KI-Modus bei Google: Warum Klicks sinken und was jetzt Anfragen bringt

Eure Rankings stimmen, aber die Klicks fallen, sogar auf Position 1: Wir zeigen mit Screenshots, wie Googles KI-Modus und die Übersicht mit KI das erklären. Dazu die neue Einstellung „Generative KI in der Google Suche“, der KI-Bericht in der Search Console und fünf Hebel, die noch Anfragen bringen.

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SEO & Sichtbarkeit

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Dustin Tatarowicz

Dustin Tatarowicz

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„Unsere Impressionen in der Search Console steigen, aber die Klicks gehen seit Monaten runter. Machen wir etwas falsch?" Diese Frage kam im Sommer gleich dreimal in einer Woche. Und nein, die drei Unternehmen haben nichts falsch gemacht. Sie erleben, was viele Websites in Deutschland gerade erleben: Google beantwortet einen Teil der Fragen selbst, oben in der Übersicht mit KI oder gleich im KI-Modus.

Dieselbe Frage kommt inzwischen auch über Google zu uns, fast wörtlich. In unserer Search Console tauchen Suchanfragen auf wie „unsere klicks aus der google-suche sinken, obwohl die r[ankings stabil sind]“ oder „warum sinken ctr trotz position 1“. Nach „ki modus google“ suchen in Deutschland laut Keyword-Planer rund 18.100 Menschen im Monat, im August waren es 33.100.

Hier beantworten wir die drei Fragen, mit denen die meisten zu uns kommen: Warum sinken die Klicks trotz guter Rankings, warum fällt die Klickrate sogar auf Platz 1, und lohnt sich Optimierung für den KI-Modus überhaupt? Dazu zeigen wir, wie ihr den Effekt in der Search Console findet und was die neue Einstellung „Generative KI in der Google Suche“ bewirkt.

Kurz gesagt (Stand September 2026)

Öffnet heute in der Search Console Einstellungen › Generative KI in der Google Suche und prüft, dass „berücksichtigen“ aktiv ist. Die Einstellung gibt es seit dem 31. August 2026, und laut Googles Leitfaden ist die Freigabe Voraussetzung, um im KI-Modus und in der Übersicht mit KI zu erscheinen. Dass Klicks bei stabilen Rankings sinken, liegt meist nicht an euch: Die Übersicht mit KI belegt eine einzige Position, die sich alle darin verlinkten Seiten teilen. Optimierung für den KI-Modus bleibt laut Google SEO, mit höherem Anspruch an eigene Inhalte.

So ruft ihr den KI-Modus auf und so unterscheidet er sich von der Übersicht mit KI

Probiert eure wichtigsten Suchanfragen selbst im KI-Modus aus, über google.com/ai oder über den Reiter „KI-Modus“ nach einer normalen Suche. Laut Googles Hilfe gibt es drei Wege: google.com/ai aufrufen, auf google.com eine Frage eingeben und auf „KI-Modus“ tippen, oder in der Google App auf dem Startbildschirm „KI-Modus“ antippen. Google beschreibt ihn selbst so: „Der KI-Modus ist die leistungsstärkste KI-Suchfunktion von Google.“ International heißt er AI Mode, in Fachartikeln oft Google AI Mode.

Für die Grundnutzung nennt die Hilfeseite weder eine Anmeldepflicht noch ein Mindestalter. Die Personalisierung der Antworten gibt es erst ab 18 und nur mit aktiviertem Verlauf. Im KI-Modus stellt man Fragen wie in einem Chat, das Eingabefeld heißt „Frage stellen“, und jede Antwort lässt sich mit einer Folgefrage vertiefen.

Die Übersicht mit KI ist etwas anderes: der KI-Absatz oben auf der normalen Ergebnisseite, international AI Overviews. Den Begriff „KI-Übersicht“ verwendet Google offiziell nicht. In Deutschland gibt es die Übersicht seit dem 26. März 2025, zum Start nur für angemeldete Nutzer ab 18, laut heutiger Hilfe inzwischen „für alle Nutzerinnen und Nutzer“. Den KI-Modus gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz seit dem 8. Oktober 2025.

