Warum nennt ChatGPT eure Firma nicht? Unser Test und was ihr ändern könnt
Am 29. September haben wir ChatGPT gefragt, welche Webdesign-Agenturen in Köln es einem Handwerksbetrieb empfiehlt: vier Anbieter mit Begründung, wir nicht. Wir zeigen, welche Gründe ChatGPT nannte, was OpenAI und Google offiziell sagen und wie ihr monatlich prüft, ob ihr genannt werdet.
Datum
Kategorie
Autor

„Warum erwähnt ChatGPT unsere Firma nicht, wenn man nach Anbietern in unserer Region fragt? Und wenn man nach uns direkt fragt, kommt eine Beschreibung, die längst nicht mehr stimmt.“
So oder fast wörtlich so landen die Fragen inzwischen bei uns, im Erstgespräch und in der Search Console. Die Suchanfragen, über die dieser Beitrag gefunden wird, sind kaum noch Stichworte, sondern ganze Sätze: warum ChatGPT eine Firma nicht nennt, nach welchen Kriterien es entscheidet, was man tut, wenn die Beschreibung falsch ist. Wir haben die Frage am 29. September 2026 selbst gestellt, für unser eigenes Geschäft, und wurden nicht genannt.
Dieser Beitrag zeigt, was ChatGPT bei diesem Test als Gründe für seine Auswahl angegeben hat, was OpenAI, Google und Microsoft offiziell dazu sagen und welche Handgriffe daraus folgen. Wo etwas nur unsere Beobachtung ist, steht das dabei.
Kurz gesagt (Stand September 2026)
Stellt eure wichtigste Kundenfrage heute in einem temporären Chat ohne Personalisierung und lest die Begründung, nicht nur die Namen. In unserem Test hat ChatGPT jede Empfehlung begründet: mit einem ausdrücklichen Angebot für die gefragte Zielgruppe, echten Referenzen aus der Branche, offenen Preisen auf der Website und guten Bewertungen im Unternehmensprofil. Genau diese vier Dinge prüft ihr danach auf eurer eigenen Seite. Technisch muss nur eines stimmen: Der Suchcrawler OAI-SearchBot darf eure Website lesen.
Unser Test vom 29. September: vier Anbieter genannt, wir nicht
Fragt so, wie ein Kunde fragt, und schaut euch an, was zurückkommt. Wir haben in einem temporären Chat mit GPT-5.6 Sol gefragt: „Welche Webdesign-Agenturen in Köln kannst du für einen Handwerksbetrieb empfehlen?“ ChatGPT hat 43 Sekunden nachgedacht, laut Anzeige acht Websites durchsucht und dann vier Anbieter vorgeschlagen. Marschfahrt war nicht dabei, obwohl wir in Köln sitzen und genau das anbieten.
Die Antwort hatte drei Teile. Oben stand eine Karte mit den vier Anbietern, jeder mit 5,0 Sternen und der Kategorie „Webdesigner“, also Angaben, wie sie aus Unternehmensprofilen auf Kartendiensten stammen. Darunter folgte eine Tabelle mit den Spalten „Anbieter“, „Warum für Handwerk interessant“ und „Preisniveau / Eindruck“.

Unser Test: (1) Karte mit vier Kölner Anbietern, alle mit 5,0 Sternen aus den Unternehmensprofilen, (2) Spalte „Warum für Handwerk interessant“ mit Zielgruppenangebot und Branchenreferenzen, (3) Spalte „Preisniveau / Eindruck“ mit Preisen „laut aktueller Website“. Namen der Anbieter abgedeckt. Temporärer Chat, 29. September 2026.
