Onepager: Beispiele, Kosten und wann eine einseitige Website für euren Betrieb reicht
Viele kleine Betriebe brauchen keine zwanzig Unterseiten, sondern eine gute einseitige Website. Wir zeigen zehn echte Onepager-Beispiele, was Google dazu wirklich dokumentiert, was ein Onepager kostet und wann er nicht mehr reicht.
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„Wir sind ein kleiner Betrieb, wir brauchen keine zwanzig Unterseiten. Reicht nicht eine einzige Seite, auf der alles steht? Und was kostet so etwas eigentlich?“
So oder ähnlich klingt eine Frage, die uns kleine Betriebe regelmäßig stellen. Gemeint ist ein Onepager: eine Website, deren Inhalte alle auf einer einzigen, langen Seite stehen. Mit dem Dokument gleichen Namens, also der einseitigen PDF-Zusammenfassung für Bewerbungen, Projekte oder Investoren, hat dieser Beitrag nichts zu tun. Wer eine Word- oder PowerPoint-Vorlage sucht, ist hier falsch.
Die kurze Antwort auf die Frage oben lautet: Ja, für viele kleine Betriebe reicht ein Onepager. Aber nicht für alle. Ob er reicht, hängt weniger an der Größe des Betriebs als daran, wie viele verschiedene Dinge ihr bei Google einzeln gefunden haben wollt und an wie vielen Orten ihr arbeitet.
Wir zeigen, wann ein Onepager reicht, was Google dazu dokumentiert, wie er aufgebaut ist, was er kostet und zehn echte Beispiele, alle am 23. Oktober 2026 geprüft (kurz erklärt findet ihr den Begriff auch in unserem Glossar).
Kurz gesagt (Stand 23. Oktober 2026)
Ein Onepager ist eine vollständige Website auf einer Seite, die man über ein Menü mit Sprungmarken durchläuft. Für kleine Betriebe mit einem klaren Angebot an einem Ort ist er oft die beste Wahl. Das Wichtigste in sechs Punkten:
Ein Onepager reicht meist für Handwerksbetriebe mit ein bis drei Leistungen, Restaurants, Cafés, Praxen, Studios, Salons, Gründer und Events. Er reicht nicht bei vielen Leistungen, die einzeln bei Google gefunden werden sollen, bei mehreren Standorten, einem Shop, einem Blog oder mehreren Sprachen.
Für Google ist ein Onepager eine einzige Seite mit einem Seitentitel. Laut Google-Dokumentation unterstützt die Suche Teile einer Adresse hinter dem Rautezeichen im Allgemeinen nicht. Abschnitte wie „#leistungen“ zählen also nicht als eigene Seiten.
In der lokalen Suche zählen laut Google vor allem Relevanz, Entfernung und Beliebtheit, dazu Rezensionen. Eine Seitenanzahl nennt Google dort nicht. Das gepflegte Google-Unternehmensprofil ist deshalb für einen Onepager der wichtigste Partner.
Das Wichtigste gehört nach oben. In einer Blickmessung der Nielsen Norman Group von 2018 entfielen 57 % der Betrachtungszeit auf den ersten Bildschirm und 74 % auf die ersten zwei Bildschirmhöhen.
Impressum und Datenschutz gehören am sichersten auch bei einem Onepager auf eigene Unterseiten, verlinkt an einer immer gut sichtbaren Stelle. Laut Fachberichten hat ein Oberlandesgericht 2025 ein Impressum beanstandet, das erst nach langem Scrollen kam.
Die Kosten: Ein Baukasten kostet ab dem zweiten Jahr meist 140 bis 200 € im Jahr, die Arbeit macht ihr selbst. Öffentlich genannte Einstiegspreise fürs Erstellenlassen lagen zwischen 490 und 1.850 €. Anbieter-Ratgeber nennen für Agenturen etwa 1.000 bis 4.000 €. Unser Paket kostet 999 € netto einmalig.
Was ein Onepager ist, und was nicht
Ein Onepager ist eine Website, bei der alle Inhalte untereinander auf einer Seite stehen. Statt auf „Leistungen“ zu klicken und eine neue Seite zu laden, scrollt ihr nach unten oder springt über das Menü direkt zum passenden Abschnitt. Die Seite ist in Blöcke gegliedert: oben die Begrüßung mit dem Angebot, darunter Leistungen, Referenzen, Team, Fragen und ganz unten der Kontakt.
Technisch funktioniert das über sogenannte Anker. Ein Anker ist eine unsichtbare Sprungmarke an einer Überschrift. Ein Menüpunkt wie „Leistungen“ verweist dann nicht auf eine neue Adresse, sondern auf die Marke in derselben Seite, etwa „eurebetrieb.de/#leistungen“. Klickt jemand darauf, rollt der Browser an die richtige Stelle. Diese Art Menü heißt deshalb auch Ankernavigation.
Ein Onepager hat trotzdem mehr als eine Seite
Auch der schlankste Onepager sollte zwei Unterseiten bekommen: Impressum und Datenschutzerklärung. Am übersichtlichsten sind beide als eigene Unterseiten, verlinkt in der Fußzeile. Warum das wichtig ist, erklären wir weiter unten im Abschnitt zum Impressum. In der Praxis besteht ein Onepager also fast immer aus drei Adressen: der Hauptseite und den beiden Rechtstexten. Das ist kein Widerspruch, denn „Onepager“ beschreibt, wie der eigentliche Inhalt aufgebaut ist: eine Geschichte auf einer Seite, die man von oben nach unten liest.
Onepager und Landingpage sind nicht dasselbe
Eine Landingpage ist eine Zielseite für genau eine Aktion, ein Onepager ist eure komplette Website. Eine Landingpage baut man meist für eine Kampagne oder ein Angebot, sie lässt häufig bewusst das Menü weg, und ein Betrieb kann viele davon haben. Der Onepager dagegen stellt den ganzen Betrieb vor und ist die Seite, die im Google-Unternehmensprofil hinter dem Knopf „Website“ steckt. Wie man eine Landingpage aufbaut, zeigen wir im Beitrag Landingpage erstellen: Aufbau, Beispiele und die UX-Fehler, die Anfragen kosten.
Wann ein Onepager reicht, und wann nicht
Ein Onepager reicht, wenn euer Angebot in einen Satz passt und ihr an einem Ort arbeitet. Er reicht nicht, wenn ihr viele verschiedene Dinge einzeln bei Google platzieren wollt, mehrere Standorte habt oder Funktionen wie einen Warenkorb braucht.
