Werbung in ChatGPT: wie die Anzeigen aussehen, wie man sie abschaltet und ob sie sich für Unternehmen lohnen

Seit August zeigt ChatGPT in Deutschland Werbung. Wir zeigen, wer sie sieht, wie man sie abschaltet, was Anzeigen kosten und für welche Betriebe sich der neue Werbekanal lohnt.

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Kategorie

KI & Automatisierung

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Autor

Dustin Tatarowicz

Dustin Tatarowicz

Titelbild zum Beitrag

Seit dem 24. August 2026 gibt es in Deutschland Werbung in ChatGPT. Wer kostenlos oder im günstigen Tarif Go fragt, welches Material er für einen Gartenzaun braucht, bekommt unter der Antwort jetzt womöglich die Anzeige eines Holzhändlers zu sehen. Im September wurde „ChatGPT Werbung" in Deutschland 3.600-mal gesucht, im Monat davor nur 170-mal. Für Nutzer stellt sich die Frage, wie neutral die Antworten noch sind. Für Unternehmen die Frage, ob hier ein neuer Werbekanal entsteht, der sich lohnt.

Dieser Beitrag beantwortet beides. Wir zeigen, wie die Anzeigen aussehen, wer sie sieht, wie man sie abschaltet, was sie kosten und für welche Betriebe sie sich eignen. Alle Angaben stammen aus den Hilfeseiten, Richtlinien und Ankündigungen von OpenAI, ergänzt um Presseberichte, die wir als solche kennzeichnen. Stand: 12. Oktober 2026.

Kurz gesagt (Stand 12. Oktober 2026)

Werbung sehen nur Nutzer der Tarife Free und Go, und zwar unter der Antwort, als „Gesponsert" gekennzeichnet. Plus, Pro, Business und Enterprise bleiben werbefrei, ebenso temporäre Chats und Konten unter 18 Jahren. In Deutschland ist die Werbung noch nicht personalisiert, sie richtet sich nach dem aktuellen Gespräch. Unternehmen können seit dem 31. August selbst Anzeigen schalten, ab 15 Euro pro Tag. Finanz-, Gesundheits- und Rechtsdienstleister sind außerhalb der USA allerdings ausgeschlossen. Belastbare Erfolgszahlen für Deutschland gibt es noch nicht, ein kleiner, sauber gemessener Test ist deshalb der richtige Einstieg.

Wer sieht Werbung in ChatGPT?

Werbung gibt es nur in den Tarifen Free und Go. So steht es auf der deutschen Preisseite von OpenAI: Go kostet 8 Euro im Monat und ist ausdrücklich „Werbefinanziert" (1), mit dem Hinweis „Dieser Plan kann Werbung enthalten" (2). Plus für 23 Euro (3) und Pro ab 103 Euro (4) tragen den Zusatz „Keine Werbung". Werbefrei sind laut OpenAI außerdem Business, Enterprise und Edu.

ChatGPT-Tarife in Deutschland: Go werbefinanziert, Plus und Pro ohne Werbung

Die deutsche Preisseite von ChatGPT: Go ist werbefinanziert (1, 2), Plus (3) und Pro (4) sind werbefrei.

Einige Fälle sind grundsätzlich ausgenommen. Konten, die OpenAI Personen unter 18 Jahren zuordnet, sehen keine Werbung, die Zuordnung stützt sich auf Altersangabe und Altersschätzung. Temporäre Chats bleiben werbefrei. Werbung erscheint aber auch ohne Anmeldung, dann nur Anzeigen, die für alle Altersgruppen geeignet sind.

So sieht die Werbung aus

Die Anzeige steht unter der Antwort, deutlich abgesetzt und gekennzeichnet. Laut OpenAI können Anzeigen „unterhalb des Endes einer Antwort angezeigt werden", sie sind „klar als ‚gesponsert' gekennzeichnet und visuell von der Antwort von ChatGPT getrennt". Das aktuelle Beispiel von OpenAI zeigt genau das Szenario, das für Handwerk und Handel interessant ist: Jemand fragt nach dem Material für einen Gartenzaun, und unter der Liste erscheint die Anzeige eines Holzlieferanten für Sichtschutzelemente.

Werbung in ChatGPT: Anzeige eines Holzlieferanten unter einer Antwort zum Gartenzaun

Eine Anzeige unter der Antwort zum Thema Gartenzaun, gekennzeichnet mit „Ad". Bild: OpenAI, Quelle: openai.com/advertisers

Onlineshops können ganze Produktkarten zeigen. Aus einem Produkt-Feed entstehen Karten mit Bild, Preis, Verfügbarkeit und Lieferzeit, mehrere davon als Karussell. OpenAI nennt diese Produktanzeigen die bisher stärksten Formate im Programm. Unter jeder Anzeige steht der Satz: Anzeigen beeinflussen die Antworten nicht, eure Chats bleiben privat.

