Claude richtig nutzen: Modelle, Befehle, Skills, Claude Code und Tarife zum Nachschlagen
Aufwand-Regler, Schrägstrich-Befehle, Projekte, Skills, Konnektoren, Inkognito, Claude Code mit allen wichtigen Befehlen und die Tarife in Euro: mit echten Screenshots und Vorlagen zum Kopieren.
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Die meisten nutzen Claude wie ein besonders gutes Chatfenster: Text rein, Antwort raus, nächster Chat. Dabei steckt unter dem Eingabefeld inzwischen ein ganzer Werkzeugkasten: ein Regler für den Denkaufwand, ein Befehlsmenü hinter dem Schrägstrich, Skills, die eure Arbeitsweise speichern, Konnektoren zu Gmail und Drive, ein Inkognito-Modus und mit Claude Code ein Werkzeug, das direkt in euren Dateien arbeitet.
Dieser Ratgeber zeigt genau das, mit Screenshots aus unserem eigenen Claude-Konto im Tarif Max, also so, wie ihr es auf eurem Bildschirm seht. Befehle und Vorlagen stehen in Kästen zum Kopieren, die Tarife zeigen wir direkt von der Preisseite von Anthropic mit Euro-Preisen. Alle Angaben haben wir am 7. Oktober 2026 in der Oberfläche und in der Hilfe von Anthropic geprüft.
Kurz gesagt (Stand 7. Oktober 2026)
Drei Handgriffe bringen sofort mehr als jeder neue Prompt. Erstens: Lasst das Modell auf Opus 5.5 und steuert die Qualität über den Aufwand, nicht über das teuerste Modell. Zweitens: Legt für jedes wiederkehrende Thema ein Projekt mit eigener Anweisung an, die Vorlage steht weiter unten. Drittens: Schaltet unter Datenschutz „Help improve our AI models" aus, wenn ihr mit Kundendaten arbeitet. Wer mit Dateien und Ordnern arbeitet statt mit Texten, nimmt Claude Code.
Modell und Aufwand: die zwei Regler unter dem Eingabefeld
Lasst Opus 5.5 eingestellt, es ist für fast alles das richtige Modell. Rechts unter dem Eingabefeld wählt ihr zwischen vier Modellen. Laut Anthropic arbeitet Opus 5.5 bei den meisten Aufgaben auf dem Niveau des Spitzenmodells Fable 5.1, kostet im Betrieb aber 40 Prozent weniger als sein Vorgänger. Fable lohnt sich nur für wirklich schwierige Aufgaben, im Tarif Pro gibt es Fable nur gegen zusätzliches Nutzungsguthaben. Sonnet 5.5 ist schneller und schont das Kontingent, Haiku 4.5 reicht für kurze Fragen.

Die Modellauswahl unter dem Eingabefeld. Darunter stehen der Aufwand und weitere, ältere Modelle.
Dreht am Aufwand, nicht am Modell. Der Aufwand legt fest, wie gründlich Claude nachdenkt, bevor es antwortet. Voreingestellt und empfohlen ist „Mittel". Laut Anthropic reichen Niedrig und Mittel für Routineaufgaben und strecken euer Kontingent, „Hoch" bietet die beste Balance aus Qualität und Tempo. „Maximal" kostet laut Oberfläche vier Mal so viel Nutzung oder mehr, das lohnt sich nur für eine wirklich verzwickte Frage.

Fünf Stufen für den Aufwand. Die Oberfläche warnt selbst, dass „Maximal" die Limits vier Mal so schnell verbraucht.
Stellt die Berechtigung auf „Manuell", solange Claude mit euren Konten arbeitet. Daneben steht der Berechtigungsmodus. In „Manuell" fragt Claude nach, bevor es ein neues Werkzeug verwendet oder eine neue Website öffnet. „Auto" arbeitet durch und hält nur an, wenn etwas unsicher erscheint. Anthropic selbst rät, bei Arbeit mit echten Folgen, etwa dem Versand von Nachrichten, dabeizubleiben und mitzulesen.