Eine Vorbemerkung: Eine unabhängige Studie, die Onepager und mehrseitige Websites kleiner Betriebe direkt vergleicht, etwa bei Anfragen oder Platzierungen in der Suche, haben wir nicht gefunden. Die folgenden Faustregeln haben wir aus der Google-Dokumentation abgeleitet, die wir im nächsten Abschnitt zeigen. Sie decken sich mit dem, was auch andere Anbieter über die Grenzen von Onepagern schreiben.
Hier passt ein Onepager meistens
Handwerksbetriebe mit ein bis drei Leistungen an einem Ort. Ein Elektriker in Pulheim oder ein Malerbetrieb in Koblenz hat ein klares Thema und ein klares Gebiet. Beides passt in einen Seitentitel. Bei der Suche nach „Elektriker in der Nähe“ zeigt Google ohnehin meist zuerst eine Karte mit Unternehmensprofilen.
Restaurants, Cafés und Imbisse. Wer ein Restaurant sucht, will Speisekarte, Öffnungszeiten, Adresse und eine Möglichkeit zum Reservieren. Genau das, schnell und auf dem Handy. Dafür sind Unterseiten eher ein Hindernis.
Praxen, Studios und Salons mit Terminanfrage. Leistungen, Team, Anfahrt und ein Knopf für den Termin: Das ist die typische Reihenfolge, in der Patienten oder Kunden ihre Fragen stellen.
Gründer und Solo-Selbstständige. Ein Onepager macht euch schnell professionell sichtbar und lässt sich später ausbauen, wenn das Angebot wächst.
Events, Hochzeiten, Messen und Festivals. Sie sind zeitlich begrenzt und haben meist ein Ziel: die Anmeldung oder Zusage.
Ein einzelnes Objekt oder Projekt. Eine Immobilie, die verkauft werden soll, oder ein neues Produkt erzählt eine Geschichte und braucht einen Kontaktweg.
Hier stößt ein Onepager an seine Grenzen
Viele verschiedene Leistungen, die jeweils gefunden werden sollen. Wer für „Badsanierung“, „Heizungstausch“, „Wärmepumpe“ und „Dachrinne reinigen“ einzeln bei Google erscheinen möchte, braucht nach unserer Einschätzung für jede Leistung eine eigene Seite mit eigenem Titel. Ein Onepager hat nur einen.
Mehrere Standorte oder Städte. Jeder Standort braucht ein eigenes Unternehmensprofil und sinnvollerweise eine eigene Seite, die genau diesen Standort zeigt. Auf einen Onepager passt das nicht.
Online-Shop. Warenkorb, Produktseiten, Bezahlung, AGB und Widerrufsbelehrung sind eigene Seiten und Funktionen.
Blog oder Ratgeber. Jeder Beitrag braucht eine eigene Adresse und einen eigenen Titel, sonst kann Google ihn nicht einzeln zeigen.
Mehrere Sprachen. Google empfiehlt in seiner Dokumentation zu mehrsprachigen Websites für jede Sprachfassung eine eigene Adresse. Ein zweisprachiger Auftritt besteht damit streng genommen aus zwei Onepagern, einem je Sprache.
Stellenanzeigen, Kundenportal oder Buchungssystem. Das sind eigene Bereiche mit eigener Technik.
Viel erklärungsbedürftiger Inhalt. Wenn ihr zwanzig Bildschirmhöhen braucht, um euer Angebot zu erklären, liest den unteren Teil kaum noch jemand. Dazu gleich mehr bei der Aufmerksamkeit.
Die Tabelle fasst das für die häufigsten Betriebstypen zusammen.

Ob ein Onepager reicht, hängt an der Zahl der Themen und Orte, nicht an der Größe des Betriebs. Unsere Faustregeln, abgeleitet aus der Google-Dokumentation, abgerufen am 23.10.2026.
Der Zwischenweg: Onepager mit wenigen Unterseiten
Ein Onepager ist keine Sackgasse. Viele Seiten fangen als einseitige Website an und bekommen später einzelne Unterseiten, etwa für eine besonders gefragte Leistung, für Stellenangebote oder für häufige Fragen. Die Startseite bleibt dabei lang und erzählt die Geschichte von oben nach unten, nur einzelne Themen ziehen auf eigene Seiten um. Ein Beispiel dafür zeigen wir unten mit dem Tattoostudio Beechhouse. Wer mit einem Onepager startet, sollte deshalb ein System wählen, in dem man später Seiten ergänzen kann, ohne neu zu bauen.
Onepager und Google: was wirklich dokumentiert ist
Google nennt keinen Nachteil für Onepager, behandelt sie aber als eine einzige Seite. Viele Artikel schreiben pauschal, Onepager seien „schlecht für SEO“. Belegt wird das selten. Wir haben uns angesehen, was Google selbst dazu schreibt. Das Ergebnis ist differenzierter.
Abschnitte hinter dem Rautezeichen sind keine eigenen Seiten
Für Google ist „eurebetrieb.de/#leistungen“ dieselbe Seite wie „eurebetrieb.de“. Den Teil einer Adresse hinter dem Rautezeichen nennt man Fragment. In seinen Empfehlungen zur URL-Struktur (Stand 21. Oktober 2026) rät Google davon ab, mit Fragmenten den Inhalt einer Seite zu wechseln. Die Begründung: „Google Search generally doesn't support URL fragments“. Die Suche unterstützt Fragmente also im Allgemeinen nicht.
Für einen Onepager heißt das: Er erscheint in der Suche als genau eine Seite, mit einem Titel und einer Beschreibung. Euer Abschnitt „Leistungen“ wird nicht als eigenes Suchergebnis geführt. Google schreibt das nicht wörtlich so für Onepager, es folgt aber direkt aus dem zitierten Satz.
Sprunglinks im Suchergebnis sind trotzdem möglich
Anker können euch in der Suche helfen, auch wenn sie keine eigenen Seiten sind. Google zeigt manchmal unter einem Suchergebnis einen Link, der direkt zu einem Abschnitt der Seite springt. In der Dokumentation zu Snippets (Stand 20. April 2026) heißen diese Links „Read more deep links“. Google nennt dort drei Empfehlungen, damit solche Sprunglinks möglich werden:
Inhalt sofort sichtbar machen. Was hinter aufklappbaren Elementen oder Reitern versteckt ist, eignet sich weniger.
Keine erzwungene Scrollposition. Die Seite soll beim Laden nicht per JavaScript an eine bestimmte Stelle springen.
Das Fragment nicht entfernen. Wenn die Seite die Adresse per Skript verändert, darf der Teil hinter dem Rautezeichen nicht verschwinden.
Eine Garantie gibt Google nicht. Für euch folgt daraus trotzdem etwas Praktisches: Gebt jedem Abschnitt eine echte Überschrift und einen sprechenden Anker. Dieses Prinzip ist übrigens nicht neu. Schon 2009 hat Google im eigenen Blog empfohlen, Abschnitte langer Seiten mit beschreibenden Ankern zu kennzeichnen.
