A/B-Test.

Kurz erklärt

Ein A/B-Test vergleicht zwei Varianten einer Anzeige oder Webseite unter gleichen Bedingungen, indem jede Variante einem zufälligen Teil der Menschen gezeigt wird, um die wirksamere zu finden.

Stand 12. Oktober 2026 · Dustin Tatarowicz, marschfahrt

Bei einem A/B-Test lässt du zwei Fassungen gegeneinander antreten: zwei Anzeigenbilder, zwei Überschriften oder zwei Buttons. Ein Teil der Menschen sieht Variante A, der andere Teil Variante B, und am Ende zählt, welche mehr Anfragen oder Käufe bringt. Für einen Betrieb ersetzt das Bauchgefühl durch Messung, vorausgesetzt, genug Menschen nehmen am Test teil.

So funktioniert ein A/B-Test

Du änderst genau eine Sache und lässt den Rest gleich. Laut Meta vergleicht ein A/B-Test im Werbeanzeigenmanager zwei Anzeigenvarianten, die sich in einer Variable unterscheiden, etwa Bild, Text, Zielgruppe oder Platzierung. Meta zeigt jede Variante laut eigener Hilfe nur einem Teil der Zielgruppe, damit niemand beide sieht, und empfiehlt für beide Varianten dasselbe Budget.

Bei Google Ads heißt das Werkzeug benutzerdefinierter Test. Laut Google nutzt der Test einen Teil der Zugriffe und des Budgets der Ausgangskampagne, für einen sauberen Vergleich empfiehlt Google eine Aufteilung von je 50 Prozent. Auf der eigenen Website geht es ähnlich: Laut Google Search Central kannst du Varianten unter eigenen URLs anlegen oder per JavaScript auf derselben Seite austauschen.

Worauf du als Betrieb achten solltest

Schreib vorher auf, was du erwartest. Meta rät, vor der Wahl der Variable eine Hypothese aufzustellen. Ein Satz wie „Ein Foto vom echten Team bringt mehr Anfragen als ein Symbolbild" reicht, damit du hinterher weißt, was du gelernt hast.

Teste nicht, indem du Anzeigen von Hand an- und ausschaltest. Laut Meta führt das zu ineffizienter Auslieferung, unzuverlässigen Ergebnissen und sich überschneidenden Zielgruppen. Nutze die eingebauten Testfunktionen von Meta und Google.

Schütze beim Website-Test deine Platzierung bei Google. Google Search Central empfiehlt für Varianten mit eigener URL ein Canonical-Tag auf die Originalseite, 302- statt 301-Weiterleitungen und kein Cloaking. Nach dem Test sollen alternative URLs und Testcode laut Google schnell wieder verschwinden.

Plane genug Besucher ein. Laut Google hängt die nötige Testdauer von deinen Conversion-Raten und der Zahl der Seitenaufrufe ab. In Projekten sehen wir oft, dass Betriebsseiten für feine Unterschiede zu wenig Besucher haben. Dann testest du besser große Änderungen, etwa ein anderes Angebot statt einer anderen Buttonfarbe.

Häufige Fragen zum A/B-Test

Was teste ich zuerst? Das Element mit dem größten Einfluss auf die Entscheidung, oft Überschrift, Angebot oder Call to Action. Google nennt selbst den Text eines Buttons, etwa „In den Einkaufswagen" gegenüber „Jetzt kaufen", als Beispiel für eine kleine Änderung mit überraschender Wirkung.

Was ist der Unterschied zum multivariaten Test? Laut Google prüft ein multivariater Test mehrere Änderungen gleichzeitig und dazu ihr Zusammenspiel. Für kleine Seiten ist der einfache A/B-Test meist der realistischere Weg.

Schadet ein A/B-Test meinem Google-Ranking? Nicht, wenn du dich an die Hinweise von Google Search Central hältst: kein Cloaking, Canonical auf das Original, temporäre Weiterleitungen und ein Test, der nicht länger läuft als nötig.

Bevor du testest, lohnt ein Blick darauf, wo Besucher auf deiner Seite hängen bleiben. Der Design-Check zeigt es dir, und Hinweise zum Aufbau einer testbaren Zielseite findest du in Landingpage erstellen.

Welches Bild, welcher Text bringt dir mehr Anfragen? Wir testen Anzeigenvarianten sauber gegeneinander und setzen auf das, was nachweislich wirkt.

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