eines Klicks
Bei jeder Suche läuft eine Auktion, und gewonnen wird sie nicht allein mit Geld. Google berechnet für jede passende Anzeige einen Anzeigenrang. Laut Google-Ads-Hilfe basiert er „im Wesentlichen“ auf sechs Faktoren: eurem Gebot, der Qualität von Anzeige und Landingpage, den Mindestwerten für eine Auslieferung, der Wettbewerbsfähigkeit der Auktion, dem Kontext der Suche (Ort, Gerät, Uhrzeit) und der erwarteten Wirkung von Zusätzen wie Telefonnummer oder Sitelinks. Wer den höheren Rang hat, steht weiter oben.
Ihr zahlt nicht euer Gebot, sondern nur so viel, wie ihr braucht, um den Nächsten zu schlagen. Das Gebot ist euer Höchstbetrag. Die Hilfe schreibt dazu, dass euch „oft weniger, manchmal sogar erheblich weniger“ berechnet wird, weil ihr höchstens den Betrag zahlt, der nötig ist, um den Mitbewerber direkt unter euch zu überholen. Steht niemand unter euch, zahlt ihr nur den Mindestpreis. Ausnahmen gibt es, wenn automatische Gebotsanpassungen aktiv sind.
Bessere Anzeigen machen Klicks billiger. Google schreibt selbst: „Insgesamt führen Anzeigen mit höherer Qualität normalerweise zu niedrigeren Kosten und einem höheren Werbeerfolg.“ Eine Anzeige, die genau zur Suche passt und auf eine Seite führt, die hält, was sie verspricht, kann also mit einem niedrigeren Gebot über einer Anzeige mit höherem Gebot landen.
Der Qualitätsfaktor ist dabei eine Anzeige im Armaturenbrett, nicht der Motor. Viele Ratgeber erklären, Google rechne den Qualitätsfaktor (eine Zahl von 1 bis 10 je Keyword) direkt in den Preis ein. Die Hilfe sagt etwas anderes: „Der Qualitätsfaktor wird nicht in der Anzeigenauktion berücksichtigt. Er dient als Diagnosetool.“ In die Auktion fließt die Qualität zum Zeitpunkt der jeweiligen Suche ein. Der Qualitätsfaktor zeigt euch nur rückblickend, wo es hakt: bei der erwarteten Klickrate, bei der Relevanz der Anzeige oder bei der Landingpage. Jede der drei Komponenten bekommt die Bewertung über-, unter- oder durchschnittlich, verglichen mit anderen Werbetreibenden, die in den letzten 90 Tagen für dieselbe Suche geworben haben.
Ganz oben ist es teurer. Für die Plätze über den Suchergebnissen liegen die Mindestwerte für den Anzeigenrang und damit die tatsächlichen Klickpreise laut Google „in der Regel höher“. Wer unbedingt Platz 1 will, zahlt dafür einen Aufschlag, der sich nicht immer rechnet.
Was ein Klick in eurer Branche kostet
Die Spanne reicht in unserer Abfrage von 70 Cent bis gut 17 Euro. Wir haben im Keyword-Planer 18 Suchbegriffe abgefragt, wie sie Kundinnen und Kunden lokaler Betriebe tatsächlich eintippen, eingestellt auf Deutschland und die Sprache Deutsch. Die Grafik zeigt für jeden Begriff den niedrigen und den hohen Wert, den Google als „Gebot für obere Positionen“ angibt, dazu die durchschnittlichen Suchen pro Monat.

Gebote für eine Anzeige oben auf der Seite, abgefragt am 12. Oktober 2026 im Google-Ads-Keyword-Planer (Deutschland, Sprache Deutsch, netto). Die Ortsangabe „köln“ steht im Suchbegriff, die Gebote gelten für ganz Deutschland.