Ein Seitentitel für alles
Der Seitentitel ist der blaue Text, den Google im Suchergebnis als Überschrift zeigt. Er steht im Quelltext im sogenannten Title-Element und ist für Besucher sonst nur im Browser-Tab zu sehen. In der Hilfe zu Title Links (Stand 10. Dezember 2025) empfiehlt Google für jede Seite einen eigenen Titel, der beschreibend und knapp ist und nicht mit Suchbegriffen vollgestopft wird. Der SEO-Starter-Guide ergänzt, ein guter Titel sei eindeutig für die Seite, klar und beschreibe den Inhalt zutreffend.
Daraus leiten wir eine Regel ab, die Google so nicht wörtlich formuliert: Eine Adresse sollte ein Thema tragen. Ein Titel wie „Elektriker in Pulheim: Installation, E-Check und Wallboxen“ funktioniert gut. Ein Titel, der „Badsanierung Köln“ und „Dachrinne reinigen Bonn“ gleichzeitig abdecken soll, wird entweder unlesbar oder vollgestopft. Wer viele solcher Kombinationen bedienen will, braucht mehrere Seiten. Wer ein Thema an einem Ort hat, kommt mit einer aus.
Gleichzeitig dämpft Google übertriebene Erwartungen an die Struktur einer Website. Im Starter-Guide heißt es sinngemäß, Suchmaschinen würden Seiten so verstehen, wie sie sind, egal wie die Website organisiert ist. Eine ausgefeilte Ordnerstruktur werde erst bei mehr als ein paar tausend Adressen wichtig. Für einen kleinen Betrieb ist die Frage „eine oder fünf Seiten“ also weniger dramatisch, als manche Artikel behaupten.
Mehrere Städte: Vorsicht vor Doorway-Seiten
Kopierte Stadtseiten können gegen Googles Spam-Richtlinien verstoßen. Wer mit einem Onepager startet und dann für zehn Nachbarorte gefunden werden will, kommt schnell auf die Idee, zehn fast gleiche Seiten anzulegen, bei denen nur der Ortsname wechselt. Google nennt so etwas Doorway-Seiten, auf Deutsch etwa „Brückenseiten“: Seiten, die nur gebaut werden, um für ähnliche Suchanfragen zu erscheinen, und Besucher dann zur eigentlichen Seite weiterleiten.
In den Spam-Richtlinien (Stand 28. August 2026) führt Google als Beispiel ausdrücklich mehrere Domains oder Seiten an, die auf bestimmte Regionen oder Städte zielen und Nutzer auf eine Seite lenken. Wer in mehreren Städten gefunden werden will, braucht deshalb echte Seiten mit eigenem Inhalt, etwa zu einem tatsächlichen Standort oder zu echten Projekten vor Ort. Das kann ein Onepager per Definition nicht leisten. Für einen Betrieb mit einem Standort ist es aber auch nicht nötig.
Für die lokale Suche zählt das Unternehmensprofil
Ob ihr in der Kartensuche oben steht, hängt laut Google kaum an der Zahl eurer Unterseiten. In der Hilfe zum lokalen Ranking schreibt Google: „Lokale Suchergebnisse basieren hauptsächlich auf Relevanz, Entfernung und Beliebtheit.“ Die Bekanntheit hängt dort unter anderem davon ab, wie viele Websites auf euer Unternehmen verweisen. Und: „Je mehr Rezensionen und positive Bewertungen Ihr Unternehmen erhält, desto besser kann das Ranking in lokalen Suchergebnissen ausfallen.“
Die Tipps auf dieser Seite lauten: Unternehmen bestätigen, Informationen aktuell halten, auf Rezensionen antworten, Fotos und Videos hinzufügen, Produkte hinzufügen. Eine Seitenanzahl der Website taucht nicht auf. Die Website spielt trotzdem eine Rolle, etwa für die Relevanz. Wie stark Google sie gewichtet, legt Google nicht offen.
Für einen Betrieb mit einem Standort heißt das: Das gepflegte Unternehmensprofil mit echten Bewertungen bringt euch in die Karte, der Onepager ist das Ziel hinter dem Knopf „Website“. In den Richtlinien für Unternehmensprofile empfiehlt Google genau das: eine Website anzugeben, die den konkreten Standort präsentiert, und keine Weiterleitungen etwa auf Social-Media-Seiten. Wie ihr das Profil einrichtet und daraus Anfragen holt, zeigen wir ausführlich im Beitrag Das Google-Unternehmensprofil: einrichten, bestätigen und daraus Anfragen holen.
Der Aufbau eines guten Onepagers, Abschnitt für Abschnitt
Ein guter Onepager beantwortet die Fragen eurer Kunden in der Reihenfolge, in der sie sie stellen. Zuerst: Bin ich hier richtig? Dann: Was genau bietet ihr an? Kann ich euch vertrauen? Wie läuft das ab? Wer seid ihr? Und schließlich: Wie erreiche ich euch? Daraus ergeben sich sieben Bausteine. Nicht jeder Onepager braucht alle als eigenen Abschnitt. Ablauf und Über uns lassen sich gut zusammenlegen, ebenso häufige Fragen und Kontakt. Mit sechs Abschnitten kommt man in der Regel gut aus.
Vorher ein Blick darauf, warum die Reihenfolge so wichtig ist. Die Nielsen Norman Group, ein US-Beratungs- und Forschungsunternehmen für Nutzerfreundlichkeit, hat in der Studie „Scrolling and Attention“ von 2018 per Blickmessung (Eyetracking) erfasst, wohin Menschen auf Websites schauen. Mit 120 Teilnehmenden und über 130.000 erfassten Blickpunkten auf einem Desktop-Bildschirm kam heraus: 57 % der Betrachtungszeit entfielen auf den Bereich, der ohne Scrollen sichtbar ist. 74 % entfielen auf die ersten zwei Bildschirmhöhen, 81 % auf die ersten drei.
Die Menschen scrollen also, aber die Aufmerksamkeit nimmt nach unten deutlich ab. Die Studie ist von 2018 und wurde am Desktop gemacht. Eine Zahl fürs Handy liefert sie nicht. Die Richtung ist trotzdem klar: Was wichtig ist, gehört nach oben, und der Kontaktweg gehört nicht nur ganz ans Ende.
Laut Statcounter kamen im September 2026 in Deutschland knapp 60 % der Seitenaufrufe von Handys, im Schnitt der letzten zwölf Monate etwa 46 %. Gezählt werden Seitenaufrufe, keine Personen, und ob der Anteil bei Handwerk oder Gastronomie höher liegt, zeigen nur eure eigenen Besucherdaten.