Seit dem 19. Mai 2026 fließen beide ineinander: Aus jeder Übersicht mit KI kann man laut Google direkt eine Folgefrage stellen und landet dann im KI-Modus, auf dem Computer wie auf dem Smartphone. Abschalten lässt sich die Übersicht nicht, die Hilfe sagt dazu: „Die Suchfunktionen lassen sich nicht deaktivieren“. Wer nur Links sehen will, nutzt nach der Suche den Webfilter. Für euch heißt das: Prüft jede wichtige Suchanfrage in beiden Ansichten, denn eure Kunden sehen beide.

Unsere Klicks sinken, obwohl die Rankings gut sind: woran liegt das?

Die kurze Antwort: Über eurem Treffer steht inzwischen oft eine fertige Antwort, und viele Suchende brauchen danach keinen Klick mehr. Eure Position in der Search Console bleibt dabei gleich oder wird sogar besser, weil eine Übersicht mit KI, in der ihr verlinkt seid, als eigene Position zählt. Die Impressionen steigen, die Klicks fallen.


Google-Ergebnisseite zur Suche „was kostet eine website für einen handwerksbetrieb“: oben vier unscharf gemachte Anzeigen, darunter die Übersicht mit KI mit einer Preisspanne von 1.500 bis 4.000 Euro und Quellenkarten, erst danach der erste normale Treffer

Google-Suche nach „was kostet eine website für einen handwerksbetrieb“, Aufnahme vom 29. September 2026: (1) vier gesponserte Ergebnisse, im Bild unscharf, (2) die Übersicht mit KI mit einer Preisspanne von 1.500 bis 4.000 Euro und Quellenkarten, (3) der erste normale Treffer.

Schaut euch an, wo euer erster normaler Treffer auf dem Bildschirm tatsächlich steht. Bei unserer Testsuche nach den Kosten einer Handwerker-Website kommen zuerst vier Anzeigen, dann die Übersicht mit KI, und erst danach der erste organische Treffer. Die Preisspanne, nach der gefragt wurde, steht schon in der Übersicht. Wer hier auf Platz 1 steht, ist auf dem Bildschirm erst das sechste Element, und die Antwort ist schon gegeben.

Dazu kommt Werbung: Laut Google-Ads-Hilfe dürfen Anzeigen in allen Märkten mit Übersichten mit KI über oder unter der Übersicht erscheinen. Anzeigen innerhalb der Übersicht gibt es laut derselben Hilfe bisher nur auf Englisch in einer Reihe von Ländern, Deutschland gehört nicht dazu. Google selbst räumte im August 2025 ein, dass sich Zugriffe verschieben: Manche Websites bekämen weniger, andere mehr. Gleichzeitig schrieb Liz Reid im Google-Blog, die organischen Klicks insgesamt seien im Jahresvergleich relativ stabil und Google schicke weiterhin Milliarden Klicks pro Tag an Websites.

Sucht deshalb eure zehn wichtigsten Anfragen selbst bei Google und notiert, ob eine Übersicht mit KI erscheint, ob ihr darin verlinkt seid und wie viele Anzeigen davor stehen.

Warum sinkt die Klickrate trotz Position 1?

Weil Position 1 heute nicht mehr heißt, dass ihr als Erstes gesehen werdet, und weil die Search Console Positionen in KI-Funktionen anders zählt. Google erklärt in der Hilfe zum Leistungsbericht zwei Zählregeln, die zusammen genau dieses Bild erzeugen.

Erstens die Position: „Eine Übersicht mit KI belegt eine einzelne Position in den Suchergebnissen und alle Links in der Übersicht mit KI haben dieselbe Position.“ Steht die Übersicht ganz oben, bekommt jede darin verlinkte Seite Position 1 zugeschrieben, auch wenn sie nur als kleine Quellenkarte am Rand auftaucht. Eure Durchschnittsposition wird also besser, obwohl ihr seltener angeklickt werdet.

Zweitens die Folgefragen im KI-Modus: Wer dort nachfragt, führt laut Google „im Grunde eine neue Suche aus“, und Impressionen, Position und Klicks werden der neuen Anfrage zugerechnet. Ein einziges Gespräch kann so mehrere Impressionen erzeugen, aber höchstens einen Klick.

Eine eigene Klickrate für Ergebnisse mit oder ohne KI-Funktion veröffentlicht Google nicht. Filtert deshalb im Leistungsbericht auf eure Seite und vergleicht Position und Klickrate mit dem Zeitraum vor März 2025: Wenn die Position besser und die Klickrate schlechter wurde, seht ihr genau diese Zählweise und kein Ranking-Problem.