Der Berechtigungsmodus unter dem Eingabefeld: Manuell fragt bei jedem neuen Werkzeug, Auto nur im Zweifel.
Das Plus-Menü: Dateien, Skills, Konnektoren und Recherche
Klickt auf das Plus links im Eingabefeld, bevor ihr eine lange Anfrage schreibt. Dort hängt ihr Dateien an, wählt Skills und Konnektoren aus, startet eine Recherche mit Quellen und schaltet den Speicher für diesen Chat aus. Das Häkchen hinter „Speicher" zeigt, ob Claude in diesem Chat auf eure Erinnerungen zugreift. Wer den Speicher für einen Chat abschalten will, muss das laut Anthropic vor der ersten Nachricht tun.

Das Plus-Menü. Dateien hängt ihr auch mit der Tastenkombination ⌘ U an.
Schaltet in jedem Chat nur die Konnektoren ein, die ihr gerade braucht. Unter „Konnektoren" stehen alle verbundenen Dienste mit einem Schalter pro Dienst. Laut Anthropic sind Werkzeuge und Konnektoren „token-intensive", jeder eingeschaltete Dienst verbraucht also Kontingent, auch wenn ihr ihn nicht nutzt. Ganz unten legt ihr unter „Tool-Zugriff" fest, ob Claude die Werkzeuge immer bereithält oder erst bei Bedarf lädt.

Konnektoren lassen sich pro Chat ein- und ausschalten. Bei uns sind unter anderem Figma, Gmail und Google Drive verbunden.
Der Schrägstrich: Befehle direkt im Eingabefeld
Tippt einen Schrägstrich ins leere Eingabefeld, und Claude zeigt euch alles, was ihr ohne Maus aufrufen könnt. Ganz oben stehen Dateien hinzufügen sowie die Vorlagen Doc, Slides und Design für fertige Dokumente, Präsentationen und Entwürfe. Darunter folgen alle Skills, die bei euch installiert sind. Tippt ihr nach dem Schrägstrich weiter, filtert Claude die Liste, „/sli" reicht also für Slides.

Das Schrägstrich-Menü mit den Vorlagen Doc, Slides und Design und den installierten Skills.
Diese Befehle nennt Anthropic in der Hilfe ausdrücklich. Seit der neuen Oberfläche gibt es keinen eigenen Schalter mehr für die Websuche, Claude sucht selbst, wenn es hilft. Für eine ausführliche Recherche mit Quellen nehmt ihr den ersten Befehl:
Schreibt „Suche im Web", wenn Claude aktuelle Angaben nachschlagen soll. Diesen Tipp gibt Anthropic selbst. Umgekehrt könnt ihr die Suche auch verbieten, wenn Claude nur mit euren Unterlagen arbeiten soll.
Tastenkürzel: die wenigen, die es wirklich gibt
Für Claude im Browser gibt es keine offizielle Liste der Tastenkürzel. Anthropic dokumentiert nur einzelne, vor allem für die Desktop-App auf dem Mac. Diese haben wir in der Oberfläche oder in der Hilfe bestätigt gefunden:
Belegt Quick Entry nach eurem Geschmack. In der Desktop-App für den Mac legt ihr die Tastenkombination unter Einstellungen, Allgemein, „Quick access shortcut" fest. Unter Windows gibt es Quick Entry laut Anthropic bisher nicht. Eine offizielle Liste mit Windows-Kürzeln für die App gibt es nicht.
Projekte: ein Ordner pro Thema mit eigener Anweisung
Legt für jedes wiederkehrende Thema ein Projekt an, nicht für jedes Gespräch. Ein Projekt bündelt Chats, Dateien und eine eigene Anweisung, etwa „Angebote", „Social Media" oder „Kunde Müller". Ihr legt es in der Seitenleiste über Projekte an. Im Tarif Free sind bis zu fünf Projekte möglich, jede Datei darf 30 MB groß sein.