1. Der erste Bildschirm: Leistung, Ort, Kontaktweg
Im ersten Bildschirm muss stehen, was ihr macht, wo ihr es macht und wie man euch erreicht. Dieser oberste Bereich heißt im Webdesign Hero. Ein Slogan wie „Qualität aus Leidenschaft“ beantwortet keine dieser Fragen. „Elektriker für Pulheim und den Kölner Westen“ mit einem Knopf „Jetzt anrufen“ beantwortet alle drei.
Gut gelöst hat das die Kinderzahnarztpraxis in Böblingen aus unseren Beispielen unten: Die Hauptüberschrift lautet „Deine Kinderzahnärzte in Böblingen“, daneben steht ein Knopf für den Termin. Leistung und Ort in einem Satz, der Kontaktweg direkt daneben.
Wie oft das fehlt, haben wir selbst gemessen. Für unseren Kölner Handwerks-Website-Report haben wir im September 2026 752 erreichbare Websites von Handwerks- und Gewerbebetrieben im Raum Köln automatisch untersucht. Nur bei 37 % stand eine Telefonnummer im oberen Drittel der Seite. Nur bei 43 % war die Nummer als Link hinterlegt, sodass man sie auf dem Handy antippen und direkt anrufen kann. Die Erkennung lief über den Quelltext und übersieht Inhalte, die erst per Skript geladen werden. Die Werte sind daher eher Untergrenzen.
2. Leistungen: kurz, einzeln, mit eigener Überschrift
Jede Leistung bekommt eine eigene kurze Überschrift und zwei bis drei Sätze. Ein bis fünf Leistungen sind auf einem Onepager gut darstellbar. Schreibt, was der Kunde bekommt, nicht, was ihr technisch tut. „Neue Steckdosen und Leitungen, auch in bewohnten Räumen“ sagt mehr als „Elektroinstallation nach VDE“.
Echte Überschriften helfen doppelt. Besucher finden beim Überfliegen schneller, was sie suchen. Und Google kann, wie oben beschrieben, im besten Fall direkt zu einem Abschnitt verlinken. Ein Fließtextblock, in dem alle Leistungen ohne Gliederung stehen, verschenkt beides.
3. Vertrauen: Bewertungen, Projekte, Nachweise
Zeigt Belege statt Behauptungen. Echte Kundenstimmen, Referenzprojekte mit Ortsangabe, Meisterbrief, Innungszugehörigkeit oder Zertifikate wirken stärker als jedes „Wir sind zuverlässig“. Der Garten- und Landschaftsbauer Pillmeier aus Abensberg zeigt das schön: Seine Referenzen nennen die Orte, an denen die Projekte entstanden sind, etwa Ingolstadt und Pfaffenhofen. Wer dort wohnt, sieht sofort, dass der Betrieb auch bei ihm in der Nähe arbeitet.
Bewertungen sammelt ihr am besten im Google-Unternehmensprofil, denn dort wirken sie laut Google auch auf das lokale Ranking. Auf dem Onepager zeigt ihr eine Auswahl davon. So arbeiten Profil und Website zusammen.
4. Ablauf: drei bis vier Schritte
Ein kurzer Ablauf nimmt die Unsicherheit vor dem ersten Anruf. Viele Kunden zögern, weil sie nicht wissen, was nach der Anfrage passiert. Drei oder vier Schritte reichen: Anfrage, Besichtigung oder Rückruf, Angebot, Ausführung. Wer es noch konkreter mag, schreibt dazu, wie schnell ihr euch meldet, aber nur, wenn ihr das auch einhaltet.
5. Über uns: Gesicht und Geschichte
Ein echtes Foto von euch oder eurem Team ist mehr wert als drei Absätze Firmenphilosophie. Schreibt, seit wann es den Betrieb gibt, wer dahintersteht und was euch ausmacht. Konkrete Angaben wie Gründungsjahr, Meistertitel oder Fotos vom eigenen Fuhrpark kann man glauben, allgemeine Versprechen eher nicht. Diesen Abschnitt kann man gut mit dem Ablauf zusammenlegen.
6. Häufige Fragen: offen sichtbar
Beantwortet die fünf bis acht Fragen, die ihr am Telefon am häufigsten hört. Kommt ihr auch am Wochenende? Was kostet eine Anfahrt? Brauche ich eine Überweisung? Die Kinderzahnarztpraxis aus Böblingen beantwortet zum Beispiel den ersten Besuch und das Thema Überweisung, genau das, was Eltern vorher wissen wollen.
Viele Seiten klappen die Antworten ein, damit die Seite kürzer wirkt. Wer auf Sprunglinks bei Google hofft, lässt sie nach Googles eigener Empfehlung lieber offen sichtbar.
7. Kontakt: kurz, mehrere Wege
Am Ende stehen Telefon, Formular, Adresse und Öffnungszeiten zusammen. Wer bis hierher gescrollt hat, ist interessiert. Jetzt darf nichts mehr im Weg stehen.
Das Formular sollte kurz sein. Name, Telefon oder E-Mail, eine Nachricht und höchstens ein Auswahlfeld „Worum geht es?“ reichen für eine erste Anfrage. Für diese Empfehlung gibt es Belege, aber sie sind alt oder stammen aus einem anderen Zusammenhang, deshalb hier mit Einordnung:
HubSpot hat in einer Auswertung von über 40.000 Landingpages seiner Kunden gefunden, dass mit mehr Feldern weniger Menschen das Formular abschicken, wenn auch weniger stark als erwartet. Einzeilige Textfelder kosteten wenig. Mehrere große Freitextfelder und mehrere Auswahllisten hingen dagegen mit deutlich weniger Anfragen zusammen. Die Seite wurde zuletzt im Juni 2025 aktualisiert, die Daten selbst sind deutlich älter. Ein Erhebungsjahr steht dort nicht.
Das Baymard Institute hat 2024 Bestellformulare in Onlineshops untersucht: Im Schnitt hatten sie 11,3 Felder, die meisten Shops bräuchten laut Baymard aber nur 8. Das betrifft den Kaufabschluss im Shop und nicht die Kontaktanfrage. Als Vergleich taugt es trotzdem: Jedes Feld ist Arbeit für den Kunden.
Kürzere Formulare passen auch zum Datenschutz, denn die DSGVO verlangt, nur die Daten zu erheben, die man wirklich braucht (Art. 5 Abs. 1 lit. c DSGVO). Und auch hier lohnt der Blick auf unsere Kölner Messung: Nur 31 % der untersuchten Websites hatten überhaupt ein erkennbares Kontaktformular. Woran es liegt, wenn ein Formular zwar da ist, aber trotzdem nichts ankommt, beschreiben wir im Beitrag Warum über euer Kontaktformular keine Anfragen kommen.