Wie stark die Klicks laut unabhängigen Messungen sinken

Rechnet bei Suchen mit Übersicht mit KI mit deutlich weniger Klicks auf den ersten Treffer, und zwar in einer Größenordnung, bei der sich mehrere Messungen einig sind. Google selbst nennt keine Zahlen, deshalb halten wir uns an unabhängige Auswertungen.

Sistrix, Deutschland, Februar 2026: Bei etwa 20 Prozent von rund 100 Millionen deutschen Suchbegriffen zeigt Google eine Übersicht mit KI, bei längeren, spezifischen Fragen sind es rund 30 Prozent. Erscheint sie, fällt die Klickrate des ersten organischen Treffers laut Sistrix von 27 auf 11 Prozent. Hochgerechnet verlieren deutsche Websites nach dieser Auswertung rund 265 Millionen organische Klicks pro Monat, das sind 6,6 Prozent aller Klicks über die ausgewerteten Suchbegriffe.

Ahrefs, Februar 2026: Über 300.000 Suchbegriffe hinweg verliert Platz 1 bei Suchen mit Übersicht mit KI laut Ahrefs 58 Prozent seiner Klickrate, Platz 2 knapp 51 Prozent, Platz 10 noch 19 Prozent.

Balkendiagramm: Klickverlust je Suchposition bei Suchen mit Übersicht mit KI laut Ahrefs, Platz 1 minus 58 Prozent

Je weiter oben eine Seite steht, desto mehr verliert sie, wenn Google darüber selbst antwortet. Quelle: Ahrefs, Februar 2026.

Google widerspricht: Laut Liz Reid beruhen Berichte über dramatische Einbrüche oft auf fehlerhaften Methoden oder Einzelfällen. In der deutschen Ankündigung zum KI-Modus heißt es, ein solcher Klick sei „potenziell von höherer Qualität, da die Nutzerin bzw. der Nutzer meistens mehr Zeit auf den besuchten Websites verbringt.“ Eine Zahl dazu nennt Google nicht, also rechnet mit den Messungen und prüft, ob die verbliebenen Besucher häufiger anfragen.

Sortiert eure Seiten in zwei Gruppen: Seiten, die etwas erklären, und Seiten, über die man etwas kauft, bucht oder anfragt. Die erste Gruppe verliert, die zweite kaum. Laut Sistrix verlieren Gesundheitsportale 24 Prozent ihrer Klicks, Ratgeber zu Familie, Haus und Garten rund 20 Prozent, Nachrichtenseiten gut 7 Prozent. Amazon verliert dagegen 1,7 Prozent, Booking 0,5 Prozent.

Balkendiagramm: Klickverlust nach Branche in Deutschland laut Sistrix, Gesundheitsportale minus 24 Prozent, Amazon minus 1,7 Prozent

Der Klickverlust ist ungleich verteilt: Ratgeber und Gesundheitsportale verlieren, Shops und Buchungsportale kaum. Quelle: Sistrix, Februar 2026.

Für Unternehmenswebsites heißt das: Eine Ratgeberseite zu Photovoltaikkosten verliert Klicks, die Leistungsseite mit Angebot in Köln kaum. Laut einer Untersuchung von Amsive über 700.000 Suchbegriffe stieg die Klickrate bei Suchen mit Markennamen trotz Übersicht sogar um knapp 19 Prozent. Legt deshalb in der Search Console zwei Filter an, einen für Seiten unter /blog und einen für eure Leistungsseiten, und vergleicht die Klickrate beider Gruppen getrennt.

Wie der KI-Modus eine Preisfrage beantwortet und wo eure Seite auftaucht

Stellt eure wichtigste Preis- oder Ablauffrage im KI-Modus und schaut, welche Websites als Quelle neben der Antwort stehen. Genau das haben wir für die Frage nach den Kosten einer Handwerker-Website getan.


Antwort im Reiter KI-Modus auf dieselbe Preisfrage: Kostentabelle nach Umsetzungsart mit Baukasten, Freelancer und umfassendem Anfragesystem, ein Quellen-Chip im Text und rechts eine Quellenleiste mit drei Websites

Dieselbe Suche im KI-Modus: (1) der Reiter „KI-Modus“, (2) die Antwort mit einer Tabelle „Kostenübersicht nach Umsetzungsart“, (3) ein Quellen-Chip direkt im Text mit dem Zusatz „+3“, (4) die Quellenleiste rechts mit drei Websites und „Alle anzeigen“.