In der Begründung standen Sätze wie „Explizites Angebot für Handwerksbetriebe, Local SEO, Google-Unternehmensprofil“ und „Viele echte Referenzen aus Bau & Handwerk“. In der Preisspalte standen konkrete Euro-Beträge, ausdrücklich mit dem Zusatz „laut aktueller Website“, dazu bei einem Anbieter, seit wann er tätig ist und wie viele Projekte er laut eigener Website umgesetzt hat. Schon der erste Satz der Antwort nannte die Maßstäbe: Local SEO, echte Referenzprojekte aus Bau und Handwerk, gute mobile Anfragewege und unkomplizierte Pflege.
Für uns war das ein unangenehmer, aber nützlicher Befund. Unsere Seite für Handwerksbetriebe ist erst seit Mitte September online, und warum genau wir fehlen, verrät die Antwort nicht. An der Technik lag es nicht, unsere robots.txt lässt alle Crawler zu.
Wir können nur vergleichen, was die Genannten zeigen und was bei uns noch fehlt, und genau das machen die folgenden Abschnitte. Wiederholt diesen Test für eure eigene Branche und euren Ort, bevor ihr irgendetwas an der Website ändert.
Warum erwähnt ChatGPT unsere Firma nicht, wenn man nach Anbietern in unserer Region fragt?
Meist, weil auf eurer Website nicht steht, was die Frage verlangt, oder weil die Suche eure Seite gar nicht lesen darf. Bei solchen Fragen schlägt ChatGPT live im Netz nach. Laut OpenAI-Hilfe zur Websuche in ChatGPT geschieht das automatisch, wenn aktuelle Informationen helfen, und der ungefähre Standort wird aus der IP-Adresse abgeleitet, um lokale Ergebnisse zu liefern.
Dabei arbeitet ChatGPT nach eigener Angabe teils mit anderen Suchanbietern zusammen und formuliert eure Frage in eine oder mehrere gezielte Suchanfragen um. Nach den ersten Treffern können weitere, genauere Anfragen folgen. Aus „Webdesign für Handwerker in Köln“ werden also Suchen, bei denen Seiten gewinnen, die genau diese Kombination aus Leistung, Zielgruppe und Ort ausdrücklich nennen.
Daraus ergeben sich drei typische Ursachen. Erstens fehlt eine Seite, die eure Zielgruppe beim Namen nennt. Zweitens fehlen die Belege, die eine Empfehlung begründen, also Referenzen, Preise, Bewertungen. Drittens sperrt eure robots.txt oder euer Hoster den Suchcrawler von OpenAI.
Prüft die dritte Ursache zuerst, weil sie in fünf Minuten erledigt ist.
Nach welchen Kriterien entscheidet ChatGPT, welche Unternehmen genannt werden?
OpenAI nennt keine Liste, also richtet euch nach dem, was ChatGPT in seinen Antworten selbst als Begründung schreibt. In der Hilfe steht nur, dass Suchergebnisse nach mehreren Faktoren geordnet werden, die zu relevanten und verlässlichen Informationen führen sollen, und dass eine Platzierung nicht garantiert ist. Welche Faktoren das sind, verrät OpenAI nicht. Wer euch eine genaue Liste verkauft, verkauft Vermutungen.
Belegt ist, was Google für seine eigene lokale Suche sagt. In der deutschen Hilfe zum Unternehmensprofil heißt es: „Lokale Suchergebnisse basieren hauptsächlich auf Relevanz, Entfernung und Beliebtheit.“ Und weiter: „Je mehr Rezensionen und positive Bewertungen Ihr Unternehmen erhält, desto besser kann das Ranking in lokalen Suchergebnissen ausfallen.“ Ob ChatGPT dieselben Maßstäbe anlegt, ist nicht belegt.
Unsere Beobachtung aus dem Test deckt sich trotzdem auffällig damit: Alle vier Genannten hatten 5,0 Sterne, alle hatten ein ausdrückliches Angebot für die gefragte Branche, und die Begründungen stützten sich auf Dinge, die sich auf den Websites nachlesen ließen. Nichts davon war ein Werbesatz wie „kreativ und zuverlässig“. Schreibt deshalb auf eure Seiten, was eine Maschine als Begründung übernehmen kann: für wen, was es kostet, wer es schon bekommen hat.