Sechs Abschnitte plus Fußzeile und die typischen Fehler dabei. Quellen: Nielsen Norman Group, Google, § 5 DDG, eigene Kölner Messung (September 2026).
Das Menü: Ankerlinks, die man versteht
Ankerlinks lohnen sich bei langen Seiten, besonders auf dem Handy. Die Nielsen Norman Group hat sich 2017 in einem Beitrag zu Sprunglinks innerhalb einer Seite angesehen, wann sie helfen. Ein Risiko: Viele Menschen erwarten bei einem Link eine neue Seite und sind kurz irritiert, wenn die Seite nur scrollt. Der Nutzen überwiegt aber bei langen Inhalten, weil man direkt dorthin kommt, wo man hinwill. Am Handy wächst dieser Nutzen, denn was am Desktop eine Bildschirmhöhe füllt, sind dort schnell mehrere.
Daraus ergeben sich ein paar praktische Regeln. Benennt die Menüpunkte mit klaren Worten wie „Leistungen“, „Ablauf“ und „Kontakt“, nicht mit kreativen Namen. Achtet darauf, dass die Überschrift am Ziel nicht unter einer festen Leiste verschwindet. Und prüft vorher, ob die Seite wirklich so lang sein muss. Bei wenigen kurzen Abschnitten braucht es kein Sprungmenü.
Die mitlaufende Leiste: klein halten
Eine schmale Leiste mit Telefon und Anfrage-Knopf, die beim Scrollen sichtbar bleibt, passt gut zu einem Onepager. Eine solche Leiste nennt man Sticky-Header, weil sie oben am Bildschirmrand „kleben“ bleibt. So ist der Kontaktweg immer einen Fingertipp entfernt, egal wo man gerade liest.
Die Nielsen Norman Group nennt in ihrem Beitrag zu Sticky-Headern von 2021 fünf Regeln. Für Onepager sind zwei davon die wichtigsten: die Leiste klein halten, damit genug Platz für den Inhalt bleibt, und vorher prüfen, ob es eine mitlaufende Leiste überhaupt braucht. Eine Leiste, die am Handy ein Viertel des Bildschirms frisst, schadet mehr, als sie nützt.
Ladezeit: lange Seite, trotzdem schnell
Ein langer Onepager mit vielen Fotos muss nicht langsam sein, wenn nur das Titelbild sofort lädt. Der Trick heißt Lazy Loading, auf Deutsch etwa „verzögertes Laden“. Dabei lädt der Browser ein Bild erst, wenn es beim Scrollen in die Nähe des sichtbaren Bereichs kommt. Alle gängigen Browser beherrschen das inzwischen von sich aus.
Laut web.dev, der Entwicklerplattform von Google, beginnt Chrome bei schneller Verbindung 1.250 Pixel vor dem sichtbaren Bereich mit dem Laden, bei langsamer Verbindung schon 2.500 Pixel vorher. In Experimenten von Chrome auf Android-Handys mit 4G waren 97,5 % der verzögert geladenen Bilder binnen 10 Millisekunden nach dem Sichtbarwerden fertig. Für Besucher ist der Unterschied also kaum zu bemerken.
Ein Fehler ist es dagegen, auch das große Titelbild ganz oben verzögert zu laden. web.dev rät ausdrücklich davon ab, Bilder verzögert zu laden, die beim Öffnen der Seite wahrscheinlich sichtbar sind. Das Titelbild ist oft das größte sichtbare Element. Es bestimmt damit den Largest Contentful Paint, kurz LCP: die Zeit, bis das größte sichtbare Element geladen ist. Laut web.dev sollte dieser Wert bei höchstens 2,5 Sekunden liegen.
In unserer Kölner Messung mit Google PageSpeed Insights lag der LCP auf dem Handy im Median bei 6,0 Sekunden. Median heißt: Die Hälfte der Seiten war schneller, die Hälfte langsamer. Gemessen wurde im Labortest, also mit einem simulierten Handy statt mit Daten echter Besucher. Nur 12,5 % der 734 gemessenen Seiten schafften 2,5 Sekunden oder weniger.
Das Argument „Baukasten heißt langsam“ trägt übrigens nicht. Laut dem Technology Report des HTTP Archive für September 2026 bestanden in Deutschland auf dem Handy 98 % der Jimdo-Websites mit Messdaten Googles Core Web Vitals (Kennzahlen für Ladezeit, Reaktion und Stabilität), aber nur 63 % der WordPress-Websites. Entscheidend ist, wie die Seite gebaut ist, nicht womit. Wie schnell eure eigene Seite auf dem Handy lädt, könnt ihr kostenlos mit unserem Speed-Check prüfen.
Impressum und Datenschutz: immer sofort erreichbar
Das Impressum muss auch auf einem Onepager schnell erreichbar sein. § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes (DDG), das seit Mai 2024 das alte Telemediengesetz ersetzt, verlangt Anbieterangaben, die „leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar“ sind und ständig verfügbar gehalten werden.
Was das heißt, haben Gerichte konkretisiert. Der Bundesgerichtshof hat 2006 entschieden, dass ein Impressum, das über zwei Klicks erreichbar ist, etwa über „Kontakt“ und dann „Impressum“, diese Anforderung erfüllen kann (Urteil vom 20. Juli 2006, I ZR 228/03). Wer das Impressum dagegen ans Ende einer langen Seite hängt, geht ein Risiko ein. Laut Fachberichten hat ein Oberlandesgericht 2025 ein Impressum beanstandet, das erst nach mehr als sechs Bildschirmseiten Scrollen kam. Es ging um eine lange Kanzlei-Website, auf die ein Anwaltsprofil verlinkte. Berichtet haben darüber das Anwaltspraxis-Magazin und IWW. Den Volltext des Urteils haben wir nicht eingesehen.
Die sichere Lösung ist einfach: Impressum und Datenschutzerklärung als eigene Unterseiten anlegen und in einer Fußzeile verlinken, die auf jeder Seite steht, oder zusätzlich im Menü. In unserer Kölner Messung war ein Impressum bei 88 % der Seiten erkennbar, eine Datenschutzerklärung bei 83 %. Bei gut jeder zehnten Seite war also nicht einmal ein Impressum erkennbar. Verstöße gegen die Impressumspflicht können nach § 33 DDG mit Bußgeld bis 50.000 € geahndet werden, das häufigere Risiko in der Praxis sind Abmahnungen. Das ist keine Rechtsberatung. Im Zweifel fragt eure Kammer oder einen Anwalt.
