WebP.

Kurz erklärt

WebP ist ein Bildformat von Google, das Fotos und Grafiken bei vergleichbarer Qualität deutlich kleiner speichert als JPEG oder PNG und dabei Transparenz und Animation unterstützt.

Stand 12. Oktober 2026 · Dustin Tatarowicz, marschfahrt

WebP ist ein Bildformat, das Google für das Web entwickelt hat. Es speichert Fotos, Grafiken mit transparentem Hintergrund und sogar Animationen in kleineren Dateien als die bekannten Formate JPEG, PNG oder GIF. Für deinen Betrieb zählt das, weil Bilder meist den größten Teil einer Seite ausmachen. Unser Kölner Handwerks-Website-Report hat bei 734 gemessenen Websites ein mittleres Seitengewicht von 1,55 MB ermittelt. Jedes eingesparte Kilobyte verkürzt die Ladezeit, vor allem am Handy mit mobiler Verbindung.

So funktioniert WebP

WebP kennt zwei Arten der Kompression: verlustbehaftet und verlustfrei. Die verlustbehaftete Variante ist für Fotos gedacht. Sie sagt laut Google den Inhalt eines Pixelblocks aus den benachbarten Blöcken voraus und speichert nur die Abweichung, nach demselben Prinzip wie der Videocodec VP8. Die verlustfreie Variante stellt jedes Pixel exakt wieder her und passt zu Logos, Icons und Screenshots.

Laut Google sind verlustfreie WebP-Dateien 26 % kleiner als PNG, verlustbehaftete 25 bis 34 % kleiner als vergleichbare JPEG-Bilder bei gleicher gemessener Qualität. Transparenz funktioniert in beiden Varianten. Unterstützt wird das Format laut Google von Chrome, Firefox, Edge, Opera und Safari, bei Safari ab Version 14.

Worauf du als Betrieb achten solltest

Fang bei den großen Fotos an. Das Titelbild oben auf der Startseite, Referenzgalerien und Teamfotos bringen die größte Ersparnis. Google stellt mit cwebp ein kostenloses Werkzeug zum Umwandeln bereit. In Projekten sehen wir trotzdem oft, dass Kamerabilder mit mehreren Megabyte unverändert auf der Website landen.

Verkleinere die Bildmaße, bevor du das Format wechselst. Ein Foto mit 6.000 Pixeln Breite bleibt auch als WebP zu schwer für einen Handybildschirm. Das Format ist ein Hebel, die passende Größe der andere. Bilder weiter unten auf der Seite kannst du zusätzlich per Lazy Loading erst beim Scrollen laden.

Gib jedem Bild weiterhin einen Alternativtext. Am Dateiformat hängt nicht, ob Google und Screenreader verstehen, was zu sehen ist. Das leistet der Alt-Text, unabhängig davon, ob das Bild als JPEG oder WebP vorliegt.

Bewahre die Originale auf. Verlustbehaftete Kompression wirft Bildinformationen dauerhaft weg. Für Druck, Messewand oder eine spätere Neugestaltung brauchst du die ursprüngliche Datei.

Häufige Fragen zu WebP

Zeigt Google WebP-Bilder in der Suche an? Ja. Laut Google Search Central unterstützt die Google Suche Bilder in den Formaten BMP, GIF, JPEG, PNG, WebP, SVG und AVIF. Wichtig ist, dass die Dateiendung zum tatsächlichen Dateityp passt.

Was ist mit Browsern, die WebP nicht kennen? Laut Google kannst du mit dem picture-Element mehrere Fassungen desselben Bildes anbieten. Der Browser nimmt die erste, die er darstellen kann, ein normales img-Element dient als Rückfallebene.

Kann WebP animierte GIFs ersetzen? Laut Google ja. Animierte WebP-Dateien unterstützen verlustbehaftete und verlustfreie Kompression sowie Transparenz und können kleiner ausfallen als GIF oder APNG.

Wie viel Gewicht deine Bilder auf die Waage bringen und was das für die Ladezeit bedeutet, zeigt dir der Speed-Check.

Bremsen zu große Bilder deine Website aus? Der Speed-Check zeigt dir, welche Dateien am Handy die meiste Ladezeit kosten.

Zum Speed-Check →
← Alle Begriffe im Glossar