Was ChatGPT in unserem Test als Grund für eine Empfehlung angab und was ihr auf eurer Website braucht, damit derselbe Grund auch für euch gilt.
Eine Seite für genau die Zielgruppe, nach der gefragt wird
Legt für eure wichtigste Kundengruppe eine eigene Seite an, die Branche und Ort in Überschrift und erstem Absatz nennt. Der erste Grund in der Tabelle lautete „Explizites Angebot für Handwerksbetriebe“. Eine Leistungsseite, die „Webdesign für Unternehmen“ anbietet, beantwortet diese Frage nicht, eine Seite „Websites für Handwerksbetriebe in Köln“ schon.
Auf diese Seite gehören die Fragen, die genau diese Kunden stellen, jeweils mit einer Antwort in den ersten zwei Sätzen darunter. Bei Handwerksbetrieben sind das etwa Fragen zur Anfrage über das Handy, zum Unternehmensprofil und dazu, wer die Seite nach dem Start pflegt. Welche Begriffe eure Kunden dafür benutzen, findet ihr mit der Keyword-Recherche am echten Beispiel heraus.
Eine Seite pro Zielgruppe reicht, und zwar für die, die euch am meisten Umsatz bringt. Google warnt in seinem Leitfaden zu KI-Funktionen ausdrücklich davor, für jede denkbare Frageform eigene Inhalte zu bauen, nur um Antworten zu beeinflussen. Schreibt diese Woche die eine Seite, nicht zehn.
Preise oder Spannen offen auf die Website schreiben
Nennt einen Einstiegspreis oder eine ehrliche Spanne, auch wenn jedes Projekt anders ist. In der Spalte „Preisniveau / Eindruck“ standen bei den Genannten konkrete Beträge mit dem Vermerk „laut aktueller Website“. ChatGPT konnte also nur deshalb etwas zum Preis sagen, weil die Anbieter es selbst veröffentlicht hatten. Wer „Preis auf Anfrage“ schreibt, fällt aus dieser Spalte heraus.
Es muss kein Festpreis sein. Ein Satz nach dem Muster „Websites für Handwerksbetriebe ab … Euro, üblich sind … bis … Euro“ lässt sich übernehmen, eingesetzt mit euren echten Zahlen. Wichtig ist, dass Leistung, Betrag und Bedingung in einem Satz stehen und nicht in einem Bild oder einer PDF.
Viele Betriebe fürchten, dass offene Preise Anfragen kosten. Wer nach dem Lesen des Preises trotzdem anfragt, hat ihn aber schon akzeptiert. Setzt den Preissatz auf die Zielgruppenseite und auf die Leistungsseite, jeweils sichtbar im Text.
Referenzen mit Branche, Ort und Ergebnis beschriften
Gebt jeder Referenz eine Zeile mit Branche, Ort und dem, was sich verändert hat. Der zweite Grund in der Tabelle war „Viele echte Referenzen aus Bau & Handwerk“, mit Beispielen wie Zimmerei und Bauunternehmen. Das konnte ChatGPT nur schreiben, weil die Branche an den Referenzen dranstand.
Auf vielen Websites steht an Projekten nur der Name des Kunden. Für einen Menschen, der die Kunden kennt, reicht das, für eine Suche nach „Referenzen Handwerk Köln“ nicht. Eine Zeile wie „Zimmerei, Rhein-Erft-Kreis, neue Website mit Anfrageformular“ ist maschinenlesbar, ohne dass ihr dafür irgendetwas Technisches tun müsst.
Zahlen nennt ihr nur, wenn der Kunde zugestimmt hat und sie stimmen. Ergänzt die Beschriftung zuerst bei den drei Referenzen, die am besten zu eurer wichtigsten Zielgruppe passen.