Onepager-Beispiele: zehn echte Seiten und was sie gut machen
Die besten Beispiele für Onepager kommen aus dem echten Leben, nicht aus Vorlagen-Sammlungen. Viele Artikel zu diesem Thema zeigen Vorlagen von Baukästen oder Screenshots ohne Link. Wir haben stattdessen zehn echte Seiten herausgesucht, alle über die Galerie One Page Love gefunden, und am 23. Oktober 2026 geprüft, ob sie erreichbar sind und wie ihr Menü aufgebaut ist. Keine davon ist ein Kunde von uns. Websites ändern sich, schaut also selbst, wie sie heute aussehen.
1. Kinder Praxis & Klinik, Kinderzahnärzte in Böblingen
Die Seite der Kinderzahnarztpraxis ist ein Lehrbuchbeispiel für den ersten Bildschirm, den wir oben beschrieben haben. Der Termin-Knopf steht oben und noch einmal am Ende. Das Menü springt zu Leistungen, Team und häufigen Fragen, Impressum und Datenschutz liegen auf eigenen Seiten.
2. Deiterhaus, Einzelimmobilie in Essen
Deiterhaus zeigt, dass ein Onepager auch für ein einziges Objekt funktioniert. Die Seite erzählt die Geschichte des Hauses, nennt die Fakten, bringt eine Kundenstimme und wiederholt den Knopf „Informationen anfordern“ mehrfach. Dazu steht eine Telefonnummer mit den Zeiten, zu denen man jemanden erreicht. Die Rechtstexte liegen separat.
3. Pillmeier GmbH, Garten- und Landschaftsbau in Abensberg
Pillmeier ist eines der wenigen Handwerks-Beispiele in der Galerie. Der Einstieg „Seit über 50 Jahren in Abensberg“ verbindet Erfahrung und Ort, fünf nummerierte Leistungen geben Übersicht. Dazu kommen die Referenzen mit Ortsnamen und Fotos des eigenen Fuhrparks, also konkrete Belege statt allgemeiner Versprechen.
4. Beechhouse, Tattoostudio in Bochum
Beechhouse ist das Beispiel für den Zwischenweg. Die Hauptüberschrift nennt Namen, Angebot und Ort, die Startseite ist lang und im Stil eines Onepagers gebaut. Künstler, häufige Fragen und Anfahrt haben aber eigene Unterseiten. So sieht ein Onepager aus, der gewachsen ist. Gut gelöst ist auch der klare Hinweis, dass nur nach Terminvereinbarung gearbeitet wird.
5. The Devonshire, Pub und Restaurant in London
The Devonshire zeigt, was Gastronomie auf einer Seite braucht. Das Menü springt zu Speisekarten, Öffnungszeiten und häufigen Fragen, der Knopf zum Reservieren steht immer oben. Die Öffnungszeiten sind getrennt für Pub und Küche angegeben, ein Detail, das viele Gäste vor dem Besuch wissen wollen. Rund 25 Fragen beantworten Dinge wie Hunde, Kinder und Barrierefreiheit. Die Speisekarten liegen als PDF bei.
6. Madie, Café und Konditorei in Madrid
Madie stellt Adresse und Öffnungszeiten der ganzen Woche ganz nach oben, also genau das, was Café-Gäste zuerst suchen. Darunter folgt die Karte nach Kategorien, ein eigener Abschnitt für Catering mit eigenem Knopf und am Ende eine Karte mit dem Standort. Spannend ist die Sprachauswahl: Englisch und Französisch haben eigene Adressen. Das ist genau die Lösung, die Google für mehrsprachige Seiten empfiehlt.
7. Sarah & Matt, Hochzeitsseite aus Lancaster (USA)
Die Hochzeitsseite von Sarah und Matt ist ein typischer Event-Onepager. Die Feier, die Anreise und die Geschenkeliste sind eigene Abschnitte mit sprechenden Ankern. Die Zusage der Gäste läuft über einen externen Dienst. Mehr braucht ein Event nicht.
8. TAB Kitchen & Bakery, Bäckerei und Café in Bangalore
TAB Kitchen & Bakery ist mit Framer gebaut, demselben System, auf dem auch unsere eigene Website läuft. Die Seite hat viel Persönlichkeit und eine interaktive Karte. Sie zeigt, dass ein Onepager nicht nach Vorlage aussehen muss.
9. Nowa, Restaurant in Allentown (USA)
Nowa ist der Gegenpol zu TAB: sehr reduziert, mit wenig Text und viel Ruhe. Beide Beispiele nebeneinander zeigen, wie unterschiedlich ein Onepager für ein Restaurant aussehen kann, ohne dass einer der beiden Wege falsch wäre.
10. Builders Table, Hackathon in Kapstadt
Builders Table hat als Event-Ankündigung begonnen und inzwischen eigene Unterseiten für den Hackathon und für Vorträge bekommen. Wie Beechhouse zeigt die Seite, dass ein Onepager mit dem Vorhaben wachsen kann.
Unser eigenes Muster: die Beispielseite „Trattoria Rosa“
Wie wir einen Onepager für einen kleinen Betrieb aufbauen, zeigt die Beispielseite auf unserer Angebotsseite. Die „Trattoria Rosa“ ist ein erfundenes Restaurant in Köln-Ehrenfeld, kein echter Kunde. An ihr sieht man die Bausteine von oben: Ort und Gründungsjahr über der Überschrift, eine Überschrift, die das Angebot beschreibt, ein Satz zur Einordnung, ein Knopf zum Reservieren, darunter die heutige Öffnungszeit und die Adresse. Im Menü stehen nur drei Punkte: Speisekarte, Über uns, Kontakt.

Unsere Angebotsseite mit der Beispielseite einer fiktiven Trattoria im Browser-Mock: Ort, Angebot, Reservierungsknopf und Öffnungszeit stehen im ersten Bildschirm. Quelle: marschfahrt.de/website-fuer-999-euro, aufgenommen im Oktober 2026.
Auch die Angebotsseite selbst ist ein Onepager. Auf dem Handy stehen ihre Überschrift und der Kaufknopf im ersten Bildschirm, ohne dass man scrollen muss.

So sieht die Angebotsseite auf dem Handy aus: Überschrift und Kaufknopf ohne Scrollen sichtbar. Quelle: marschfahrt.de/website-fuer-999-euro, aufgenommen im Oktober 2026.
Was kostet ein Onepager?
Ein Onepager kostet zwischen wenigen Euro im Monat, wenn ihr ihn selbst mit einem Baukasten baut, und mehreren tausend Euro bei einer Agentur. Eine unabhängige Erhebung zu Onepager-Preisen in Deutschland haben wir nicht gefunden. Alle Zahlen unten stammen von Anbietern selbst, aus Preisseiten und Ratgebern, abgerufen am 23. Oktober 2026. Sie sind Beispiele, keine Marktdurchschnitte.