Lest die beiden Werte als Bandbreite der Konkurrenz, nicht als Preisschild. Laut der englischen Fassung der Hilfe entspricht der niedrige Wert etwa dem 20. Perzentil, der hohe etwa dem 80. Perzentil der Gebote, die Werbetreibende bisher für eine Platzierung oben auf der Seite abgegeben haben. (Die deutsche Übersetzung spricht missverständlich von den „oberen 80 %“.) Es sind also Gebote, keine bezahlten Preise. Weil ihr nur so viel zahlt, wie ihr zum Überholen braucht, liegt euer tatsächlicher Klickpreis meist darunter.
Teuer wird es, wo jemand sofort einen Auftrag vergeben will. Wer „klempner notdienst“ sucht, hat Wasser im Keller und ruft den Ersten an, der erreichbar ist. Entsprechend liegen die Gebote bei 4,04 bis 14,07 €. Ähnlich ist es bei „sanitär notdienst“ (3,36 bis 12,19 €), „anwalt für arbeitsrecht“ (3,17 bis 12,50 €) und „umzugsunternehmen köln“ (4,31 bis 11,78 €). Den höchsten oberen Wert hat „photovoltaik angebot“ mit 17,17 €, obwohl der Begriff nur rund 170 Mal im Monat gesucht wird: Ein einziger Auftrag ist dort viele tausend Euro wert, entsprechend aggressiv bieten die Anbieter.
Günstig sind Suchen, bei denen sich jemand erst schlau macht. „badsanierung kosten“ liegt bei 0,70 bis 2,17 €, „wärmepumpe kosten“ bei 1,62 bis 4,86 €, obwohl es mit 40.500 Suchen im Monat der meistgesuchte Begriff unserer Liste ist. Wer nach Kosten fragt, ist noch nicht bereit für einen Auftrag. Das macht solche Begriffe nicht wertlos, aber ihr braucht eine Seite, die die Frage beantwortet und dann zur Anfrage führt, statt direkt ein Kontaktformular zu zeigen.
Lokale Handwerksbegriffe liegen meist zwischen 1 und 7 Euro. „maler köln“ kostet laut Keyword-Planer 1,69 bis 5,08 €, „dachdecker köln“ 1,37 bis 7,40 €, „elektriker köln“ 2,11 bis 6,86 €, „heizung reparatur“ 1,09 bis 3,93 €. Google bestätigt in seinem eigenen Kostenartikel die zwei Muster dahinter: Begriffe mit „konkreter Kaufabsicht“ sind teurer als informierende, und Regionen mit „höherer Nachfrage oder mehr Mitbewerbern“ ebenfalls.
Unsere eigenen Kampagnen bestätigen die Größenordnung. In den Google-Ads-Konten, die wir betreuen, lag der tatsächlich bezahlte Klickpreis zwischen Oktober 2025 und Oktober 2026 bei Suchkampagnen zwischen gut 2 und gut 9 €, bei Anzeigen im Displaynetzwerk (Bannern auf anderen Websites) zwischen 0,26 und 2,39 €. Eine sehr kleine Suchkampagne mit nur 161 Klicks haben wir dabei ausgeklammert. Das sind Werte aus mehreren Konten, ohne Namen und Branchen, und keine Studie. Sie zeigen aber, dass die Keyword-Planer-Werte realistisch sind und dass Banner-Klicks deutlich billiger, aber auch weniger kaufbereit sind als Klicks aus der Suche.
Amerikanische Durchschnittswerte taugen nur als Denkmodell. Die meistzitierte Benchmark-Studie stammt von WordStream und LocaliQ und nennt für 2026 einen mittleren Klickpreis von 5,42 US-Dollar, eine Conversion-Rate von 8,18 % und Kosten pro Anfrage von 66,69 US-Dollar. Für die Kategorie „Home & Home Improvement“ sind es 8,33 Dollar pro Klick und 90,92 Dollar pro Anfrage. Die Zahlen beruhen auf 13.474 Kampagnen in den USA, auf Google und Microsoft zusammen, und nur auf Kunden des Anbieters. Für Deutschland gibt es keine vergleichbar saubere Erhebung. Brauchbar ist die Studie trotzdem, weil sie die Rechnung zeigt, auf die es ankommt: Klickpreis geteilt durch Conversion-Rate ergibt den Preis einer Anfrage.