Unternehmensprofil mit Bewertungen und überall dieselben Firmendaten
Bittet zufriedene Kunden gezielt um eine Bewertung im Google-Unternehmensprofil und haltet Name, Adresse und Telefonnummer überall identisch. Die Karte in unserem Test zeigte bei allen vier Anbietern 5,0 Sterne. Woher ChatGPT diese Angaben bezieht, sagt OpenAI nicht, nur dass für lokale Ergebnisse wie Firmeneinträge vertrauenswürdige Drittanbieter genutzt werden können. Sicher ist: Ohne Profil und ohne Bewertungen erscheint ihr auf keiner dieser Karten.
Google selbst schreibt in der deutschen Hilfe: „Unternehmen mit vollständigen und korrekten Informationen werden mit größerer Wahrscheinlichkeit in den lokalen Suchergebnissen angezeigt.“ In seinem Leitfaden zu den KI-Funktionen nennt Google das Unternehmensprofil außerdem als Weg, damit Leistungen in KI-Antworten sichtbar werden. Wie ihr das Profil anlegt, bestätigt und pflegt, steht in unserem Beitrag zum Google-Unternehmensprofil.
Konsistente Firmendaten klingen banal, sind aber eine typische Quelle falscher Beschreibungen. Eine alte Adresse im Branchenbuch, ein früherer Firmenname im Impressum eines Partners, zwei Telefonnummern: Jede Abweichung kann in einer Antwort wieder auftauchen. Legt eine Liste aller Einträge an, in denen eure Firma steht, und gleicht sie einmal vollständig ab.
Eine Seite „Über uns“ mit Fakten statt Haltung
Schreibt auf die Seite „Über uns“ Gründungsjahr, Standort, Teamgröße, Schwerpunkte und Zahl der Projekte, soweit sie belegbar sind. In unserem Test übernahm ChatGPT bei einem Anbieter ausdrücklich, seit wann er tätig ist und wie viele Projekte er laut eigener Website umgesetzt hat. Solche Sätze sind die Grundlage, aus der eine Maschine eine Beschreibung eurer Firma zusammensetzt.
Sätze über Werte und Leidenschaft liefern dafür nichts. Google beschreibt in seinem Leitfaden als wertvoll, was eine eigene Sicht aus erster Hand bietet, statt bekanntes Wissen zu wiederholen. Für eine Firmenseite heißt das: wer ihr seid, was ihr konkret macht und was ihr nicht macht.
Diese Seite ist auch die wichtigste Stellschraube für die nächste Frage, die falsche Beschreibung. Ergänzt sie um einen Absatz mit Stand und Datum, damit klar ist, welche Angaben aktuell sind.
ChatGPT beschreibt unser Unternehmen veraltet oder falsch: was tun?
Findet heraus, woher die falsche Angabe stammt, und korrigiert sie an der Quelle, denn bei OpenAI gibt es dafür kein Formular. Ein offizielles Verfahren, mit dem Unternehmen eine Beschreibung bei OpenAI berichtigen lassen, haben wir in der Hilfe nicht gefunden. OpenAI räumt dort selbst ein, dass Suchergebnisse und Quellenangaben unvollständig, veraltet oder falsch sein können.
Es gibt zwei Wege, auf denen eine alte Beschreibung entsteht. Ohne Websuche antwortet das Modell aus seinem Trainingswissen, und das endet laut OpenAI an einem bestimmten Stichtag, spätere Ereignisse fehlen. Mit Websuche stammt der Fehler aus einer Seite, die ChatGPT gerade gelesen hat, etwa einem alten Verzeichniseintrag oder einem Artikel über euch von vor Jahren.
Stellt die Frage deshalb zweimal: einmal normal und einmal mit der Bitte, im Netz zu suchen und die Quellen zu nennen. Klickt jede genannte Quelle an und lasst dort ändern, was nicht stimmt, beim Verzeichnis, beim Verband, bei der Presse. Auf eurer eigenen Website steht die richtige Fassung auf „Über uns“, im Impressum und im Unternehmensprofil, jeweils mit denselben Worten.