Gesponserte Produktkarte unter einer ChatGPT-Antwort mit Preis und Lieferzeit

Eine gesponserte Produktkarte unter einer Antwort, mit Preis und Lieferzeit. Bild: OpenAI, Quelle: openai.com/index/testing-ads-in-chatgpt

Nutzer können direkt mit dem Werbetreibenden chatten. Unter manchen Anzeigen steht ein Knopf, über den man ein Gespräch mit dem Unternehmen beginnt. Laut OpenAI sieht der Werbetreibende dabei nur die Nachrichten, die man ihm direkt schickt, nicht das ursprüngliche Gespräch. In den USA testet OpenAI seit dem 16. September zusätzlich „Sponsored Agents", eigene KI-Assistenten von Unternehmen, die klar getrennt von den Antworten von ChatGPT arbeiten.

ChatGPT-Anzeige mit Knopf zum Chat mit dem Werbetreibenden

Links eine Anzeige mit dem Knopf „Chat with …", rechts das Gespräch mit dem Werbetreibenden. Bild: OpenAI, Quelle: openai.com/index/our-approach-to-advertising-and-expanding-access

Das neueste Format erscheint, während ChatGPT ein Bild erzeugt. Am 5. Oktober kündigte OpenAI großflächige Bildanzeigen an, die eingeblendet werden, während man auf ein generiertes Bild wartet. Der Test beginnt laut OpenAI Ende Oktober in den USA mit ersten Werbekunden. Wann das Format nach Deutschland kommt, ist offen.

Neues ChatGPT-Werbeformat während der Bildgenerierung

Das neue Bildformat während der Bildgenerierung, vorerst nur in den USA. Bild: OpenAI, Quelle: openai.com/index/new-chatgpt-ads-format-and-measurement

Beeinflusst Werbung die Antworten?

OpenAI sagt klar: nein. Der Grundsatz lautet „Ads do not influence the answers ChatGPT gives you". Laut Hilfeseite laufen Anzeigen auf getrennten Systemen, und Werbetreibende haben keine Möglichkeit, Antworten zu gestalten, zu sortieren oder zu verändern. ChatGPT selbst sieht die angezeigte Werbung standardmäßig nicht, nur wenn man über das Menü an der Anzeige ausdrücklich nachfragt.

Verbraucherschützer bleiben trotzdem skeptisch. Die Verbraucherzentrale NRW warnt, es bestehe die Gefahr, dass Verbraucher die Werbung mit einer Empfehlung verwechseln. Das ist der Kern des Problems: Eine Anzeige direkt unter einer hilfreichen Antwort wirkt anders als eine Anzeige über zehn blauen Links. Ein Markenexperte brachte es im Fachmedium B&T auf den Punkt: Die Suche gab Optionen, die KI gibt eine Empfehlung.

Wie die Anzeigen ausgewählt werden

In Deutschland zählt vorerst nur das aktuelle Gespräch. Personalisierte Werbung ist im Europäischen Wirtschaftsraum und in der Schweiz laut OpenAI zunächst nicht verfügbar. Ausgespielt wird stattdessen eine Werbung nach dem Inhalt des aktuellen Chats, dem ungefähren Standort, der Tageszeit und dem Gerät. Rechtsgrundlage ist laut OpenAIs EU-Datenschutzrichtlinie das berechtigte Interesse. Für personalisierte Werbung, die auch frühere Chats und Erinnerungen nutzt, soll später eine Einwilligung nötig sein, ein Termin ist nicht bekannt.

Werbekunden bekommen keine Chats zu sehen. Laut OpenAI erhalten Werbetreibende nie Chats, Chatverläufe, Erinnerungen, Namen, E-Mail-Adressen, genaue Standorte, IP-Adressen oder sensible Informationen, sondern nur zusammengefasste Werte wie Aufrufe und Klicks. Umgekehrt kann OpenAI über den Pixel und die Conversions-Schnittstelle Informationen über Käufe bei Werbekunden erhalten, so steht es in der Datenschutzrichtlinie.

Bei sensiblen Themen gibt es keine Werbung. Anzeigen erscheinen laut OpenAI nicht neben Gesprächen über persönliche Gesundheit, psychische Gesundheit oder Politik. Die Werberichtlinien schließen außerdem unter anderem Glücksspiel, Tabak, Waffen und politische Inhalte aus.