Wie viel Budget ihr einplanen solltet
Ihr stellt ein Tagesbudget ein, abgerechnet wird aber pro Monat. Laut Hilfe darf eine Kampagne an einem Tag bis zum Doppelten des durchschnittlichen Tagesbudgets ausgeben, um starke Tage mitzunehmen. Im Monat ist die Grenze das 30,4-Fache des Tagesbudgets, weil ein Jahr im Schnitt 30,4 Tage pro Monat hat. Googles eigenes Beispiel: 10 € pro Tag ergeben höchstens 20 € an einem Tag und höchstens 304 € im Monat. Gibt das System trotzdem mehr aus, übernimmt Google den Rest: „Sie zahlen nie mehr als die Beträge, die Sie festgelegt haben.“
Achtung, wenn eure Anzeigen nur werktags laufen. Das Monatsziel bleibt auch dann das 30,4-Fache des Tagesbudgets. Läuft eine Kampagne nur an fünf von sieben Tagen, verteilt Google das Monatsbudget auf weniger Tage, und die einzelnen Tage werden teurer als eingestellt.
Rechnet rückwärts von der Anfrage, nicht vorwärts vom Budget. Ein Rechenbeispiel für einen Elektrobetrieb in Köln, mit Annahmen, die ihr durch eure eigenen ersetzen solltet:
Rechenbeispiel, keine Prognose. Klickpreis und Anfragequote sind Annahmen, die je nach Region, Saison und Landingpage stark schwanken.
Die entscheidende Frage ist, was ein Auftrag euch einbringt. 240 € Werbekosten für einen Auftrag sind für einen Zählerschrank-Tausch zu viel und für eine komplette Elektroinstallation im Neubau lächerlich wenig. Darum gibt es keine allgemeingültige Antwort auf „Lohnt sich Google Ads?“, sondern nur eure Rechnung: durchschnittlicher Deckungsbeitrag eines Auftrags gegen Werbekosten pro Auftrag.
Zu wenig Budget ist teurer als gar keins. Google schreibt kein Mindestbudget vor. Aber mit 5 € pro Tag bekommt ihr in unserem Beispiel gut einen Klick am Tag, und nach einem Monat wisst ihr nicht, ob die Kampagne funktioniert oder ob ihr nur Pech hattet. Zwei Dinge aus der Hilfe sprechen ebenfalls gegen Sparbudgets. Erstens schreibt Google zu AI Max, der neuen automatischen Erweiterung für Suchkampagnen, wörtlich: „AI Max ist nicht effektiv, wenn Kampagnen durch das Budget eingeschränkt sind.“ Zweitens arbeiten seit August 2026 Kampagnen mit den Gebotsstrategien Ziel-CPA oder Ziel-ROAS, deren Budget knapp ist, näher an dem Ziel, das ihr eingetragen habt. Googles Beispiel: Steht das Ziel bei 10 € pro Anfrage und lagen die tatsächlichen Kosten zuletzt bei 5 €, nähert sich die Kampagne jetzt den 10 €. Wer ein großzügiges Ziel eingestellt hat, zahlt pro Anfrage also womöglich mehr als vorher.
Gebt einer Änderung zwei Wochen. Google empfiehlt, nach einer Änderung „mindestens zwei Wochen abzuwarten, bevor Sie die Leistung bewerten“. Wer jeden Montag das Gebot umstellt, misst am Ende vor allem seine eigenen Eingriffe.
Welche Kampagnenart was kostet
Für lokale Betriebe ist die Suchkampagne der beste Start. Ihr bezahlt nur, wenn jemand aktiv nach eurer Leistung sucht und klickt, und ihr seht genau, bei welchen Suchbegriffen. Klicks sind hier am teuersten, aber auch am kaufbereitesten.