Danach heißt es warten. Die Suche liest eure korrigierten Seiten erst beim nächsten Besuch des Crawlers neu, bei Bing lässt sich das über das Protokoll IndexNow beschleunigen, das Microsoft in seinen Richtlinien ausdrücklich empfiehlt. Prüft die Beschreibung nach vier Wochen erneut, nicht nach vier Tagen.
Wir ranken bei Google gut, tauchen in ChatGPT aber nicht auf
Prüft zuerst, ob eure robots.txt den Crawler OAI-SearchBot aussperrt, und dann, ob eure gut rankende Seite die Anbieterfrage überhaupt beantwortet. Laut der Crawler-Übersicht von OpenAI erscheinen Websites, die OAI-SearchBot aussperren, nicht in Suchantworten von ChatGPT, höchstens noch als Navigationslink. OpenAI empfiehlt, den Crawler in der robots.txt zuzulassen und die veröffentlichten IP-Bereiche beim Hoster nicht zu blockieren.
Häufig verwechselt wird GPTBot. Dieser Crawler sammelt laut OpenAI Inhalte für das Training der Modelle, und die Einstellungen sind unabhängig voneinander. Ihr könnt also GPTBot sperren und OAI-SearchBot erlauben: Dann wird eure Seite in der Suche genutzt, aber nicht fürs Training. Nach einer Änderung der robots.txt dauert es laut OpenAI rund 24 Stunden, bis die Suche sie berücksichtigt.
Wenn der Zugang stimmt, liegt es meist am Inhalt. Eine Seite kann für „Webdesign Köln“ weit oben stehen und trotzdem keine Antwort auf „für einen Handwerksbetrieb empfehlen“ liefern, weil darauf weder Handwerk noch Referenzen noch Preise vorkommen. Google sagt für seine eigenen KI-Übersichten und den KI-Modus, dass keine zusätzlichen Anforderungen gelten und gutes SEO weiter die Grundlage ist; mehr dazu in unserem Beitrag zu KI-Modus und weniger Klicks.
Was nicht hilft, sagt Google in seinem Leitfaden ebenfalls deutlich: Texte in kleine Stücke zerlegen, eigene KI-Textdateien wie llms.txt anlegen oder unechte Erwähnungen im Netz einkaufen. Strukturierte Daten schaden nicht, sind laut Google aber keine Voraussetzung. Ruft stattdessen eure-domain.de/robots.txt im Browser auf und sucht nach einer Zeile Disallow: / unter User-agent: OAI-SearchBot oder unter User-agent: *.
Wie prüfe ich, ob wir in KI-Antworten vorkommen?
Legt eine feste Liste von fünf bis zehn Fragen an und stellt sie einmal im Monat in einem temporären Chat ohne Personalisierung. Ein temporärer Chat erscheint laut OpenAI nicht im Verlauf, kann aber vorhandene Erinnerungen und eigene Anweisungen nutzen. Die Personalisierung lässt sich nur vor der ersten Nachricht abschalten, danach nicht mehr. Wer das vergisst, testet eine Antwort, die auf ihn selbst zugeschnitten ist.
Die Fragen formuliert ihr so, wie Kunden sie stellen, mit Branche und Ort. Dazu kommen zwei Fragen nach eurer Firma selbst, etwa „Was macht Firma X aus Köln?“. Achtet auf den Standort: ChatGPT schätzt ihn laut Hilfe aus der IP-Adresse, ein VPN verfälscht also lokale Ergebnisse.

Der monatliche Test in vier Schritten: Fragen festlegen, ohne Personalisierung fragen, Begründung notieren, Quellen prüfen.