Die Antwort baut aus mehreren Websites eine eigene Kostentabelle, die Quellen stehen als Chip im Text und als Leiste mit drei Karten. Wer dort nicht auftaucht, existiert für diese Frage praktisch nicht, auch wenn er in der normalen Suche gut steht.

Dahinter steckt ein Verfahren, das Google im deutschen Blog „Query-Fan-Out-Verfahren“ nennt. Die Hilfe beschreibt es so: „Ihre Frage wird in Unterthemen aufgeteilt und alle Unterthemen werden gleichzeitig recherchiert.“ Für unsere Frage heißt das: Einmalkosten, laufende Kosten, Preistreiber, jeweils mit eigenen Quellen. Prüft deshalb, ob eure Seite zu jeder dieser Teilfragen einen klaren, belegbaren Satz enthält, etwa einen echten Preisrahmen statt „auf Anfrage“.

Den KI-Effekt im normalen Leistungsbericht finden

Stellt den Leistungsbericht auf 16 Monate, sortiert nach Suchanfragen und vergleicht für eure zehn wichtigsten Anfragen Impressionen und Klicks. Klicks und Impressionen aus dem KI-Modus und aus Übersichten mit KI stecken seit Juni 2025 im normalen Leistungsbericht, im Suchtyp „Web“. Einen eigenen Filter, der sie abtrennt, gibt es dort nicht.

Schematischer Verlauf in der Search Console: Impressionen bleiben stabil oder steigen, Klicks sinken über 16 Monate

Das typische Muster in der Search Console, schematisch: Impressionen halten, Klicks brechen weg.

Der Fingerabdruck: Impressionen gleich oder steigend, Klicks sinkend, Position gleich oder besser. Wo ihr ihn seht, prüft ihr die Suche im Browser. Meist betrifft das nur eine Handvoll Seiten, und genau um die geht es.

Bei uns selbst ist es nicht anders: Der Vorgänger dieses Beitrags kam in 90 Tagen auf 316 Impressionen und 4 Klicks bei einer Durchschnittsposition von 12. Viele der Anfragen waren ganze Sätze, typisch für Suchen, die auch den KI-Modus auslösen. Wie ihr den Bericht grundsätzlich lest, steht in unserem Beitrag Google Search Console richtig nutzen.

Was der Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen zeigt und was nicht

Öffnet unter Leistung den neuen Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen und schaut zuerst auf den Tab Seiten. Er zeigt, welche eurer Seiten in Übersichten mit KI und im KI-Modus als Link erschienen sind. Seit dem 31. August 2026 steht er laut Google allen Websites weltweit zur Verfügung, angekündigt wurde er am 3. Juni 2026 für eine Teilmenge.


Search-Console-Bericht zu generativen KI-Funktionen mit einer einzigen Kachel von 35.557 Impressionen in drei Monaten, Verlaufsdiagramm und den Tabs Seiten, Länder, Geräte und Tage

Der Bericht in unserer eigenen Property, in der Oberfläche als „Auf generativer KI basierende Funktion“ mit Beta-Kennzeichen: (1) eine einzige Kachel mit den Impressionen, hier 35.557 in drei Monaten, (2) die Tabs Seiten, Länder, Geräte und Tage.

Laut Hilfe enthält der Bericht Impressionen, also wie oft Links zu eurer Website in einer KI-Funktion angezeigt wurden. Klicks, Suchanfragen oder Klickrate beschreibt die Hilfe nicht, bei uns gibt es nur die eine Kachel. Die Hilfe nennt die Tabs Seiten, Länder, Zeiträume und Geräte; bei uns heißt der Zeit-Tab „Tage“. Zwei Ergebnisse derselben Website in einer Antwort zählen im Diagramm als eine Impression.

Ein ehrlicher Blick in unsere eigenen Zahlen: Von den 35.557 Impressionen entfallen über 34.000 auf einen einzigen älteren Beitrag zum Unterschied zwischen UI- und UX-Design, und seit Mitte August ist die Kurve fast flach. Genau dafür taugt er: um zu erkennen, ob und mit welchen Seiten ihr vorkommt, nicht um Traffic zu beziffern.