Performance Max und smarte Kampagnen verteilen euer Geld selbst. Performance Max greift laut Google über eine einzige Kampagne auf „das gesamte Google Ads-Inventar“ zu, also YouTube, Displaynetzwerk, Suche, Discover, Gmail und Maps. Smarte Kampagnen, die Google kleinen Betrieben bei der Anmeldung vorschlägt, laufen ebenfalls automatisch über Suche, Maps, YouTube und Partnerseiten. Der durchschnittliche Klickpreis sieht dadurch oft niedrig aus, weil viele billige Banner- und Video-Klicks darin stecken. Entscheidend ist, wie viele Anfragen dabei herauskommen, und das könnt ihr nur mit sauberem Tracking beurteilen.
Anzeigen für lokale Dienstleistungen gibt es auch in Deutschland, abgerechnet pro Anfrage statt pro Klick. Google nennt sie „Anzeigen für lokale Dienstleistungen“ (englisch Local Services Ads). Sie erscheinen mit einem Prüfabzeichen ganz oben, und ihr zahlt laut Google „nur für relevante Anfragen“. In Deutschland stehen am 12. Oktober 2026 29 Kategorien zur Wahl, darunter Elektriker, Klempner, Dachdecker, Heizung, Lüftung und Klimatechnik, Bodenleger, Umzugsservice und allgemeine Handwerker. Solar und Photovoltaik sind nicht dabei. Was eine Anfrage dort kostet, veröffentlicht Google nicht. Und anders als in den USA bekommt ihr in Europa für unpassende Anfragen keine Gutschrift.
In den KI-Übersichten selbst gibt es in Deutschland noch keine Anzeigen. Über und unter den „Übersichten mit KI“ können Anzeigen laut Google in allen über 200 Märkten erscheinen, in denen es die Übersichten gibt. In der Übersicht selbst laufen Anzeigen derzeit nur auf Englisch in zwölf Ländern, darunter die USA, Kanada und Australien. Deutschland gehört nicht dazu. Abschalten oder gezielt buchen lässt sich die Platzierung nicht.
Was zur Werbung noch dazukommt
Google verlangt keine Grundgebühr, eine Agentur schon. Ihr könnt ein Konto selbst anlegen und ohne Mindestlaufzeit werben. Wer die Betreuung abgibt, zahlt der Agentur ein Honorar zusätzlich zum Werbebudget, das weiterhin direkt an Google geht. Üblich sind eine feste Monatspauschale oder ein Prozentsatz vom Werbebudget. Eine seriöse Erhebung, was Agenturen in Deutschland dafür verlangen, gibt es nicht. Die Zahlen, die im Netz kursieren, stammen fast alle von Agenturen selbst. Fragt deshalb immer nach, was genau in der Pauschale steckt: Einrichtung, Anzeigentexte, Landingpage, Tracking, monatlicher Bericht und wie oft tatsächlich jemand ins Konto schaut.
Ein Prozentmodell belohnt höhere Ausgaben, eine Pauschale nicht. Bei einem Honorar von beispielsweise 15 % vom Budget verdient die Agentur mehr, wenn ihr mehr ausgebt, unabhängig davon, ob mehr Anfragen kommen. Das muss nicht schlecht sein, aber es lohnt sich, den Anreiz zu kennen.
Das Google-Partner-Abzeichen ist kein Erfolgssiegel. Für das Abzeichen braucht eine Agentur laut Google einen Optimierungsfaktor von mindestens 70 %, mindestens 10.000 US-Dollar Werbeausgaben in 90 Tagen über alle Kunden und mindestens zur Hälfte zertifizierte Betreuer. Der Optimierungsfaktor misst, wie viele Empfehlungen von Google umgesetzt oder bewertet wurden, nicht, wie viele Aufträge eure Anzeigen bringen. Das Abzeichen sagt also etwas über Erfahrung und Volumen, nichts über eure Ergebnisse.