Notiert für jede Frage, ob ihr genannt werdet, wer stattdessen genannt wird und welche Begründung dasteht. Die Antworten schwanken von Mal zu Mal, eine einzelne Abfrage sagt deshalb wenig, drei Monate zeigen eine Richtung. Zusätzlich gibt es echte Messdaten: ChatGPT hängt laut OpenAI an Links in Suchantworten den Parameter utm_source=chatgpt.com, in eurer Webanalyse seht ihr also Besuche aus ChatGPT als eigene Quelle.
Für Google zeigt die Search Console seit Ende August einen eigenen Bericht zu generativen KI-Funktionen, wie ihr ihn findet, steht im Beitrag Search Console richtig nutzen. Für Microsoft Copilot gibt es in den Bing Webmaster Tools seit Februar den Bereich AI Performance, der laut Microsoft zeigt, wie oft eure Inhalte in KI-Antworten als Quelle angezeigt werden. Richtet beide Berichte ein, bevor ihr die erste Fragenliste abarbeitet.
Fazit: was heute, diese Woche und später
Heute: robots.txt prüfen und eure wichtigste Kundenfrage einmal selbst stellen. Der Blick in die robots.txt dauert fünf Minuten und schließt die einzige technische Ursache aus, die euch komplett unsichtbar macht. Die Testfrage im temporären Chat ohne Personalisierung zeigt euch, wer an eurer Stelle genannt wird und warum.
Diese Woche: die Begründungen abarbeiten. Eine Seite für die wichtigste Zielgruppe, ein Preissatz mit Einstiegspreis oder Spanne, drei Referenzen mit Branche und Ort, Fakten auf „Über uns“. Parallel die Liste aller Verzeichniseinträge anlegen und abweichende Firmendaten korrigieren lassen.
Später: Bewertungen sammeln und monatlich messen. Bittet nach jedem abgeschlossenen Auftrag um eine Bewertung im Unternehmensprofil, das ist der langsamste, aber sichtbarste Teil auf der Karte. Stellt eure Fragenliste jeden Monat neu und richtet Search Console und Bing Webmaster Tools ein. Wenn ihr dabei Hilfe wollt: Genau diese Prüfung machen wir gerade für uns selbst und bieten sie im Rahmen unserer SEO-Leistung zum Festpreis auch für eure Website an.
Was sich geändert hat und was das für euch heißt
10. Februar 2026: Microsoft hat in den Bing Webmaster Tools den Bereich AI Performance als öffentliche Vorschau eingeführt. Ihr könnt dort nachsehen, wie oft Copilot und KI-Zusammenfassungen in Bing eure Seiten als Quelle zeigen, statt nur zu raten.
15. Mai 2026: Google hat einen Leitfaden zur Optimierung für generative KI-Funktionen veröffentlicht, zuletzt aktualisiert am 10. Juli 2026. Für euch heißt das: Keine Zeit in llms.txt, zerstückelte Texte oder gekaufte Erwähnungen stecken, sondern in eigene Inhalte aus erster Hand und ein gepflegtes Unternehmensprofil.
31. August 2026: Die Einstellung „Generative KI in der Google Suche“ und der Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen sind in der Search Console für alle Websites weltweit verfügbar. Prüft einmal, dass eure Property nicht ausgeschlossen ist, und schaut im Bericht nach, welche Seiten in KI-Übersichten und im KI-Modus gezeigt werden.
Wollt ihr wissen, warum ChatGPT euch nicht nennt?
Wir stellen eure wichtigsten Kundenfragen, lesen die Begründungen und prüfen, welche davon eure Website heute schon erfüllt. Schreibt uns kurz über das Kontaktformular, für welche Branche und welchen Ort ihr genannt werden wollt. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden, persönlich und ohne Vertriebsgespräch.
Weitere Artikel
© Marschfahrt Studio
Praxiswissen rund um Webdesign, SEO, KI und Conversion-Optimierung. Aus echten Projekten, ohne Marketing-Filter.

