Generative KI.

Kurz erklärt

Generative KI bezeichnet KI-Systeme, die auf eine Eingabe hin neue Inhalte wie Texte, Bilder, Audio oder Videos erzeugen, statt nur vorhandene Daten zu sortieren oder auszuwerten.

Stand 5. Oktober 2026 · Dustin Tatarowicz, marschfahrt

Generative KI ist der Oberbegriff für KI-Systeme, die neue Inhalte erzeugen: Texte, Bilder, Stimmen, Musik oder Videos. Du gibst eine Beschreibung ein, also einen Prompt, und bekommst ein Ergebnis, das es so vorher nicht gab. Die EU-KI-Verordnung spricht in Artikel 50 von KI-Systemen, die synthetische Audio-, Bild-, Video- oder Textinhalte erzeugen. Für Betriebe zählt generative KI doppelt: als Werkzeug, das Zeit spart, und als Thema mit eigenen Pflichten zur Kennzeichnung.

So funktioniert generative KI

Generative Modelle lernen Muster aus großen Datenmengen und erzeugen daraus Neues. Bei Text steckt dahinter meist ein LLM, das Stück für Stück vorhersagt, was als Nächstes folgt. Bild-, Audio- und Videomodelle lernen entsprechend aus Bildern, Tonaufnahmen und Videos.

Worauf du als Betrieb achten solltest

Kläre, ob du Anbieter oder Betreiber bist. Die Verordnung (EU) 2024/1689 verteilt die Transparenzpflichten in Artikel 50 auf zwei Rollen. Anbieter, also die Hersteller von KI-Systemen, müssen nach Absatz 2 dafür sorgen, dass erzeugte Inhalte maschinenlesbar als künstlich erzeugt erkennbar sind. Betreiber ist laut den Erwägungsgründen jeder, der ein KI-System beruflich verwendet, also auch dein Betrieb. Nach Artikel 113 gilt die Verordnung grundsätzlich ab dem 2. August 2026.

Kennzeichne Deepfakes und KI-Texte zu Themen von öffentlichem Interesse. Nach Artikel 50 Absatz 4 musst du offenlegen, wenn Bilder, Ton oder Videos ein Deepfake sind, also echten Personen, Orten oder Ereignissen täuschend ähneln. Für Texte, die die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse informieren, gilt dasselbe, außer ein Mensch hat sie geprüft und jemand trägt die redaktionelle Verantwortung. Was das für Blogtexte, Bilder und Chatbots heißt, erklären wir in Was die neue KI-Kennzeichnungspflicht für eure Website bedeutet.

Sag Besuchern, wenn sie mit einem Chatbot sprechen. Artikel 50 Absatz 1 verlangt, dass Menschen erfahren, dass sie mit einem KI-System interagieren, sofern das nicht offensichtlich ist. Die Pflicht richtet sich an den Anbieter des Systems, ein klarer Hinweis im Chatfenster schadet trotzdem nie.

Erzeuge keine Seiten in Masse ohne Mehrwert. Google stellte im Februar 2023 klar, dass es Inhalte nach ihrer Qualität bewertet, egal wie sie entstanden sind. Die Spam-Richtlinien von Google werten es aber ausdrücklich als Missbrauch, mit generativer KI viele Seiten ohne Mehrwert für Nutzer zu erstellen. In Projekten sehen wir, dass KI-Entwürfe erst durch eigene Erfahrung und echte Beispiele aus dem Betrieb zu Seiten werden, die sich von anderen abheben.

Häufige Fragen zu generativer KI

Muss ich jeden KI-Text auf meiner Website kennzeichnen? Nach dem Wortlaut von Artikel 50 nicht automatisch. Die Pflicht für Texte betrifft Veröffentlichungen zu Angelegenheiten von öffentlichem Interesse und entfällt bei menschlicher Prüfung mit redaktioneller Verantwortung. Im Zweifel klärst du deinen Fall mit einer Rechtsberatung.

Ist ChatGPT generative KI? Ja. ChatGPT erzeugt Texte auf Grundlage eines Sprachmodells und gehört damit zur generativen KI.

Wofür lohnt sich generative KI im Betrieb zuerst? Für Entwürfe, die ohnehin ein Mensch prüft: Antworten auf Standardanfragen, Varianten für Anzeigentexte, Bildideen für ein Briefing.

Wenn du generative KI so einsetzen willst, dass sie Arbeit spart und rechtlich sauber bleibt, schau dir an, wie wir bei KI für Unternehmen vorgehen.

Generative KI soll Arbeit sparen und rechtlich sauber bleiben? Wir richten Werkzeuge und Abläufe für deinen Betrieb ein.

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