Selbst bauen mit einem Baukasten
Beim Baukasten zahlt ihr wenig Geld, aber viel Zeit. Stiftung Warentest hat Anfang 2024 sechzehn Baukästen getestet und für das erste Jahr Kosten „zwischen 43 Euro und 257 Euro“ ermittelt. Die Tester warnen: „Im zweiten Jahr wird es oft deutlich teurer.“
Ein paar aktuelle Einstiegstarife, jeweils inklusive Mehrwertsteuer: STRATO Plus kostet 12 € im ersten Jahr und danach 144 € im Jahr. Jimdo Start kostet 144 € im Jahr, Rechtstexte gibt es dort aber erst im Tarif Grow Legal für 348 € im Jahr. Wix Light kostet 199,92 € im Jahr, Rechtstexte sind dort nur im ersten Jahr kostenlos. Ab dem zweiten Jahr landet man bei den meisten Anbietern also bei etwa 140 bis 200 € im Jahr, bei Jimdo und Wix zuzüglich Domain.
Was nicht auf der Rechnung steht: Aufbau, Texte, Fotos, Rechtstexte und die Grundeinstellungen für Google erledigt ihr selbst. Für einen Betrieb, in dem die Chefin abends am Küchentisch an der Website arbeitet, ist das die eigentliche Rechnung. Mehr zu den Haken der Baukästen steht in unserem Beitrag Homepage-Baukasten oder KI-Website?
Erstellen lassen: öffentlich genannte Einstiegspreise
Öffentlich genannte Einstiegspreise für einen Onepager lagen am 23. Oktober 2026 zwischen 490 und 1.850 €. Dafür haben wir die Preisseiten von fünf Anbietern und eine Google-Anzeige zur Suche „onepager erstellen“ ausgewertet. Fast alle Angaben sind „ab“-Preise, und nicht immer steht dabei, ob sie netto oder brutto gemeint sind. Der günstigste Preis stammt aus einer Anzeige mit begrenztem Kontingent. Was drin ist, unterscheidet sich stark: Manche Anbieter nennen Design, Handyansicht, Formular, SEO-Grundlagen und Korrekturrunden, andere staffeln nach der Zahl der Abschnitte. Ob Texte, Rechtstexte und Hosting enthalten sind, steht nicht überall dabei.
In Ratgebern nennen Anbieter für Freelancer meist 500 bis 1.500 € und für Agenturen etwa 1.000 bis 4.000 €, dazu 10 bis 30 € im Monat für Hosting und Wartung, bei kleinen Agenturen auch 40 bis 120 €. Diese Spannen stammen von Anbietern mit eigenem Interesse und ohne offengelegte Methode.
Zur Einordnung: Der Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap nennt für Deutschland einen durchschnittlichen Stundensatz von 103 €. Nehmen wir zehn Stunden für Gestaltung, Texte, Formular und Einrichtung an, sind das bei diesem Schnitt über alle Fachrichtungen rund 1.030 €.
Woran ihr ein günstiges Angebot prüft
Ein niedriger Preis ist nur dann günstig, wenn das Wichtige drin ist. Bevor ihr ein Angebot annehmt, fragt nach diesen Punkten:
Texte: Schreibt der Anbieter die Texte, oder liefert ihr sie?
Rechtstexte: Sind Impressum und Datenschutzerklärung enthalten, und auf welchem Stand?
Hosting: Was kostet der Betrieb im Monat, wie lange läuft der Vertrag, wie kündigt man?
Eigentum: Gehören Domain, Inhalte und Zugang euch, oder dem Anbieter?
Korrekturen: Wie viele Runden sind drin, was kostet jede weitere Änderung?
Vorsicht ist bei Mietmodellen geboten. Der Bau-Service von STRATO etwa kostet im Tarif Homepage Design & Pflege Basic für eine Seite 30 € im Monat plus Einrichtung, über fünf Jahre also 1.800 bis 2.000 € brutto (die Seite nennt die Einrichtung einmal mit 200 €, einmal mit 0 €). Wem die Seite danach gehört, ist dort nicht geregelt. Eine ausführliche Aufstellung aller Wege mit Fünf-Jahres-Rechnung findet ihr in unserem Beitrag Website günstig erstellen lassen.

Fünf Wege zum Onepager und ihr jeweiliger Haken. Alle Zahlen sind Anbieterangaben, abgerufen am 23.10.2026, keine Marktdurchschnitte.
Onepager selbst erstellen oder erstellen lassen?
Einen Onepager selbst zu erstellen geht mit jedem Baukasten, kostet aber mehr Zeit, als die meisten erwarten. Wer gern schreibt, ein paar gute Fotos hat und zwei, drei Abende investieren kann, schafft das. Wer im Tagesgeschäft steckt, unterschätzt meist vor allem die Texte. In dieser Reihenfolge geht es am schnellsten:
1. Inhalte sammeln. Schreibt auf, was ihr anbietet, für wen, in welchem Gebiet, wie man euch erreicht und wann. Sammelt Bewertungen, Referenzen, Zertifikate und die Fragen, die am Telefon immer wieder kommen.
2. Abschnitte festlegen. Ordnet die Inhalte in fünf bis sechs Abschnitte: erster Bildschirm, Leistungen, Vertrauen, Ablauf und Über uns, häufige Fragen, Kontakt.
3. Texte schreiben. Kurze Sätze, konkrete Angaben, die Sprache eurer Kunden. Die Hauptüberschrift nennt Leistung und Ort. Schreibt dazu einen Seitentitel und eine kurze Beschreibung für Google, die genau das wiedergeben.
4. Bilder auswählen. Echte Fotos von euch, eurem Team und euren Arbeiten schlagen jedes Stockfoto. Verkleinert sie vor dem Hochladen, damit die Seite schnell bleibt, und stellt das verzögerte Laden für alle Bilder außer dem obersten ein.
5. Formular und Telefon einrichten. Ein kurzes Formular, die Telefonnummer als antippbarer Link, beides oben und unten. Schickt euch selbst eine Testanfrage und prüft, ob sie ankommt.
6. Rechtstexte anlegen. Impressum und Datenschutzerklärung als eigene Unterseiten, verlinkt in der Fußzeile. Schriften und eingebundene Dienste in der Datenschutzerklärung berücksichtigen.
7. Mit dem Google-Profil verknüpfen. Tragt die Adresse des Onepagers im Unternehmensprofil ein und achtet darauf, dass Name, Adresse, Telefon und Öffnungszeiten auf beiden übereinstimmen.
Wer es lieber abgeben möchte, lässt den Onepager erstellen. Dann ist die wichtigste Frage nicht der Preis, sondern ob der Anbieter die Texte schreibt und ob euch am Ende alles gehört. Wie man eine gute Agentur erkennt und was in den Vertrag gehört, beschreiben wir in Website erstellen lassen 2026: Ablauf, Vertrag und woran ihr eine gute Agentur erkennt.
