ROAS.

Kurz erklärt

ROAS (Return on Ad Spend) zeigt, wie viel Umsatz jeder in Werbung investierte Euro zurückbringt, berechnet als Umsatz aus Werbung geteilt durch die Werbeausgaben.

Stand 5. Oktober 2026 · Dustin Tatarowicz, marschfahrt

ROAS steht für Return on Ad Spend, auf Deutsch etwa Rückfluss der Werbeausgaben. Die Kennzahl setzt den Umsatz, den du deiner Werbung zuordnen kannst, ins Verhältnis zu dem Geld, das du für diese Werbung ausgegeben hast. Für einen Onlineshop zeigt er, ob eine Kampagne mehr einspielt, als sie kostet. Für einen Betrieb, der Anfragen statt Verkäufe sammelt, sagt er nur dann etwas, wenn eine Anfrage einen Wert bekommt.

So berechnest du den ROAS

Die Formel lautet: Umsatz aus Werbung geteilt durch Werbeausgaben. Gibst du 500 Euro für Anzeigen aus und ordnest diesen Anzeigen 2.000 Euro Umsatz zu, liegt der ROAS bei 4. Google Ads schreibt denselben Wert in Prozent: Laut Google entsprechen 5 Euro Umsatz bei 1 Euro Werbeausgaben einem ROAS von 500 Prozent.

Im deutschen Meta-Hilfebereich heißt die Kennzahl „ROAS (Return on Ad Spend) für Käufe". Laut Meta ergibt sie sich aus dem Conversion-Wert der Käufe geteilt durch den ausgegebenen Betrag. Die Kaufwerte kommen über den Meta-Pixel oder die Conversions API. Fehlen Daten, modelliert Meta laut eigener Hilfe teilweise.

Worauf du als Betrieb achten solltest

Rechne zuerst deine Gewinnschwelle aus. Bleiben dir von jedem Euro Umsatz nach Material und Arbeitszeit 25 Cent, brauchst du einen ROAS von mindestens 4, nur damit die Werbung sich selbst bezahlt.

Gib Anfragen einen Wert, wenn du keine Produkte online verkaufst. Laut Meta kannst du für Standard-Events des Pixels einen Wert und eine Währung festlegen, um den Return on Ad Spend zu messen. Ein Handwerksbetrieb kann etwa den durchschnittlichen Auftragswert mal den Anteil der Anfragen ansetzen, die zum Auftrag werden. Ohne Wert bleibt der ROAS leer, egal wie gut die Anzeigen laufen.

Vergleiche den ROAS im Werbekonto mit deinen echten Umsätzen. Jede Plattform ordnet Käufe nach ihren eigenen Regeln zu. Läuft Werbung auf mehreren Kanälen, kann derselbe Kauf in zwei Konten auftauchen, sieh dir also auch die Conversion Rate im eigenen Shop an. In Projekten sehen wir außerdem oft, dass ein sehr hoher ROAS aus Kampagnen stammt, die vor allem Bestandskunden erreichen, die ohnehin gekauft hätten.

Häufige Fragen zum ROAS

Was ist ein guter ROAS? Eine Zahl, die für alle Betriebe gilt, gibt es nicht. Ob ein Wert gut ist, hängt von deiner Marge ab. Derselbe ROAS kann bei hoher Marge sehr gut sein und bei knapper Marge Verlust bedeuten.

Was ist der Unterschied zwischen ROAS und ROI? Der ROAS misst Umsatz im Verhältnis zu den Werbekosten. Der ROI (Return on Investment) misst Gewinn im Verhältnis zur gesamten Investition und zieht dafür alle Kosten ab, also auch Material, Arbeitszeit und Honorare.

Warum zeigt Meta bei mir keinen ROAS an? Meist, weil keine Kaufwerte übertragen werden. Laut Meta wird die Kennzahl außerdem in manchen Fällen nicht berechnet, etwa bei Ergebnissen von Anzeigen, die an Geräte mit iOS 14 oder neuer ausgeliefert wurden.

Welches Budget realistisch ist, steht in Meta Ads 2026: Was Werbung auf Facebook und Instagram wirklich kostet. Wenn du Kampagnen willst, die an deinem Gewinn statt an Klicks gemessen werden, übernehmen wir Einrichtung und Auswertung im Ad Management.

Deine Anzeigen sollen sich am Umsatz messen lassen, nicht an Klicks? Wir steuern deine Meta-Kampagnen auf Ergebnis statt auf Reichweite.

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