Ein neues Projekt anlegen, hier mit einem Beispiel für einen Malerbetrieb.
Legt alles, was Claude in jedem Chat wissen soll, ins Projektwissen. Laut Anthropic teilen Chats innerhalb eines Projekts keinen Kontext, außer über die Dateien und Texte im Projektwissen. Nennt die Dateien sprechend und erwähnt sie im Prompt beim Namen. Haltet die Projektanweisung kurz, Details zur einzelnen Aufgabe gehören in den Chat. So sieht eine Anweisung für ein Projekt „Angebote" aus, die wir mit Kunden als Ausgangspunkt nutzen:
Kommt nach einer Pause nicht mit zehn kurzen Fragen zurück. Projektinhalte werden laut Anthropic zwischengespeichert und zählen bei Wiederverwendung weniger. Nach längerer Pause verfällt dieser Zwischenspeicher, die erste Nachricht zählt dann wieder voll. Bündelt eure Fragen deshalb in einer Nachricht.
Skills: eure Arbeitsweise als Baustein
Speichert jeden Ablauf, den ihr Claude öfter als dreimal erklärt, als Skill. Ein Skill ist laut Anthropic ein Ordner mit Anweisungen, Skripten und Material, den Claude bei passenden Aufgaben selbst lädt. Ihr findet sie in der Seitenleiste unter Anpassungen, Skills. Unter „Entdecken" stehen fertige Skills von Anthropic und anderen Anbietern, unter „Meine" eure eigenen.

Die Skills unter „Anpassungen". Über „Hinzufügen" oben rechts legt ihr eigene an.
Lasst Claude den Skill schreiben, statt ihn selbst zu bauen. Über Hinzufügen könnt ihr einen fertigen Skill hochladen, selbst einen schreiben oder ihn im Gespräch mit Claude erstellen. Die dritte Variante ist für die meisten die beste: Ihr beschreibt euren Ablauf, Claude stellt Rückfragen und baut den Skill.

Drei Wege zum eigenen Skill: hochladen, selbst schreiben oder mit Claude erstellen.
Achtet beim eigenen Skill auf die Beschreibung, sie entscheidet über alles. Claude liest laut Anthropic nur das Feld description, um zu entscheiden, ob es den Skill lädt. Es fasst höchstens 200 Zeichen, der Name höchstens 64. Wer selbst schreibt, beginnt die Datei SKILL.md so:
Damit Skills überhaupt laufen, muss die Code-Ausführung an sein. Ihr findet den Schalter unter Einstellungen, Funktionen, „Code-Ausführung in der Cloud und Dateierstellung". Derselbe Schalter erlaubt Claude, echte Excel-, Word-, PowerPoint- und PDF-Dateien zu erzeugen.

Die Funktionen in den Einstellungen. Ganz unten steht der Schalter, den Skills und Dateierstellung brauchen.
Konnektoren: Claude an eure Werkzeuge anschließen
Verbindet nur Dienste, die ihr jede Woche braucht. Unter Anpassungen, Konnektoren stehen derzeit 4.591 Konnektoren, ganz oben die beliebtesten wie Google Drive, Gmail, Google Calendar, Canva, Microsoft 365 und Notion. Laut Anthropic erbt Claude dabei eure Rechte: Was ihr im Dienst selbst nicht sehen dürft, sieht auch Claude nicht.

Das Konnektoren-Verzeichnis. Ein grünes Häkchen zeigt, welche Dienste schon verbunden sind.
Verbindet eigene Konnektoren nur von Anbietern, denen ihr vertraut. Über Hinzufügen lassen sich auch eigene Server anbinden, im Tarif Free genau einer. Anthropic rät, die abgefragten Rechte bei jeder Verbindung genau zu lesen. Laut Hilfe fragt Claude außerdem nach, bevor es in einem verbundenen Dienst etwas bucht, kauft oder reserviert.
Erinnerung: was Claude über euch behält
Prüft einmal im Monat, was Claude über euch gespeichert hat. Unter Einstellungen, Speicher legt ihr fest, ob Claude frühere Chats durchsuchen und daraus Erinnerungen bilden darf. Darunter seht ihr die gespeicherten Themen und könnt Falsches korrigieren. Ihr könnt Claude auch direkt im Chat sagen: „Merk dir, dass wir Angebote immer netto und brutto ausweisen."

Die beiden Schalter für die Erinnerung. Sensible Themen wie Gesundheit speichert Claude standardmäßig nicht.
Nehmt eure Erinnerungen aus ChatGPT mit. Auf derselben Seite steht „Erinnerungen von anderen KI-Anbietern importieren". Claude gibt euch einen Prompt, den ihr in ChatGPT einfügt, die Antwort kopiert ihr zurück. So muss Claude nicht alles neu lernen, was ChatGPT schon über euren Betrieb weiß.