Wer den Bericht nicht sieht, hat laut Google meist zu wenige Impressionen in KI-Funktionen, oder: „Das kann daran liegen, dass Sie Ihre Website von generativen KI-Funktionen der Google Suche ausgeschlossen haben.“ Seit dem 24. September 2026 gibt es hier und im normalen Leistungsbericht einen Suchtyp für multimodale Suchen mit Lens, Circle to Search, hochgeladenen Bildern und der Bildsuche per Rechtsklick in Chrome. Die deutsche Hilfe nennt den Namen noch nicht, unser Filter zeigt bereits Suchtyp Web (Text). Wer Projektfotos zeigt, stellt den Filter um und sieht, ob sie bei Bildsuchen Impressionen bringen.

Die neue Einstellung „Generative KI in der Google Suche“: lasst den Standard stehen

Prüft unter Einstellungen › Generative KI in der Google Suche, dass „berücksichtigen“ ausgewählt ist, und ändert das nur mit gutem Grund. Seit dem 31. August 2026 kann jede Website dort festlegen, ob ihre Links und Inhalte in Übersichten mit KI, im KI-Modus und in den KI-Funktionen von Discover auftauchen. Die Einstellung gilt für die ganze Property und wird von untergeordneten Properties übernommen.


Search Console, Einstellung Generative KI in der Google Suche: ausgewählte Standardoption, Links und Inhalte in generativen KI-Funktionen zu berücksichtigen, darunter die Option zum Ausschließen

Search Console, Einstellungen › Generative KI in der Google Suche: (1) die Standardoption „Links und Inhalte meiner Website in generativen KI-Funktionen der Google Suche berücksichtigen“, (2) die Option, sie davon auszuschließen.

Die Folgen des Ausschlusses beschreibt Google unmissverständlich: „Du erhältst keine Zugriffe oder Impressionen über diese Funktionen.“ Laut Hilfe greift er innerhalb von ein bis zwei Tagen, bei manchen Inhalten wegen Caching länger. Auf das normale Ranking wirkt er laut Google nicht: „Sie wird nicht als Ranking- oder Aufnahmesignal verwendet, das sich auf andere Bereiche der Google Suche auswirkt.“

Die Kehrseite steht in Googles Optimierungsleitfaden: Die Freigabe in der Search Console ist inzwischen Voraussetzung, um überhaupt in den KI-Funktionen der Suche angezeigt zu werden. Wer „ausschließen“ klickt, ist also komplett raus.

Verwechselt die Einstellung nicht mit Google-Extended und nicht mit dem KI-Training. Die Hilfe sagt klar: „Diese Einstellung hat keinen Einfluss auf das KI-Training.“ Umgekehrt entscheidet Google-Extended in der robots.txt nicht darüber, ob ihr im KI-Modus erscheint; es betrifft laut Google das Training von Modellen. Wer nur einzelne Seiten oder Abschnitte zurückhalten will, nutzt nosnippet, max-snippet oder data-nosnippet; laut deutscher Google-Doku verhindert nosnippet auch, dass Inhalte als direkte Eingabe für Übersicht mit KI und KI-Modus dienen. Für die meisten Unternehmenswebsites gilt: nichts ausschließen, sondern die richtigen Seiten zitierfähig machen.

Zitiert werden ist nicht dasselbe wie ranken

Beantwortet auf euren wichtigsten Seiten auch die Nebenfragen, denn zitiert wird, wer eine Teilfrage gut beantwortet, nicht nur wer oben steht. Ahrefs hat im März 2026 über 863.000 Ergebnisseiten ausgewertet: Nur noch 37,9 Prozent der zitierten Quellen in Übersichten mit KI stammten aus den Top 10, im Juli 2025 waren es laut Ahrefs noch rund 76 Prozent.

Das passt zum Fan-out-Verfahren: Für jede Teilfrage sucht Google eigene Quellen. Wer die Teilfrage nach den monatlichen Pflegekosten am klarsten beantwortet, kann zitiert werden, auch wenn er für die Hauptfrage nach den Websitekosten weit hinten steht. Technisch verlangt Google dafür, dass die Seite indexiert ist und mit Snippet in der Suche erscheinen darf, dazu kommt die Freigabe in der Search Console.

Zitiert werden lohnt sich messbar. Seer Interactive hat verglichen: Seiten, die in der Übersicht als Quelle auftauchen, haben eine um 35 Prozent höhere organische Klickrate als Seiten, die nicht zitiert werden. Legt euch deshalb für eure fünf wichtigsten Seiten eine Liste der Nebenfragen an und prüft, ob jede davon auf der Seite in ein bis zwei Sätzen beantwortet ist.

