Webhook.
Ein Webhook ist eine automatische Nachricht, die ein Programm über eine Internetadresse an ein anderes schickt, sobald ein bestimmtes Ereignis eintritt, etwa eine neue Anfrage oder Bestellung.
Ein Webhook ist so etwas wie eine digitale Klingel zwischen zwei Programmen. Sobald in einem System etwas passiert, zum Beispiel ein Kontaktformular abgeschickt, eine Zahlung bestätigt oder eine Bestellung angelegt wird, schickt es die passenden Daten automatisch an eine vorher hinterlegte Internetadresse. Das empfangende Programm reagiert darauf, ohne dass jemand etwas abtippt. Für kleine Betriebe ist der Webhook oft der einfachste Weg, Abläufe zu verbinden, die heute noch per Hand laufen.
So funktioniert ein Webhook
Statt ständig nachzufragen, ob es etwas Neues gibt, wird das empfangende System benachrichtigt. Shopify beschreibt Webhooks genau so: als Alternative zum fortlaufenden Abfragen, bei der eine App nahezu in Echtzeit Daten erhält, wenn im Shop etwas geschieht, etwa eine neue Bestellung. Technisch ist das eine HTTP-Anfrage an eine Adresse, die du festlegst. Die Daten kommen meist im Format JSON.
Der Zahlungsdienst Stripe schickt laut eigener Dokumentation Ereignisse wie eine bestätigte Zahlung oder eine Rückbuchung per HTTPS an einen registrierten Empfänger. Bestätigt der Empfänger nicht, versucht Stripe die Zustellung im Livebetrieb laut Doku bis zu drei Tage lang erneut. Slack geht den umgekehrten Weg: Über einen eingehenden Webhook bekommst du eine eigene Adresse, an die andere Programme Nachrichten für einen bestimmten Kanal schicken.
Worauf du als Betrieb achten solltest
Fang mit einem Ablauf an, der dich jeden Tag Zeit kostet. Typisch ist die neue Anfrage über die Website: Ein Webhook legt sie direkt im CRM an und meldet sie im Teamchat, statt dass jemand E-Mails abschreibt. Welche Abläufe sich zuerst lohnen, beschreiben wir in Die 5 Prozesse, in denen sich KI zuerst auszahlt.
Behandle die Webhook-Adresse wie ein Passwort. Slack weist ausdrücklich darauf hin, dass die Adresse ein Geheimnis enthält und nicht öffentlich geteilt werden soll. Stripe und Shopify signieren ihre Nachrichten, damit der Empfänger prüfen kann, dass sie wirklich vom Absender stammen.
Rechne damit, dass eine Nachricht doppelt ankommt. Shopify empfiehlt, doppelte Zustellungen anhand einer eindeutigen Kennung zu erkennen. Sonst steht eine Bestellung plötzlich zweimal in der Buchhaltung. In Projekten sehen wir oft, dass genau dieser Fall beim ersten Aufbau vergessen wird.
Behalte im Blick, wohin personenbezogene Daten fließen. Formulardaten enthalten Namen und Kontaktdaten. Jeder Dienst, der sie per Webhook empfängt, sollte bekannt und in deiner Datenschutzerklärung berücksichtigt sein.
Häufige Fragen zu Webhooks
Brauche ich zum Einrichten Programmierkenntnisse? Nicht unbedingt. In Shopify legst du einen Webhook laut Hilfe direkt im Admin unter Einstellungen und Benachrichtigungen an. Auf der Empfängerseite brauchst du aber ein Programm oder einen Automatisierungsdienst, der die Daten weiterverarbeitet.
Was ist der Unterschied zwischen Webhook und API? Über eine API fragt dein Programm aktiv Daten ab. Beim Webhook meldet sich das andere System von selbst, sobald etwas passiert. Viele Automatisierungen nutzen beides.
Hat ein Webhook etwas mit KI zu tun? Nicht direkt, er ist aber oft der Auslöser. Die neue Anfrage kommt per Webhook an, und ein KI-Agent sortiert sie ein oder entwirft eine Antwort. Mehr dazu unter Agentic AI.
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