Der Import aus anderen KI-Diensten. Laut Anthropic ist die Funktion noch experimentell.
Inkognito: Fragen ohne Spuren
Öffnet für heikle oder einmalige Fragen einen Inkognito-Chat. Das geht über das Geistersymbol oben rechts oder mit ⇧ ⌘ I. Der Chat erscheint nicht im Verlauf, nicht im Gedächtnis und wird nicht zum Training verwendet. Anthropic bewahrt ihn laut Hilfe trotzdem 30 Tage auf. Inkognito gibt es nur außerhalb von Projekten.

Ein Inkognito-Chat ist am schwarzen Rahmen zu erkennen.
Nutzt Inkognito für die ehrliche Zweitmeinung. Ohne eure Erinnerungen kennt Claude euren Stil nicht und liest einen Text wie ein Fremder. Und bei kurzen Mails zeigt Claude das Ergebnis als fertigen Entwurf mit Betreff, den ihr kopiert oder direkt im Mailprogramm öffnet. So sah das bei uns aus:

Eine Terminverschiebung als fertiger Mail-Entwurf, mit „Kopieren" und „In Mail öffnen".
Nutzung und Limits: so streckt ihr euer Kontingent
Schaut unter Einstellungen, Nutzung nach, bevor ihr eine große Aufgabe startet. Jeder Tarif hat laut Anthropic ein Limit, das sich in einem rollierenden Fenster von fünf Stunden zurücksetzt, bezahlte Tarife zusätzlich ein Wochenlimit. Feste Nachrichtenzahlen nennt Anthropic nicht. Chat, Desktop, Handy und Claude Code ziehen aus demselben Topf.

Die Nutzungsanzeige: aktuelle Sitzung, Woche und ein eigenes Wochenlimit für Fable.
Diese vier Gewohnheiten sparen laut Anthropic am meisten. Fangt für ein neues Thema einen neuen Chat an, statt alles in einem langen Verlauf zu stapeln. Schickt Texte und Fragen gebündelt statt in vielen kleinen Nachrichten. Schaltet Konnektoren ab, die ihr nicht braucht. Und sagt dazu, wenn ihr nur eine kurze Antwort wollt und keine fertige Datei.
Die Tarife, so wie ihr sie bei Anthropic seht
Für die meisten Selbstständigen reicht Pro für 18 Euro im Monat, bei Jahreszahlung 15 Euro. So steht es auf der deutschen Preisseite von Anthropic, und zwar ohne Steuern, es kommt also noch die Mehrwertsteuer dazu. Pro enthält gegenüber Free unter anderem Projekte ohne Begrenzung, Claude Code, Claude in Chrome und weitere Modelle. Max kostet ab 90 Euro und bietet wahlweise fünf oder zwanzig Mal so viel Nutzung wie Pro.

Die Tarife für Einzelpersonen auf claude.com mit Euro-Preisen. Quelle: claude.com/de/pricing
Wechselt auf Team, sobald mehr als eine Person Claude beruflich nutzt. Team ist für 2 bis 150 Personen gedacht. Ein Standard-Platz kostet bei jährlicher Zahlung 18 Euro, monatlich 21,04 Euro, ein Premium-Platz mit fünf Mal so viel Nutzung 90 beziehungsweise 105,23 Euro. Dazu kommen zentrale Abrechnung, Freigaben für Konnektoren und gemeinsame Projekte. Und laut Preisseite trainiert Anthropic im Team-Tarif standardmäßig nicht mit euren Inhalten.

Team und Enterprise auf der Preisseite. Enterprise rechnet zusätzlich nach Verbrauch ab. Quelle: claude.com/de/pricing
Datenschutz in drei Klicks
Schaltet in den privaten Tarifen das Modelltraining aus, wenn ihr mit Kundendaten arbeitet. Unter Einstellungen, Datenschutz steht der Schalter „Help improve our AI models". In unserem Konto war er eingeschaltet. Ausgeschaltet nutzt Anthropic eure neuen Chats und Claude-Code-Sitzungen nicht mehr zum Training. Auf derselben Seite exportiert ihr eure Daten und verwaltet geteilte Chats.