Lohnt sich Optimierung für den KI-Modus?

Ja, aber nicht als eigene Disziplin: Optimierung für den KI-Modus ist laut Google ganz normales SEO, und genau so solltet ihr sie budgetieren. Googles Leitfaden vom 15. Mai 2026 sagt sinngemäß, aus Sicht der Suche sei Optimierung für generative KI Optimierung für das Sucherlebnis und damit weiterhin SEO. Wer euch dafür ein separates Paket verkauft, verkauft meist dasselbe unter neuem Namen.

Am meisten lohnt es sich, wenn eure Kunden vor dem Kauf viel fragen, etwa nach Preis, Ablauf und Dauer. Wenig bringt es, wenn eure Seiten hauptsächlich allgemeines Wissen wiedergeben, das zwanzig andere Seiten auch haben; laut Leitfaden wirken eigene, einzigartige und nützliche Inhalte langfristig stärker als jeder andere Tipp darin.

Unsere Faustregel aus Kundenprojekten: Wenn eine Seite Anfragen bringen soll und eine Frage beantwortet, die man auch einer KI stellen würde, lohnt sich die Überarbeitung. Wenn sie nur Reichweite für ein allgemeines Thema holen soll, lohnt sie sich kaum noch. Nehmt euch zuerst die drei Seiten vor, über die heute die meisten Anfragen kommen.

Fünf Hebel, die jetzt Anfragen bringen

Geht diese fünf Punkte in genau dieser Reihenfolge durch, weil die ersten beiden am schnellsten wirken. Sie ergeben sich aus Googles Leitfaden, den Messungen oben und unseren Projekten der letzten zwölf Monate.

1. Leistungsseiten vor Ratgeberseiten. Prüft, ob eure Leistungsseiten beantworten, was ein Kaufinteressent fragt: Preisrahmen, Ablauf, Dauer, Region, Referenzen. Eine Leistungsseite, die nur „Wir sind Ihr Partner für“ sagt, wird weder zitiert noch geklickt. In unserer Testsuche nannten zwei der drei Quellen in der Leiste schon in der Vorschau eine Preisspanne.

2. Erste Hand statt Zusammenfassung. Was eine KI aus fünf anderen Seiten zusammenfassen kann, wird sie zusammenfassen. Was sie nicht kann: eure echten Preise, Projektfotos, euren Ablauf, eure Erfahrung aus vielen Baustellen. Google nennt das in seinem Leitfaden nicht austauschbare Inhalte und stellt dem Massenware wie die zehnte Liste mit allgemeinen Tipps gegenüber.

3. Teilfragen auf einer Seite beantworten, nicht auf zwanzig. Klare Zwischenüberschriften, unter jeder eine kurze direkte Antwort, dann die Tiefe. Eigene Seiten für jede denkbare Fan-out-Variante zu bauen, um Rankings oder KI-Antworten zu beeinflussen, wertet Google laut Leitfaden als Spam durch massenhaft erstellte Inhalte.

4. Unternehmensprofil und Merchant Center aktuell halten. Laut Google können KI-Antworten Produktangebote und Informationen über lokale Unternehmen enthalten, und ein gepflegtes Unternehmensprofil hilft, dort sichtbar zu sein. Leistungen, Öffnungszeiten, Fotos und Antworten auf Bewertungen müssen zur Website passen. Wie das geht, steht in unserem Beitrag Google-Unternehmensprofil einrichten, bestätigen und pflegen.

5. Erwähnt werden, wo eure Kunden lesen. Ahrefs fand bei 75.000 Marken, dass Erwähnungen des Markennamens auf anderen Websites stärker mit KI-Sichtbarkeit zusammenhängen als Backlinks. Google warnt allerdings, dass gekaufte oder unechte Erwähnungen weniger bringen, als man denkt. Setzt deshalb auf echte Nennungen in Fachmedien, Verbänden und Bewertungsportalen; mehr dazu in unserem Beitrag, wie ihr als Unternehmen in KI-Antworten von ChatGPT und Google auftaucht.

Was ihr euch sparen könnt

Streicht llms.txt, spezielles KI-Markup und das Zerhacken von Texten aus jedem Angebot, das euch vorgelegt wird. Googles Leitfaden sagt sinngemäß, man brauche keine neuen maschinenlesbaren Dateien, keine KI-Textdateien, kein Markup und kein Markdown, weil die Google-Suche sie nicht nutzt. Der Hinweis zu llms.txt steht seit dem 15. Juni 2026 ausdrücklich im Leitfaden.