Die Umsatzsteuer rechnet ihr selbst ab. Vertragspartner für deutsche Werbetreibende ist Google Ireland Limited. Umsatzsteuer stellt Google laut Hilfe nur Konten in Rechnung, die als „nicht geschäftlich“ angemeldet sind. Betriebe sind „für die Veranlagung und Zahlung der Umsatzsteuer … selbst verantwortlich“, nach Artikel 44 der EU-Mehrwertsteuerrichtlinie, also im sogenannten Reverse-Charge-Verfahren. Dafür braucht Google eure Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, nicht die Steuernummer. Die Angaben zu Kontotyp und Verwendungszweck lassen sich nach der Einrichtung laut Google nicht mehr ändern. Klärt das vorher mit eurer Steuerberatung, denn Google schreibt selbst, dass es keine Beratung zur Umsatzsteuer anbieten kann.
Für Anzeigen in Österreich kommen 5 % Digitalsteuer dazu, für Deutschland gibt es keinen Aufschlag. Wer als Kölner Betrieb nur in Deutschland wirbt, zahlt keinen Länderaufschlag. Liefert ihr Anzeigen auch nach Österreich aus, schlägt Google seit November 2020 5 % auf die dort ausgelieferten Anzeigen auf.
Abgebucht wird, sobald eine Schwelle erreicht ist, und am Monatsersten. Bei der nachträglichen Zahlung, früher „automatische Zahlung“ genannt, bucht Google ab, wenn eure Kosten einen Grenzbetrag erreichen. Die Hilfe nennt als Beispiel 50 €, die nach mehrmaligem Erreichen auf 200 € oder mehr steigen können. Am Anfang seht ihr also mehrere kleine Abbuchungen im Monat, das ist normal.
Startguthaben gibt es, aber mit Bedingungen. Google wirbt für Neukunden immer wieder mit Werbeguthaben. Am 12. Oktober 2026 waren es zum Beispiel 800 € Guthaben, wenn ihr in den ersten 60 Tagen mindestens 400 € ausgebt, mit größeren Stufen darüber. Das Guthaben kommt laut Bedingungen „normalerweise innerhalb von 35 Tagen“ und verfällt 60 Tage nach der Gutschrift. Es gilt nur für neue Werbetreibende mit Rechnungsadresse in Deutschland und nur für künftige Werbekosten. Für einen Test ist das ein schöner Zuschuss, solange ihr nicht schneller Geld ausgebt, als ihr auswerten könnt.
Wo das Geld unbemerkt versickert
Ohne Messung zahlt ihr für Klicks, nicht für Anfragen. Die meisten Konten, die wir übernehmen, zählen keine oder die falschen Conversions: Seitenaufrufe statt abgeschickter Formulare, oder Anrufe gar nicht. Dann optimiert Google auf das, was es messen kann, und das sind meistens billige Klicks.
In Deutschland gehört eine Einwilligung zur Messung. § 25 TDDDG erlaubt das Speichern und Auslesen von Informationen auf dem Gerät eurer Besucher nur, wenn diese „auf der Grundlage von klaren und umfassenden Informationen eingewilligt“ haben, außer es ist für den gewünschten Dienst unbedingt erforderlich. Werbe-Tracking fällt nach gängiger Auffassung nicht unter diese Ausnahme. Google selbst verlangt für personalisierte Anzeigen und Remarketing im Europäischen Wirtschaftsraum, dass ihr die Einwilligung über den sogenannten Einwilligungsmodus in Version 2 übermittelt (Consent Mode v2, mit den Signalen ad_user_data und ad_personalization). Wer ein eigenes Cookie-Banner nutzt, muss es laut Google auf diese Version umstellen. Ohne Einwilligung fehlen Daten, und je mehr fehlt, desto schlechter steuert die Automatik euer Budget.
Weite Keyword-Optionen kaufen Suchen ein, die ihr nicht wollt. Ein Malerbetrieb, der auf „maler“ bietet, bezahlt sonst auch für „maler ausbildung gehalt“ und „maler malen nach zahlen“. Schaut einmal pro Woche in den Bericht zu den Suchbegriffen und tragt Unpassendes als auszuschließendes Keyword ein. Das ist die billigste Optimierung, die es gibt.