Die Datenschutz-Einstellungen. Der zweite Schalter entscheidet über das Training mit euren Chats.
Gebt keine Daumen nach oben oder unten auf Chats mit Kundendaten. Laut Anthropic speichert eine Bewertung das ganze Gespräch bis zu fünf Jahre, getrennt von eurem Konto, auch wenn das Training ausgeschaltet ist.
Claude Code: wenn Claude direkt in euren Dateien arbeiten soll
Nehmt Claude Code, sobald es um Ordner, Dateien oder eine Website geht. Claude Code liest und ändert Dateien direkt auf eurem Rechner, führt Befehle aus und prüft das Ergebnis selbst. Es läuft im Terminal, in der Desktop-App, in VS Code und im Browser. Im Tarif Free ist es nicht enthalten, ab Pro schon.

Claude Code auf der Produktseite von Anthropic, hier in der Desktop-App. Quelle: claude.com/de/product/claude-code
Installiert Claude Code mit einem einzigen Befehl. Öffnet das Terminal, auf dem Mac über Spotlight mit „Terminal", und fügt den Befehl für euer System ein. Er stammt aus der offiziellen Anleitung von Anthropic. Wer noch nie im Terminal gearbeitet hat, liest vorher unseren Ratgeber zum Terminal.

Die Installation in der offiziellen deutschen Anleitung. Quelle: code.claude.com/docs/de/quickstart
Für Mac und Linux:
Für Windows in der PowerShell:
Startet Claude Code immer im Ordner, um den es geht. Wechselt im Terminal in euren Projektordner und tippt claude. Beim ersten Mal fragt Claude Code, ob ihr dem Ordner vertraut, und meldet sich mit eurem Claude-Konto an. Diese Befehle braucht ihr im Alltag, jede Zeile lässt sich einzeln kopieren:
Die Slash-Befehle von Claude Code, die den Alltag tragen
Tippt in Claude Code einen Schrägstrich, und ihr seht alle Befehle. Die offizielle Liste umfasst inzwischen über hundert Einträge. Für den Alltag reichen diese, sortiert nach dem Moment, in dem ihr sie braucht:
Einrichten:
Während der Arbeit:
Prüfen, zurückdrehen, weitermachen:
Nutzt /btw für Zwischenfragen. Wer mitten in einer Aufgabe kurz etwas wissen will, etwa wie ein Befehl heißt, stellt die Frage mit /btw. Sie belastet das Gespräch nicht, Claude bleibt bei der eigentlichen Aufgabe.
Tastenkürzel und Modi in Claude Code
Lernt zuerst Esc und Shift+Tab, damit habt ihr Claude Code im Griff. Esc hält Claude an, ohne die bisherige Arbeit zu verwerfen, so könnt ihr umsteuern. Zweimal Esc bei leerem Feld öffnet das Menü zum Zurückdrehen. Shift+Tab schaltet zwischen den Modi um. Die Liste stammt aus der offiziellen Dokumentation:
Schaut beim Arbeiten auf die Statuszeile unter dem Eingabefeld. Sie zeigt, wie viel Claude ohne Rückfrage darf. Seit Ende September startet Claude Code laut Anthropic in jedem Tarif im Modus „auto mode on", dann prüft ein zweites Modell im Hintergrund jede Aktion. Anthropic schreibt selbst, dass das keine Sicherheit garantiert. Für Kundenprojekte empfehlen wir, mit Shift+Tab zuerst in „plan mode on" zu wechseln: Claude untersucht alles, schlägt einen Plan vor und ändert erst nach eurem Okay.
⏸ manual mode on: Claude liest nur, jede Änderung fragt nach.⏵⏵ accept edits on: Claude ändert Dateien im Projektordner ohne Rückfrage.⏸ plan mode on: Claude liest und plant, ändert aber nichts.⏵⏵ auto mode on: Claude darf alles, ein zweites Modell prüft jede Aktion im Hintergrund.
CLAUDE.md: was Claude in jeder Sitzung über euer Projekt weiß