Ebenso deutlich: Es gibt laut Leitfaden keine Pflicht, Inhalte für die KI in kleine Stücke zu zerlegen, und strukturierte Daten sind für die KI-Suche nicht erforderlich, ein besonderes Schema dafür gibt es nicht. Und laut Google hat kein Drittanbieter-Werkzeug Zugriff auf interne Ranking-Daten, egal was es verspricht.

Auch das haben wir selbst ausprobiert und wieder gelassen: Eine Ratgeberseite noch länger zu machen, um die Zusammenfassung zu überflügeln, hat bei uns keinen einzigen Klick zurückgebracht. Steckt die Zeit lieber in die Leistungsseiten aus Hebel 1.

Fazit: was ihr heute, diese Woche und später tut

Heute: Einstellung prüfen und die zehn wichtigsten Suchanfragen selbst googeln. In der Search Console unter Einstellungen › Generative KI in der Google Suche muss „berücksichtigen“ stehen. Dann jede der zehn Anfragen in der normalen Suche und im KI-Modus aufrufen und notieren, ob ihr zitiert werdet.

Diese Woche: Muster im Leistungsbericht suchen und den KI-Bericht öffnen. 16 Monate, sortiert nach Anfragen, Impressionen gegen Klicks. Im Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen seht ihr, welche Seiten überhaupt in KI-Antworten vorkommen und ob es nur eine ist, wie bei uns.

Später: Leistungsseiten ausbauen und den Erfolg an Anfragen messen, nicht an Sitzungen. Zählt Anfragen und Anrufe pro Monat, beobachtet eure Markensuchen und die Liste der zitierten Seiten. Wenn ihr das nicht selbst machen wollt: Wir bauen genau diese Seiten im Rahmen unseres SEO zum Festpreis.

Was sich geändert hat und was das für euch heißt

24. September 2026: Die Search Console trennt multimodale Suchen mit Lens, Circle to Search und Bild-Upload in einem eigenen Suchtyp ab. Folge: Ihr könnt erstmals prüfen, ob eure Fotos bei Bildsuchen in Ergebnissen und KI-Antworten auftauchen.

31. August 2026: Der Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen steht allen Websites offen, und die Einstellung „Generative KI in der Google Suche“ ist weltweit verfügbar. Folge: Wer im Sommer keinen Bericht hatte, sieht jetzt nach, prüft einmal die Einstellung und schaut monatlich, welche Seiten neu auftauchen.

15. Juni 2026: Googles Leitfaden sagt ausdrücklich, dass llms.txt für die Suche nicht genutzt wird. Folge: Angebote, die darauf aufbauen, könnt ihr streichen.

19. Mai 2026: Folgefragen aus der Übersicht mit KI führen weltweit auf Computer und Smartphone direkt in den KI-Modus. Folge: Die Übersicht ist oft nur der Einstieg in ein längeres Gespräch, prüft eure Anfragen deshalb in beiden Ansichten.

15. Mai 2026: Google veröffentlicht den Leitfaden zur Optimierung für generative KI-Funktionen, zuletzt aktualisiert am 10. Juli 2026. Folge: Er ist ab jetzt die Messlatte für jedes Angebot zur KI-Optimierung.

8. Oktober 2025: Der KI-Modus startet in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Folge: Eure Kunden können Fragen im Chat vertiefen, ohne eure Seite zu besuchen.

16. Juni 2025: Daten aus dem KI-Modus zählen im Leistungsbericht mit, im Suchtyp „Web“. Folge: Folgefragen erhöhen eure Impressionen, ohne dass die Klicks mitwachsen.

26. März 2025: Die Übersicht mit KI startet in Deutschland. Folge: Vergleicht Klickraten immer mit einem Zeitraum vor diesem Datum.

Wollt ihr wissen, wo eure Website im KI-Modus steht?

Wir werten eure Search Console einmal auf den KI-Effekt aus. Wir zeigen euch, welche Seiten Klicks verlieren und welche zitiert werden, und sagen euch, welche zwei oder drei Änderungen am meisten bringen. Schreibt uns kurz über das Kontaktformular. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden, persönlich und ohne Vertriebsgespräch.