Werbung abschalten: so geht es

Die Einstellungen findet ihr unter Einstellungen, Werbeeinstellungen. Dort lassen sich der Anzeigenverlauf und die erkannten Interessen einsehen, die Werbedaten löschen und die Personalisierung abschalten, sobald es sie gibt. In der Weboberfläche führt diese Adresse direkt dorthin:

https://chatgpt.com/#settings/Advertising
https://chatgpt.com/#settings/Advertising
https://chatgpt.com/#settings/Advertising
Werbeeinstellungen und Anzeigenverlauf in ChatGPT

Die Werbeeinstellungen mit Verlauf, Interessen, Löschen der Werbedaten und den Schaltern für die Personalisierung. Bild: OpenAI, Quelle: openai.com/index/testing-ads-in-chatgpt

Im kostenlosen Tarif gibt es eine werbefreie Variante, mit weniger Nachrichten. Wer im Tarif Free die Werbung loswerden will, wechselt in den Werbeeinstellungen auf die werbefreie Variante. Der Preis dafür: weniger Nachrichten und laut OpenAI kein Zugriff auf einige Werkzeuge wie Bildgenerierung oder Deep Research. Im Tarif Go gibt es diese Option nicht. Die deutsche Hilfeseite übersetzt den Knopf übrigens missverständlich als Wechsel zum „werbefreien Go-Abo", obwohl Go selbst Werbung zeigt.

Ganz ohne Werbung arbeitet ihr mit Plus oder einem Geschäftstarif. Für Unternehmen ist das ohnehin die richtige Wahl, denn Business trainiert standardmäßig auch nicht mit euren Daten. Alles zu den Tarifen steht in unserem Ratgeber ChatGPT richtig nutzen.

Für Unternehmen: Anzeigen in ChatGPT schalten

Seit dem 31. August können deutsche Unternehmen selbst Anzeigen buchen. Der Self-Serve-Ads-Manager von OpenAI steht laut Hilfeseite in den 31 europäischen Märkten zur Verfügung, darunter Deutschland. Voraussetzung ist, dass das werbende und abgerechnete Unternehmen seinen Sitz in einem freigeschalteten Land hat. Neue Konten dürfen zunächst teilweise nur im eigenen Land werben, bis die Identitätsprüfung durch ist.

OpenAI Ads Manager mit Kampagnen, Anzeigengruppen und Anzeigenvorschau

Der Ads Manager von OpenAI mit Kampagnen, Anzeigengruppen und Anzeigenvorschau. Bild: OpenAI, Quelle: openai.com/advertisers

Der Aufbau ähnelt Google und Meta, mit einem wichtigen Unterschied. Es gibt Kampagnen, Anzeigengruppen und Anzeigen. Statt Keywords hinterlegt ihr aber „Context hints", also Hinweise, in welchen Gesprächen eure Anzeige passt. OpenAI betont, dass das keine exakten Keywords sind und keine Ausspielung garantieren. Ausrichten könnt ihr nach Land, Region, Stadt oder Postleitzahl und nach Gerät. Eigene Zielgruppen aus Kundenlisten sollen im Europäischen Wirtschaftsraum vorerst nicht genutzt werden, solange die Personalisierung dort fehlt.

Das Mindestbudget liegt bei 15 Euro pro Tag. Abgerechnet wird nach Tausend Einblendungen, nach Klick oder mit einer Optimierung auf Conversions, wobei laut OpenAI nie pro Conversion bezahlt wird. Gemessen wird mit dem OpenAI-Pixel und einer Conversions-Schnittstelle. Wer den Pixel auf der eigenen Website einsetzt, braucht dafür eine Einwilligung im Cookie-Banner und einen Eintrag in der Datenschutzerklärung.

Eure Landingpage darf die Roboter von OpenAI nicht aussperren. OpenAI prüft jede Zielseite auf Relevanz und Richtlinien. Laut Hilfeseite dürfen OAI-AdsBot und OAI-SearchBot dabei nicht blockiert sein. Prüft eure robots.txt und eure Firewall, bevor die erste Kampagne startet. Wie eine Zielseite aufgebaut sein sollte, zeigt unser Beitrag Landingpage erstellen.

Was kostet Werbung in ChatGPT?

