Retargeting.

Kurz erklärt

Retargeting heißt, Menschen erneut mit Anzeigen anzusprechen, die schon Kontakt mit deinem Betrieb hatten, etwa deine Website besucht, ein Video angesehen oder ein Formular geöffnet haben.

Stand 12. Oktober 2026 · Dustin Tatarowicz, marschfahrt

Retargeting, bei Google lange Remarketing genannt, zeigt Anzeigen gezielt Menschen, die deinen Betrieb schon kennen. Wer sich deine Seite zur Badsanierung angesehen und wieder geschlossen hat, sieht ein paar Tage später bei Instagram oder auf einer anderen Website eine Anzeige von dir. Für Betriebe, bei denen Kunden länger überlegen, ist das oft der naheliegendste Weg, Interessenten zurückzuholen, weil diese Menschen dein Angebot schon einmal gesehen haben.

So funktioniert Retargeting

Grundlage ist eine Zielgruppe aus deinen eigenen Daten. Bei Meta heißt sie Custom Audience. Laut Meta lassen sich solche Zielgruppen aus eigenen Quellen wie Website, Kundenlisten oder App bilden, aber auch aus Interaktionen auf Facebook und Instagram. Für eine Website-Custom-Audience braucht es laut Meta einen aktiven Meta-Pixel. Du legst fest, welche Seitenbesuche zählen und wie viele Tage jemand in der Zielgruppe bleibt.

Google nennt dasselbe Prinzip heute Segmente mit selbst erhobenen Daten. Laut Google können Anzeigen so früheren Besuchern im Displaynetzwerk, auf YouTube oder bei einer späteren Google-Suche gezeigt werden. Auch Listen aus einem Lead-Formular lassen sich dort laut Google als Segment nutzen.

Worauf du als Betrieb achten solltest

Hol die Einwilligung ein, bevor das Tracking startet. Nach § 25 TDDDG ist das Speichern von Informationen auf dem Gerät eines Nutzers oder der Zugriff darauf nur mit Einwilligung zulässig, außer es ist für den ausdrücklich gewünschten Dienst unbedingt erforderlich. Meta verlangt in seinen Nutzungsbedingungen für Business-Tools, dass du in Ländern wie der EU nötige Einwilligungen nachweisbar einholst. Google setzt für Remarketing im EWR laut eigener Hilfe Einwilligungssignale voraus. Ob dein Cookie-Banner das abbildet, klärst du im Zweifel mit deiner Datenschutzberatung.

Trenne Zielgruppen nach Absicht. Wer deine Kontaktseite geöffnet hat, ist näher an einer Anfrage als jemand, der einen Ratgeber gelesen hat. Mit getrennten Zielgruppen kannst du beiden eine passende Botschaft zeigen und sie auf die passende Landingpage führen.

Schließ Menschen aus, die schon angefragt haben. Laut Meta kannst du beim Anlegen einer Zielgruppe Personen ausschließen. In Projekten sehen wir oft, dass ohne diesen Ausschluss ein Teil des Budgets an Menschen geht, die längst einen Termin bei dir haben.

Häufige Fragen zum Retargeting

Ist Retargeting dasselbe wie Remarketing? Im Alltag ja. Google sprach lange von Remarketing und nennt es heute Segmente mit selbst erhobenen Daten. Bei Meta läuft dasselbe über Custom Audiences.

Warum ist meine Retargeting-Zielgruppe so klein? Lädt der Pixel erst nach Einwilligung, fehlen alle, die ablehnen. Laut Meta können zudem Events mancher iOS-Nutzer fehlen. Und bei wenigen Besuchern auf der Website bleibt die Zielgruppe zwangsläufig klein.

Geht Retargeting auch ohne Website-Besucher? Ja. Laut Meta kannst du Zielgruppen auch aus Interaktionen auf Facebook und Instagram bilden, etwa mit deinen Videos oder deiner Seite. Dafür brauchst du kein Tracking auf deiner Website.

Wie Retargeting als Erinnerungsstufe in einen ganzen Funnel aus Anzeigen und Zielseite passt und was das bei Meta kostet, steht in unserem Beitrag Meta Ads Kosten. Die Umsetzung übernehmen wir im Ad Management.

Besucher schauen sich deine Leistungen an und melden sich nie? Wir holen sie mit Erinnerungsanzeigen zurück, sauber eingewilligt und ohne Streuverlust.

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