Unser Onepager-Paket: Website für 999 €
Unser Paket „Website für 999 €“ ist genau ein Onepager für kleine Betriebe. Es passt zu den Fällen, die wir oben als „reicht meistens“ beschrieben haben, dazu Vereine und kleine Läden mit bis zu zehn Leuten.
Drin ist ein Onepager mit bis zu sechs Abschnitten. Die Texte schreiben wir aus euren Antworten in einem Fragebogen. Dazu kommen ein Kontaktformular und eine Gestaltung, die zuerst fürs Handy gedacht ist. Impressum und Datenschutzerklärung setzen wir nach Vorlage auf, die ihr mit euren Angaben ergänzt. Rechtsberatung ersetzt das nicht. Außerdem richten wir die Google-Grundlagen ein: Seitentitel, Beschreibung und die Verknüpfung mit dem Unternehmensprofil. Eine Korrekturrunde ist inklusive. Live ist die Seite 48 Stunden nach eurem ausgefüllten Fragebogen.
Das Paket kostet 999 € netto einmalig, also 1.188,81 € brutto. Bezahlt wird per Stripe, zum Beispiel mit Karte oder Apple Pay. Auf Wunsch zahlt ihr in vier Raten zu je 249,75 € netto ohne Aufschlag. Das Hosting kostet 5 € netto im Monat und ist monatlich kündbar. Wer noch keine Domain hat, bekommt Domain und Webspace, also den Speicherplatz auf dem Server, die ersten sechs Monate kostenlos. Eine bestehende Domain verbinden wir kostenlos. Domain, Inhalte und Zugang gehören euch.
Nicht gedacht ist das Paket für Online-Shops, mehrere Standorte oder mehr als zehn Mitarbeitende, viele Unterseiten, Kundenportal oder Buchungssystem, den Relaunch (also Neuaufbau) großer bestehender Seiten und Projekte mit vielen Abstimmungsrunden. Passt euer Betrieb nicht in diesen Rahmen, sagen wir euch das und machen ein Angebot, das zu eurem Umfang passt.
Häufige Fragen
Ist ein Onepager schlecht für SEO?
Nicht grundsätzlich. Google behandelt einen Onepager als eine einzige Seite mit einem Titel, weil die Suche Abschnitte hinter dem Rautezeichen im Allgemeinen nicht als eigene Seiten führt. Für einen Betrieb mit einem Thema an einem Ort ist das kein Nachteil. Schwierig wird es erst, wenn viele verschiedene Leistungen oder Orte einzeln gefunden werden sollen. In der lokalen Suche zählen laut Google vor allem Relevanz, Entfernung, Beliebtheit und Rezensionen, also das Unternehmensprofil.
Was kostet ein Onepager?
Selbst gebaut zahlt ihr nur die Baukasten-Gebühr, plus eure Zeit. Öffentlich genannte Einstiegspreise für das Erstellen lagen am 23. Oktober 2026 zwischen 490 und 1.850 €, für Agenturen nennen Anbieter-Ratgeber etwa 1.000 bis 4.000 €. Unser Paket kostet 999 € netto einmalig plus 5 € netto im Monat für das Hosting.
Wie viele Abschnitte braucht ein Onepager?
Meist fünf bis sechs: erster Bildschirm mit Leistung, Ort und Kontaktweg, Leistungen, Vertrauen, Ablauf und Über uns, häufige Fragen und Kontakt. Mehr Abschnitte sind möglich, aber die Aufmerksamkeit nimmt nach unten deutlich ab.
Kann man einen Onepager später erweitern?
Ja, wenn das System es zulässt. Viele Betriebe starten mit einem Onepager und lagern später einzelne Themen auf eigene Seiten aus, etwa eine besonders gefragte Leistung, Stellenangebote oder einen Ratgeber. Fragt vor dem Start, ob sich Seiten ohne Neubau ergänzen lassen.
Braucht ein Onepager ein Impressum auf einer eigenen Seite?
Das Gesetz schreibt keine eigene Seite vor, sondern ein Impressum, das „leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar“ ist. Am sichersten ist trotzdem eine eigene Unterseite, die in einer immer sichtbaren Fußzeile oder im Menü verlinkt ist. Laut Fachberichten hat ein Oberlandesgericht 2025 ein Impressum beanstandet, das erst nach mehr als sechs Bildschirmseiten Scrollen kam. Im Zweifel fragt eure Kammer oder einen Anwalt.
Onepager oder Landingpage, was ist der Unterschied?
Ein Onepager ist eure komplette Website auf einer Seite, eine Landingpage eine Zielseite für genau eine Aktion, oft für eine Kampagne.
Kann ich einen Onepager kostenlos erstellen?
Viele Baukästen haben Gratis-Tarife, die zeigen dann aber meist Werbung des Anbieters und laufen unter einer Adresse des Anbieters statt unter eurer eigenen Domain. Für einen Betrieb wirkt das selten professionell. Spätestens mit eigener Domain wird es kostenpflichtig, ab dem zweiten Jahr meist 140 bis 200 € im Jahr, bei manchen Anbietern plus Domain. Rechtstexte kosten oft extra, bei Jimdo etwa erst im Tarif für 348 € im Jahr.
Fazit: Ein Thema, ein Ort, eine Seite
Wer ein klares Angebot an einem Standort hat, ist mit einem Onepager meist gut bedient. Für den Elektriker mit drei Leistungen, das Café um die Ecke, die Praxis mit Terminanfrage oder den Gründer im ersten Jahr ist er oft die beste Wahl: schnell gebaut, schnell erfasst und auf dem Handy angenehm zu bedienen. Für viele Leistungen, mehrere Standorte, einen Shop, einen Blog oder mehrere Sprachen braucht ihr mehr Seiten.
Ob die Seite Anfragen bringt, hängt weniger an der Seitenzahl als an ein paar Grundlagen: Leistung, Ort und Kontaktweg im ersten Bildschirm, kurze Abschnitte mit echten Überschriften, ein kurzes Formular, eine schnelle Ladezeit, Impressum und Datenschutz mit einem Klick erreichbar und ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, das auf die Seite verweist.
Wenn ihr wissen wollt, ob ein Onepager für euren Betrieb reicht, schreibt uns über das Kontaktformular. Wir sagen euch ehrlich, ob er passt oder ob ihr mehr braucht. Wenn ihr schon wisst, dass es ein Onepager sein soll, findet ihr alle Details und Grenzen unseres Pakets auf der Seite Website für 999 €. Wir antworten persönlich, auch wenn die Antwort lautet, dass ihr unser Paket nicht braucht.
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