Legt in jedem Projektordner eine CLAUDE.md an, das ist die Projektanweisung für Claude Code. Claude liest die Datei zu Beginn jeder Sitzung. Am schnellsten entsteht sie mit /init, Claude schaut sich dann den Ordner an und schreibt einen Entwurf. Anthropic empfiehlt, unter 200 Zeilen zu bleiben. Für eine kleine Website sieht das etwa so aus:
Sagt Claude einfach, was es sich merken soll. Das frühere Kürzel mit der Raute gibt es seit Dezember 2025 nicht mehr. Heute schreibt ihr zum Beispiel „Schreib in die CLAUDE.md, dass wir immer Sie-Form verwenden" oder öffnet die Datei mit /memory. Regeln, die für alle eure Projekte gelten, gehören in die Datei ~/.claude/CLAUDE.md in eurem Benutzerordner.
Baut euch eigene Slash-Befehle als Skill. Eine Datei .claude/skills/tagesbericht/SKILL.md im Projekt ergibt den Befehl /tagesbericht. Mit disable-model-invocation: true startet der Skill nur, wenn ihr ihn aufruft:
Sechs Prompt-Vorlagen, die mit Claude besonders gut funktionieren
Gebt Claude Kontext wie einem neuen, sehr klugen Mitarbeiter. So formuliert es Anthropic selbst, dazu die goldene Regel: Würde ein Kollege ohne Vorwissen euren Prompt verstehen, versteht ihn auch Claude. Zwei Tricks aus der offiziellen Anleitung stecken in den Vorlagen: Lange Dokumente gehören nach oben, die Frage ans Ende, das verbessert die Antworten laut Anthropic um bis zu 30 Prozent. Und wer Beispiele mitgibt, sollte drei bis fünf nehmen.
1. Angebot aus Notizen
2. Langes Dokument prüfen
3. In unserem Stil schreiben
4. Recherche mit Quellen
5. Excel statt Text
6. Ändern statt vorschlagen
Sagt klar, ob Claude vorschlagen oder handeln soll. Anthropic weist darauf hin, dass Claude auf „Kannst du Änderungen vorschlagen?" eher Vorschläge macht, statt zu ändern. Wer die fertige Fassung will, schreibt „Überarbeite" oder „Ändere", wie in Vorlage 6.
Was sich geändert hat und was das für euch heißt
6. Oktober 2026: Neue Cowork-Aufgaben laufen bei Pro und Max nur noch in der Cloud. Für euch heißt das: Wer Dateien lokal bearbeiten lassen will, nimmt Claude Code.
28. September 2026: Sonnet 5.5 erscheint, laut Anthropic über 30 Prozent schneller. Claude Code startet seither in jedem Tarif im Auto-Modus. Für euch heißt das: einmal bewusst den Modus prüfen, bevor ihr an Kundendateien arbeitet.
22. September 2026: Opus 5.5 erscheint, die Fünf-Stunden-Limits steigen, und jedes Abo bekommt einen Limit-Reset, den ihr unter Nutzung selbst einlöst. Für euch heißt das: mehr Arbeit pro Kontingent, ohne etwas umzustellen.
16. September 2026: Chat und Cowork verschmelzen zu einer Oberfläche, dazu kommen die Vorlagen Doc, Slides und Design. Für euch heißt das: Ihr müsst vorher nicht mehr wählen, ob ihr chattet oder eine Aufgabe übergebt.
Stand dieser Fassung: 7. Oktober 2026. Die Oberfläche von Claude ändert sich häufig, wir prüfen Screenshots und Preise regelmäßig und aktualisieren diesen Beitrag. Warum wir im Studio selbst mit Claude arbeiten, steht in unserem Beitrag Warum Claude für uns aktuell die beste KI im Arbeitsalltag ist.
Soll Claude bei euch richtig mitarbeiten?
Ein paar gute Projekte, zwei, drei Skills und die passenden Konnektoren machen aus Claude ein Werkzeug, das zu eurem Betrieb passt. Genau das richten wir mit Betrieben ein, vom ersten Skill bis zur Automatisierung ganzer Abläufe. Dazu passt: ChatGPT richtig nutzen · Leistung: KI und Automatisierung
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