Hosting.

Kurz erklärt

Hosting bezeichnet die Unterbringung einer Website auf einem dauerhaft mit dem Internet verbundenen Server, der ihre Dateien speichert und an Besucher ausliefert, sobald jemand die Adresse aufruft.

Stand 12. Oktober 2026 · Dustin Tatarowicz, marschfahrt

Hosting ist der Ort, an dem deine Website liegt. Ein Anbieter stellt dafür Server bereit, die rund um die Uhr am Netz hängen, deine Dateien speichern und sie an den Browser schicken, sobald jemand deine Domain aufruft. Die Domain ist die Adresse, das Hosting das Haus dahinter. Für deinen Betrieb entscheidet das Hosting mit darüber, wie schnell deine Seite antwortet, ob sie erreichbar bleibt und wo die Daten deiner Besucher landen.

So funktioniert Hosting

Jeder Seitenaufruf ist eine Anfrage an den Server. Der Browser fragt an, der Server antwortet mit einem Statuscode und den Inhalten. Die Zeit bis zum ersten Byte dieser Antwort heißt Time to First Byte. Laut web.dev sollten die meisten Websites als grobe Orientierung 0,8 Sekunden oder weniger erreichen, über 1,8 Sekunden gilt der Wert als schlecht. Weil der sichtbare Seitenaufbau erst danach beginnt, bremst ein träger Server alles, was folgt.

Es gibt verschiedene Modelle: geteilte Server, auf denen viele Websites nebeneinander laufen, eigene virtuelle oder physische Server und Baukästen, bei denen das Hosting im Paket steckt. Fällt der Server aus und liefert Fehler der Gruppe 5xx, verlangsamt Google laut Search Central das Crawling. Bereits indexierte Seiten bleiben zunächst im Index, werden bei dauerhaften Serverfehlern aber entfernt.

Worauf du als Betrieb achten solltest

Kläre den Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Verarbeitet der Hoster in deinem Auftrag personenbezogene Daten, etwa Formularanfragen, verlangt Art. 28 DSGVO einen Vertrag, der unter anderem Gegenstand, Dauer, Art und Zweck der Verarbeitung festlegt. Auch IP-Adressen nennt die DSGVO in Erwägungsgrund 30 als mögliche Online-Kennungen. Ob und wie das in deinem Fall greift, klärst du im Zweifel mit deiner Datenschutzberatung.

Frag nach Serverstandort und Anbieter dahinter. Für Übermittlungen in Länder außerhalb der EU stellt die DSGVO in Kapitel V eigene Bedingungen auf. Warum der Sitz des Anbieters dabei mitzählt, erklärt unser Beitrag zu Hosting in Europa und digitaler Souveränität.

Achte auf Verschlüsselung und Wiederherstellung. Art. 32 DSGVO nennt als mögliche Schutzmaßnahmen ausdrücklich die Verschlüsselung und die Fähigkeit, Daten nach einem technischen Zwischenfall rasch wiederherzustellen. Praktisch heißt das: HTTPS mit gültigem SSL-Zertifikat und regelmäßige Backups, die sich auch zurückspielen lassen.

Halte Zugänge an einem Ort fest. In Projekten sehen wir oft, dass niemand mehr weiß, bei welchem Anbieter Domain und Hosting liegen und wer die Zugangsdaten hat. Notiere Anbieter, Kundennummer und Ansprechpartner, bevor es eilt.

Häufige Fragen zum Hosting

Was ist der Unterschied zwischen Hosting und Domain? Die Domain ist der Name, unter dem deine Website erreichbar ist, das Hosting der Speicherplatz und die Rechenleistung dahinter. Beides kann beim selben Anbieter liegen, muss es aber nicht.

Schreibt die DSGVO einen Server in Deutschland vor? Einen Serverstandort in Deutschland verlangt die DSGVO nicht. Sie regelt aber Übermittlungen in Drittländer gesondert, deshalb lohnt der Blick auf Standort und Anbieter.

Woran merke ich, dass mein Hosting zu langsam ist? Ein Hinweis ist eine hohe Time to First Byte. Wie schnell deine Seite tatsächlich lädt, misst der Speed-Check in einer Minute.

Wenn du dich um Updates, Backups und Erreichbarkeit nicht selbst kümmern willst, übernehmen wir das in der Website-Betreuung.

Weißt du, wo deine Website liegt und wer im Notfall Zugriff hat? Wir kümmern uns um Updates, Backups und Erreichbarkeit, damit deine Seite läuft.

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