OpenAI veröffentlicht keine Preise und keine Vergleichswerte. Auf der Hilfeseite heißt es ausdrücklich, es gebe noch keine Leistungsbenchmarks. Was bekannt ist, stammt aus der Presse. Zum Start in den USA lag der Preis für tausend Einblendungen laut The Information bei rund 60 Dollar. Laut Digiday ist er bis April auf 25 bis 45 Dollar gefallen. Zum Vergleich nennt Digiday für Facebook rund 5, für Instagram rund 8 und für LinkedIn rund 39 Dollar.

Klickraten liegen laut Panel-Auswertungen zwischen 0,5 und 1,9 Prozent. Der Anbieter Graphite hat das mit Daten von Similarweb für mehrere Länder geschätzt, für Deutschland gibt es keine Zahlen. Die Werte schwanken stark je nach Markt und sind Schätzungen eines Dritten, keine Angaben von OpenAI. Für eure Planung heißt das: Rechnet nicht mit festen Werten, sondern messt selbst.

OpenAI nennt eigene Erfolgsbeispiele, alle aus den USA. Laut OpenAI lagen die Kosten pro Neukunde bei WeightWatchers 15,3 Prozent unter dem Vergleichswert für Suchanzeigen. Die Hotelkette Radisson kombiniert Anzeigen mit einem eigenen Plugin in ChatGPT, mehr als die Hälfte der gemessenen Buchungen aus den Anzeigen wurde ohne direkten Klick zugeordnet. Das sind Angaben der Unternehmen und ihrer Messpartner, nicht unabhängig geprüft.

Für wen sich ChatGPT-Werbung lohnt

Gute Kandidaten sind lokale Dienstleister, Onlineshops mit Produkt-Feed, Reisen und digitale Produkte. Genau diese Bereiche nennen die Werberichtlinien als zugelassen. Für Onlineshops sind Produktkarten aus dem Feed laut OpenAI das stärkste Format, eine Shopify-App gibt es ebenfalls. Lokale Betriebe profitieren von der Ausrichtung auf Stadt oder Postleitzahl, wenn ihre Leistung zu typischen Fragen passt, etwa „Was kostet ein neues Bad?" oder „Wie dämme ich mein Dach?".

Ausgeschlossen sind in Deutschland Finanz-, Gesundheits- und Rechtsdienstleister. Die Werberichtlinien sagen wörtlich, dass Anzeigen für Finanz- und Gesundheitsdienstleistungen außerhalb der USA grundsätzlich verboten sind, Anzeigen für Rechtsdienstleistungen derzeit ebenfalls. Steuerberater, Arztpraxen, Physiotherapie oder Kanzleien können ChatGPT also vorerst nicht als Werbekanal nutzen.

Startet mit einem kleinen Test, nicht mit dem ganzen Budget. Unsere Empfehlung für Betriebe, die bereits Google- oder Meta-Anzeigen schalten: zwei bis vier Wochen mit 15 bis 30 Euro pro Tag, eine eigene Landingpage, sauberes Tracking mit Einwilligung und ein Vergleich der Kosten pro Anfrage mit euren anderen Kanälen. Was Werbung bei Meta kostet, steht zum Vergleich in unserem Beitrag zu Meta-Ads-Kosten. Und genauso wichtig wie Anzeigen ist es, in den Antworten selbst aufzutauchen, wie unser Test in GPT-6 und Intelligent UI zeigt.

Diese Punkte solltet ihr vor dem Start abhaken:

Checkliste: erste Kampagne in ChatGPT
[ ] Unsere Branche ist zugelassen (keine Finanz-, Gesundheits- oder Rechtsdienstleistung).
[ ] Es gibt eine eigene Landingpage für genau dieses Angebot.
[ ] OAI-AdsBot und OAI-SearchBot sind in robots.txt und Firewall nicht blockiert.
[ ] Der OpenAI-Pixel lädt erst nach Einwilligung und steht in der Datenschutzerklärung.
[ ] Context hints beschreiben echte Kundenfragen, nicht nur Produktnamen.
[ ] Ausrichtung auf unser Einzugsgebiet (Stadt, Region oder PLZ).
[ ] Testbudget und Laufzeit stehen fest, z. B. 20 Euro pro Tag für drei Wochen.
[ ] Wir vergleichen die Kosten pro Anfrage mit Google und Meta