Die Standortoption entscheidet, ob Urlauber eure Anzeigen sehen. In der Standardeinstellung zeigt Google Anzeigen auch Menschen, die sich nur für euer Gebiet „interessieren“. Für einen Betrieb mit festem Einzugsgebiet ist die Option „Präsenz“ meist die bessere Wahl. Google nennt sie selbst als Mittel gegen unerwünschte Klicks.
Ungültige Klicks berechnet Google nicht, aber nicht alle werden erkannt. Doppelte, versehentliche und betrügerische Klicks filtert Google laut Hilfe automatisch heraus, sie tauchen nicht auf der Rechnung auf. In den Berichten könnt ihr die Spalte „Ungültige Klicks“ einblenden. Rutscht etwas durch, gibt es „unter Umständen“ eine Gutschrift, und über ein Formular zur Klickqualität könnt ihr eine Prüfung beantragen. Wie hoch der Anteil in Deutschland ist, veröffentlicht Google nicht.
Die Landingpage ist der größte Hebel, den kaum jemand nutzt. Wer Anzeigen auf die Startseite schickt, verschenkt Geld zweimal: Die Nutzererfahrung mit der Landingpage fließt in die Qualität und damit in den Klickpreis ein, und eine Seite ohne klaren nächsten Schritt verwandelt weniger Besucher in Anfragen. Wenn ihr in unserem Rechenbeispiel die Anfragequote von 5 auf 8 % hebt, sinken die Kosten pro Anfrage von etwa 80 auf etwa 50 €, ohne einen Cent mehr Budget. Wie eine solche Seite aufgebaut ist, zeigen wir im Beitrag Landingpage erstellen.
Die Checkliste vor dem Start
Was sich geändert hat und was das für euch heißt
2026 ist Google Ads automatischer geworden, und kleine Budgets merken das zuerst. Seit Juni 2026 heißen die Gebotsstrategien kürzer „Ziel-CPA“ und „Ziel-ROAS“, das Verhalten dahinter ist laut Google gleich geblieben. Seit dem 17. August 2026 (weltweit abgeschlossen am 27. August) arbeiten zielbasierte Kampagnen mit knappem Budget näher am eingetragenen Ziel. Prüft deshalb, ob euer Ziel-CPA noch zu euren tatsächlichen Kosten passt. AI Max erweitert Suchkampagnen automatisch um neue Suchanfragen und Anzeigentexte. Google gibt dafür 14 % mehr Conversions an, nach eigenen Daten aus 2025. Bei knappem Budget hilft es laut Google aber nicht. Und Anzeigen innerhalb der KI-Übersichten gibt es in Deutschland bisher nicht.
Stand dieser Fassung: 12. Oktober 2026. Klickpreise ändern sich laufend, die Werte aus dem Keyword-Planer fragen wir regelmäßig neu ab.
Google Ads oder erst die Website?
Bevor ihr Geld in Klicks steckt, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf die Seite, auf der sie landen: Lädt sie schnell, ist das Angebot in fünf Sekunden klar, und gibt es einen Weg zur Anfrage, der auch auf dem Handy funktioniert? Wir bauen Landingpages, die aus Klicks Anfragen machen, und sorgen dafür, dass ihr auch ohne Anzeigen gefunden werdet. Für Werbung auf Facebook und Instagram übernehmen wir den ganzen Kanal. Dazu passt: SEO oder Ads: wo euer Budget zuerst hin sollte · Was Meta Ads wirklich kosten · Leistung: SEO · Ad Management für Meta
Schreibt uns, was ihr bewerben wollt und was ein Auftrag euch bringt, über unser Kontaktformular. Wir rechnen euch ehrlich durch, ob sich Google Ads für euch lohnt, und antworten innerhalb von 24 Stunden.
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