Checkliste: erste Kampagne in ChatGPT
[ ] Unsere Branche ist zugelassen (keine Finanz-, Gesundheits- oder Rechtsdienstleistung).
[ ] Es gibt eine eigene Landingpage für genau dieses Angebot.
[ ] OAI-AdsBot und OAI-SearchBot sind in robots.txt und Firewall nicht blockiert.
[ ] Der OpenAI-Pixel lädt erst nach Einwilligung und steht in der Datenschutzerklärung.
[ ] Context hints beschreiben echte Kundenfragen, nicht nur Produktnamen.
[ ] Ausrichtung auf unser Einzugsgebiet (Stadt, Region oder PLZ).
[ ] Testbudget und Laufzeit stehen fest, z. B. 20 Euro pro Tag für drei Wochen.
[ ] Wir vergleichen die Kosten pro Anfrage mit Google und Meta

Checkliste: erste Kampagne in ChatGPT
[ ] Unsere Branche ist zugelassen (keine Finanz-, Gesundheits- oder Rechtsdienstleistung).
[ ] Es gibt eine eigene Landingpage für genau dieses Angebot.
[ ] OAI-AdsBot und OAI-SearchBot sind in robots.txt und Firewall nicht blockiert.
[ ] Der OpenAI-Pixel lädt erst nach Einwilligung und steht in der Datenschutzerklärung.
[ ] Context hints beschreiben echte Kundenfragen, nicht nur Produktnamen.
[ ] Ausrichtung auf unser Einzugsgebiet (Stadt, Region oder PLZ).
[ ] Testbudget und Laufzeit stehen fest, z. B. 20 Euro pro Tag für drei Wochen.
[ ] Wir vergleichen die Kosten pro Anfrage mit Google und Meta

Kritik, Datenschutz und die Konkurrenz

Deutsche Datenschutzbehörden warnen vor der nächsten Stufe. Die Berliner Datenschutzbeauftragte Meike Kamp schreibt, die Ausspielung personalisierter Werbung erreiche eine neue Eingriffsintensität, wenn dafür auch Informationen aus Chats, über Geräte und das Verhalten genutzt werden. Auch die Behörden in Hamburg und Niedersachsen haben Anfang Oktober gewarnt. Das sind Hinweise an Nutzer, keine Verfahren gegen OpenAI. Seit dem 31. August stuft die EU-Kommission ChatGPT außerdem als sehr große Online-Suchmaschine nach dem Digital Services Act ein. Bis Ende Dezember muss OpenAI unter anderem ein öffentliches Werbearchiv aufbauen.

Sam Altman hielt Werbung einmal für die letzte Option. 2024 sagte er in Harvard, Werbung und KI zusammen finde er „uniquely unsettling", er sehe Werbung als „last resort" für das Geschäftsmodell. Heute meldet OpenAI eine Werbe-Umsatzrate von einer Milliarde Dollar pro Jahr, erreicht in weniger als 200 Tagen, und „tens of thousands" Werbekunden in über 60 Ländern.

Die Konkurrenz geht unterschiedliche Wege. Perplexity hat im Februar 2026 ganz auf Werbung verzichtet, laut heise aus Angst vor einem Vertrauensverlust. Anthropic hat versprochen, dass Claude werbefrei bleibt, und das sogar in Super-Bowl-Spots beworben. Google zeigt in den USA Anzeigen auch in seinen KI-Übersichten und im KI-Modus der Suche. Wer bewusst werbefrei arbeiten will, findet in unserem Ratgeber Claude richtig nutzen eine Alternative.

Was sich geändert hat und was das für euch heißt

5. Oktober 2026: OpenAI kündigt Bildanzeigen während der Bildgenerierung an, Test ab Ende Oktober in den USA. Für euch heißt das: Bildstarke Branchen bekommen bald ein eigenes Format.

1. und 2. Oktober 2026: Datenschutzbehörden in Niedersachsen, Berlin und Hamburg warnen vor personalisierter Werbung aus Chatverläufen. Für euch heißt das: Personalisierung wird in Deutschland eine Einwilligung brauchen.

16. September 2026: Sponsored Agents im Test in den USA, dazu Anbindungen an HubSpot und Shopify. Für euch heißt das: Onlineshops können Kampagnen bald direkt aus dem Shop steuern.

31. August 2026: Self-Serve-Ads-Manager für Deutschland, ChatGPT wird als sehr große Online-Suchmaschine eingestuft. Für euch heißt das: Ihr könnt ab sofort selbst Kampagnen schalten.

24. August 2026: Start der Werbung in Deutschland in den Tarifen Free und Go. Für euch heißt das: Eure Kunden sehen Anzeigen, auch von euren Wettbewerbern.

Stand dieser Fassung: 12. Oktober 2026. Werbeformate, Preise und Regeln ändern sich gerade monatlich, wir aktualisieren diesen Beitrag regelmäßig.

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